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Renten: US-Konjunkturdaten senden gemischte Signale
17.07.17 09:37
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die US-Konjunkturdaten, die am Freitag veröffentlicht worden waren, brachten zahlreiche Enttäuschungen, berichten die Analysten der National-Bank AG.
Die Einzelhandelsumsätze seien erheblich schwächer ausgefallen, als es erwartet worden sei. Der vorläufige Wert des Indikators der Uni Michigan sei zurückgegangen. Beide Informationen würden ein paar Fragezeichen hinter dem Zustand des privaten Verbrauchs hinterlassen. Trotz regelmäßig deutlicher Zuwächse an neuen Jobs würden die Verbraucher zurückhaltend bleiben, was nicht zuletzt immer wieder an den Verkaufszahlen für neue Autos abzulesen gewesen sei. Außerdem würden sie etwas weniger optimistisch in die Zukunft schauen, was durchaus als Ergebnis der US-Politik gewertet werden könne.
Von der Wahlkampfagenda der Trump-Regierung sei bislang in den USA wenig bis nichts umgesetzt worden. Bei der Gesundheitsreform herrsche ebenfalls wieder Stillstand. Die für die Woche geplante Abstimmung im Senat sei wegen der Erkrankung eines republikanischen Senators verschoben worden. Ein neuer Termin sei noch nicht bekannt, da offen sei, wann der Senator wieder nach Washington kommen könne. Die Abhängigkeit einer Abstimmung von einer Stimme mache das Dilemma der Republikaner deutlich: Trotz Stimmenmehrheit seien sie derzeit nicht in der Lage, ihre Vorhaben umzusetzen, weil sie sich untereinander nicht einigen könnten. Folgenlos werde das in der Bevölkerung nicht bleiben.
Dass zudem die Preisdynamik hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, habe die Spekulationen über den geldpolitischen Kurs der FED angeheizt. Die FED-Chefin habe letzte Woche jedoch nicht den Eindruck gemacht, dass sie sich so schnell von ihrer Linie abbringen lasse, wonach die geringe Preisdynamik auf temporäre Faktoren zurückzuführen sei. Die aktuelle Diskussion unter den Marktteilnehmern erinnert stark an das, was über die Preisentwicklung im Euroraum Ende letzten/Anfang dieses Jahres diskutiert wurde, als die Preise hierzulande etwas stärker anstiegen, so die Analysten der National-Bank AG.
Daher wären die Investoren wahrscheinlich gut beraten, hinsichtlich der Entwicklung der Preise in den USA Ruhe zu bewahren. Außerdem seien die Jahresraten weiterhin nicht sehr weit von der 2%-Marke entfernt. Dennoch sollte durchaus auf die Aussagen der US-Notenbanker geachtet werden, die stimmberechtigt seien. Hier gebe es zurzeit einige, deren Position sich zu ändern scheine. Sie würden jedoch alle an einem baldigen Beginn des Bilanzabbaus festhalten. Insgesamt täten die Investoren jedoch gut daran, weiterhin auf den Zinsschritt im Dezember zu setzen.
Aus China seien heute Morgen erfreuliche BIP-Daten für das 2. Quartal gemeldet worden. Das Wachstum habe wie im Vorquartal auf Jahresbasis bei 6,9% gelegen. Zugleich hätten Konsum und Industrieproduktion im Jahresvergleich im Juni stärker zugelegt, als es erwartet worden sei. Nach den durchwachsenen Nachrichten der letzten Wochen aus China seien das einmal erfreuliche Daten.
