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Renten: Der US-Arbeitsmarktbericht steht ebenso im Fokus wie der Monetary Report der FED
07.07.17 09:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) wurde gestern bei hohen Umsätzen durchgereicht, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Renditen von Staatsanleihen seien weltweit kräftig angestiegen, wobei die Bewegung ihren Ausgangspunkt in Europa gehabt habe. Die Anleiheemissionen von Frankreich und Spanien seien gestern schlecht aufgenommen worden. Die Investoren hätten kaum Appetit auf die langen Laufzeiten gehabt, die ihnen angeboten worden seien. Das habe bereits am Vormittag für Druck auf die Kursnotierungen gesorgt.
Die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Tagung des EZB-Rats habe eine zusätzliche Stimmungsverschlechterung verursacht, denn man habe dem Protokoll genau das entnehmen können, was der Bundesbankpräsident mehrfach angesprochen habe: Die Debatte über die nächsten Anpassungsschritte der Geldpolitik der EZB sei eröffnet. Scheinbar würden die Investoren das erst langsam und mit großer Verzögerung realisieren. Man sollte jedoch keineswegs übersehen, dass die Ausrichtung der Geldpolitik der EZB aller Voraussicht nach noch sehr lange locker bleiben werde.
Schließlich könne sich die überwiegende Zahl der Euroländer keine signifikant höheren Kapitalmarktrenditen leisten. Sie hätten die Jahre niedriger Renditen zwar nutzen können, um einen großen Teil ihrer Verschuldung zu drehen, sodass die Kupons nun sehr überschaubar seien. Doch zum einen müssten die meisten Länder weiterhin Haushaltsdefizite finanzieren, und zum anderen würden auch die Anleihen mit niedrigen Kupons refinanziert werden müssen, denn eine Tilgung der Staatsschulden sei sehr unwahrscheinlich. Dementsprechend habe die EZB ein Interesse daran, die Kapitalmarktrenditen niedrig zu halten. Daher werde sie an ihren Kommunikationskonzepten weiter feilen, obwohl sie bislang sehr klar in ihrer Haltung gewesen sei.
Von dem Ausverkauf würden sich die Rentenmärkte heute vermutlich nicht erholen können. Gleich zu Handelsbeginn stünden die Daten zur deutschen Industrieproduktion im Mai an. Im Jahresvergleich sollte diese kräftig angezogen sein. Gestern hätten die Auftragseingänge nicht ganz überzeugen können. Diese seien zwar auch deutlich angestiegen, doch eben nicht ganz so stark, wie es erwartet worden sei. Die zentralen Ereignisse des Tages seien der US-Arbeitsmarktbericht sowie die erstmalige Vorabveröffentlichung des Monetary Reports über das erste Halbjahr.
Mit letzteren Maßnahmen möchte die US-Notenbank den Ausschussmitgliedern im Kongress die Möglichkeit geben, sich vorab über die Einschätzungen des FED zu informieren, die Grundlage der Aussagen von Janet Yellen in der kommenden Woche sein würden. Viel Neues werde sich nach dem FOMC-Protokoll vermutlich nicht finden lassen. Der Arbeitsmarkbericht dürfte das bekannte Bild zeigen. Die Wirtschaft schaffe weiterhin Arbeitsplätze, sodass es in Richtung Vollbeschäftigung gehe. Die Lohndynamik bleibe dafür jedoch aufgrund der Struktur der neuen Jobs überschaubar. Neue Impulse für eine potenzielle Änderung der US-Geldpolitik werde es nicht geben.
Der Bund-Future dürfte unverändert eröffnen. Ein Aufholen der Verluste vom gestrigen Tag sei vor dem Wochenende nicht zu erwarten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 159,90 und 161,45 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,31 und 2,44% schwanken. (07.07.2017/alc/a/a)
Die Renditen von Staatsanleihen seien weltweit kräftig angestiegen, wobei die Bewegung ihren Ausgangspunkt in Europa gehabt habe. Die Anleiheemissionen von Frankreich und Spanien seien gestern schlecht aufgenommen worden. Die Investoren hätten kaum Appetit auf die langen Laufzeiten gehabt, die ihnen angeboten worden seien. Das habe bereits am Vormittag für Druck auf die Kursnotierungen gesorgt.
Die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Tagung des EZB-Rats habe eine zusätzliche Stimmungsverschlechterung verursacht, denn man habe dem Protokoll genau das entnehmen können, was der Bundesbankpräsident mehrfach angesprochen habe: Die Debatte über die nächsten Anpassungsschritte der Geldpolitik der EZB sei eröffnet. Scheinbar würden die Investoren das erst langsam und mit großer Verzögerung realisieren. Man sollte jedoch keineswegs übersehen, dass die Ausrichtung der Geldpolitik der EZB aller Voraussicht nach noch sehr lange locker bleiben werde.
Von dem Ausverkauf würden sich die Rentenmärkte heute vermutlich nicht erholen können. Gleich zu Handelsbeginn stünden die Daten zur deutschen Industrieproduktion im Mai an. Im Jahresvergleich sollte diese kräftig angezogen sein. Gestern hätten die Auftragseingänge nicht ganz überzeugen können. Diese seien zwar auch deutlich angestiegen, doch eben nicht ganz so stark, wie es erwartet worden sei. Die zentralen Ereignisse des Tages seien der US-Arbeitsmarktbericht sowie die erstmalige Vorabveröffentlichung des Monetary Reports über das erste Halbjahr.
Mit letzteren Maßnahmen möchte die US-Notenbank den Ausschussmitgliedern im Kongress die Möglichkeit geben, sich vorab über die Einschätzungen des FED zu informieren, die Grundlage der Aussagen von Janet Yellen in der kommenden Woche sein würden. Viel Neues werde sich nach dem FOMC-Protokoll vermutlich nicht finden lassen. Der Arbeitsmarkbericht dürfte das bekannte Bild zeigen. Die Wirtschaft schaffe weiterhin Arbeitsplätze, sodass es in Richtung Vollbeschäftigung gehe. Die Lohndynamik bleibe dafür jedoch aufgrund der Struktur der neuen Jobs überschaubar. Neue Impulse für eine potenzielle Änderung der US-Geldpolitik werde es nicht geben.
Der Bund-Future dürfte unverändert eröffnen. Ein Aufholen der Verluste vom gestrigen Tag sei vor dem Wochenende nicht zu erwarten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 159,90 und 161,45 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,31 und 2,44% schwanken. (07.07.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