Impulse von Konjunkturdaten werde es heute nicht geben. Es würden zwar die endgültigen Preisdaten für den Euroraum für den Juni veröffentlicht. Etwas Neues werde man diesen jedoch nicht entnehmen können. Die Blicke würden sich vielmehr auf die Tagung des EZB-Rats am Donnerstag richten. Die Themenpalette, für die die europäischen Notenbanker Antworten bereit haben müssten, sei lang. Im Mittelpunkt dürften zum einen die Aussagen zum Wachstum und zum anderen damit verbunden Aussagen zur Zukunft des QE-Programms stehen. Mario Draghi werde also vor einer schwierigen kommunikativen Aufgabe stehen. Daher dürften die Investoren erst einmal in Deckung bleiben. Sie würden außerdem auf die US-Berichtssaison schauen, die im Lauf der Woche an Fahrt gewinne.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte mit leichten Verlusten in die Wochen starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 160,50 und 161,70 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,29% und 2,40% schwanken. (17.07.2017/alc/a/a)
Die Einzelhandelsumsätze seien erheblich schwächer ausgefallen, als es erwartet worden sei. Der vorläufige Wert des Indikators der Uni Michigan sei zurückgegangen. Beide Informationen würden ein paar Fragezeichen hinter dem Zustand des privaten Verbrauchs hinterlassen. Trotz regelmäßig deutlicher Zuwächse an neuen Jobs würden die Verbraucher zurückhaltend bleiben, was nicht zuletzt immer wieder an den Verkaufszahlen für neue Autos abzulesen gewesen sei. Außerdem würden sie etwas weniger optimistisch in die Zukunft schauen, was durchaus als Ergebnis der US-Politik gewertet werden könne.
Von der Wahlkampfagenda der Trump-Regierung sei bislang in den USA wenig bis nichts umgesetzt worden. Bei der Gesundheitsreform herrsche ebenfalls wieder Stillstand. Die für die Woche geplante Abstimmung im Senat sei wegen der Erkrankung eines republikanischen Senators verschoben worden. Ein neuer Termin sei noch nicht bekannt, da offen sei, wann der Senator wieder nach Washington kommen könne. Die Abhängigkeit einer Abstimmung von einer Stimme mache das Dilemma der Republikaner deutlich: Trotz Stimmenmehrheit seien sie derzeit nicht in der Lage, ihre Vorhaben umzusetzen, weil sie sich untereinander nicht einigen könnten. Folgenlos werde das in der Bevölkerung nicht bleiben.
Daher wären die Investoren wahrscheinlich gut beraten, hinsichtlich der Entwicklung der Preise in den USA Ruhe zu bewahren. Außerdem seien die Jahresraten weiterhin nicht sehr weit von der 2%-Marke entfernt. Dennoch sollte durchaus auf die Aussagen der US-Notenbanker geachtet werden, die stimmberechtigt seien. Hier gebe es zurzeit einige, deren Position sich zu ändern scheine. Sie würden jedoch alle an einem baldigen Beginn des Bilanzabbaus festhalten. Insgesamt täten die Investoren jedoch gut daran, weiterhin auf den Zinsschritt im Dezember zu setzen.
Aus China seien heute Morgen erfreuliche BIP-Daten für das 2. Quartal gemeldet worden. Das Wachstum habe wie im Vorquartal auf Jahresbasis bei 6,9% gelegen. Zugleich hätten Konsum und Industrieproduktion im Jahresvergleich im Juni stärker zugelegt, als es erwartet worden sei. Nach den durchwachsenen Nachrichten der letzten Wochen aus China seien das einmal erfreuliche Daten.
Impulse von Konjunkturdaten werde es heute nicht geben. Es würden zwar die endgültigen Preisdaten für den Euroraum für den Juni veröffentlicht. Etwas Neues werde man diesen jedoch nicht entnehmen können. Die Blicke würden sich vielmehr auf die Tagung des EZB-Rats am Donnerstag richten. Die Themenpalette, für die die europäischen Notenbanker Antworten bereit haben müssten, sei lang. Im Mittelpunkt dürften zum einen die Aussagen zum Wachstum und zum anderen damit verbunden Aussagen zur Zukunft des QE-Programms stehen. Mario Draghi werde also vor einer schwierigen kommunikativen Aufgabe stehen. Daher dürften die Investoren erst einmal in Deckung bleiben. Sie würden außerdem auf die US-Berichtssaison schauen, die im Lauf der Woche an Fahrt gewinne.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte mit leichten Verlusten in die Wochen starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 160,50 und 161,70 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,29% und 2,40% schwanken. (17.07.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


