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Renten: Die Tagung des FOMC beginnt am Nachmittag
14.03.17 09:30
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Am Abend hat das britische Unterhaus den Weg für die Aufnahme der Austrittsverhandlungen gemäß Artikel 50 des EU-Vertrages frei gemacht, so die Analysten der National-Bank AG.
Obwohl es gestern Morgen noch nicht klar gewesen sei, ob der Gesetzentwurf des Oberhauses durch das Unterhaus abgelehnt würde, hätten sich die Abgeordneten des Unterhaus letztlich dafür entschieden, der britischen Regierung größtmögliche Flexibilität bei der Verhandlungsführung mit der EU einzuräumen. Bevor nun der Austritt offiziell erklärt werden könne, müsse das Oberhaus dem ursprünglichen Gesetz zustimmen. Das gelte jedoch als Formalie, da die Abgeordneten bei Ablehnung ihres Vorschlages die Zustimmung zum ursprünglichen Gesetz des Regierung May zugesagt hätten. Dementsprechend sei in den nächsten Tagen durchaus damit zu rechnen, dass das offizielle Austrittsgesuch UKs bei der EU eingehen werde.
Ganz ohne Echo sei die Abstimmung nicht geblieben, denn die schottische Regierungschefin habe für den Herbst 2018 ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum angekündigt. Das mache deutlich, wie stark der Riss hinsichtlich Brexit durch UK gehe. Dem Land stünden unruhige Zeiten bevor. Ob das bei der niederländischen Wahl morgen auch so sein werde, sei offen. Obwohl es nach wie vor eine große Zahl unentschlossener Wähler geben solle, würden die Umfragen eines deutlich machen: Die Regierungsbildung werde alles andere als einfach werden, da es entweder auf eine Mehrparteienkoalition (mindestens drei, eher mehr Parteien) oder eine Minderheitsregierung hinauslaufen werde. In beiden Fällen werde der Regierungsbildungsprozess jedoch viel Zeit verschlingen.
Das Hauptinteresse der Investoren richte sich auf die heute Nachmittag beginnende Tagung des FOMC mit anschließender Pressekonferenz am Mittwoch. Dabei gehe es nicht um die die geldpolitische Entscheidung an sich, denn die FED werde die FED Funds Zielzone um 25 BP anheben. Der Ausblick auf die weitere Geldpolitik werde die Anleger am stärksten umtreiben.
Übersehen sollte man trotzdem nicht, dass zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht würden oder bereits worden seien. Heute Morgen seien einige Daten über die chinesische Wirtschaft veröffentlicht worden. Während der Wert für die Industrieproduktion die Erwartungen leicht habe übertreffen können, seien die Einzelhandelsumsätze im Februar deutlich hinter den Schätzungen zurückgeblieben. Immerhin hätten beide Werte im Vergleich zum Vormonatswert angezogen.
Im Laufe des Vormittags stünden zahlreiche endgültige Konsumentenpreisinformationen für den Februar aus verschiedenen Euroländern an. Überraschungen werde es nicht mehr geben. Im weiteren Verlauf des Vormittags werde der ZEW-Indikator zu beachten sein. Obwohl die Grundstimmung der befragten Akteure aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten positiv sein sollte, könnten der Zinsanstieg, die Inflationsentwicklung im Euroraum, der Brexit und / oder die Fragezeichen hinter der künftigen Handelspolitik der USA für eine Eintrübung der Werte sorgen. Und am Nachmittag werde man den US-Erzeugerpreisen entnehmen können, dass die Inflation langsam in der Kernrate ankomme. Der FED dürfte ein weiteres Argument für die Straffung der Geldpolitik geliefert werden.
Vermutlich würden sich die Investoren im Hinblick auf die FOMC-Tagung in Zurückhaltung üben. Auch der für die Ostküste der USA angekündigte Wintereinbruch, der zum Ausfall des Treffens von Donald Trump und Angela Merkel gesorgt habe, dürfte Auswirkungen haben. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte kaum verändert in den Tag starten und sich zwischen 158,50 und 159,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,52 und 2,66% schwanken. (14.03.2017/alc/a/a)
Obwohl es gestern Morgen noch nicht klar gewesen sei, ob der Gesetzentwurf des Oberhauses durch das Unterhaus abgelehnt würde, hätten sich die Abgeordneten des Unterhaus letztlich dafür entschieden, der britischen Regierung größtmögliche Flexibilität bei der Verhandlungsführung mit der EU einzuräumen. Bevor nun der Austritt offiziell erklärt werden könne, müsse das Oberhaus dem ursprünglichen Gesetz zustimmen. Das gelte jedoch als Formalie, da die Abgeordneten bei Ablehnung ihres Vorschlages die Zustimmung zum ursprünglichen Gesetz des Regierung May zugesagt hätten. Dementsprechend sei in den nächsten Tagen durchaus damit zu rechnen, dass das offizielle Austrittsgesuch UKs bei der EU eingehen werde.
Ganz ohne Echo sei die Abstimmung nicht geblieben, denn die schottische Regierungschefin habe für den Herbst 2018 ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum angekündigt. Das mache deutlich, wie stark der Riss hinsichtlich Brexit durch UK gehe. Dem Land stünden unruhige Zeiten bevor. Ob das bei der niederländischen Wahl morgen auch so sein werde, sei offen. Obwohl es nach wie vor eine große Zahl unentschlossener Wähler geben solle, würden die Umfragen eines deutlich machen: Die Regierungsbildung werde alles andere als einfach werden, da es entweder auf eine Mehrparteienkoalition (mindestens drei, eher mehr Parteien) oder eine Minderheitsregierung hinauslaufen werde. In beiden Fällen werde der Regierungsbildungsprozess jedoch viel Zeit verschlingen.
Übersehen sollte man trotzdem nicht, dass zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht würden oder bereits worden seien. Heute Morgen seien einige Daten über die chinesische Wirtschaft veröffentlicht worden. Während der Wert für die Industrieproduktion die Erwartungen leicht habe übertreffen können, seien die Einzelhandelsumsätze im Februar deutlich hinter den Schätzungen zurückgeblieben. Immerhin hätten beide Werte im Vergleich zum Vormonatswert angezogen.
Im Laufe des Vormittags stünden zahlreiche endgültige Konsumentenpreisinformationen für den Februar aus verschiedenen Euroländern an. Überraschungen werde es nicht mehr geben. Im weiteren Verlauf des Vormittags werde der ZEW-Indikator zu beachten sein. Obwohl die Grundstimmung der befragten Akteure aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten positiv sein sollte, könnten der Zinsanstieg, die Inflationsentwicklung im Euroraum, der Brexit und / oder die Fragezeichen hinter der künftigen Handelspolitik der USA für eine Eintrübung der Werte sorgen. Und am Nachmittag werde man den US-Erzeugerpreisen entnehmen können, dass die Inflation langsam in der Kernrate ankomme. Der FED dürfte ein weiteres Argument für die Straffung der Geldpolitik geliefert werden.
Vermutlich würden sich die Investoren im Hinblick auf die FOMC-Tagung in Zurückhaltung üben. Auch der für die Ostküste der USA angekündigte Wintereinbruch, der zum Ausfall des Treffens von Donald Trump und Angela Merkel gesorgt habe, dürfte Auswirkungen haben. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte kaum verändert in den Tag starten und sich zwischen 158,50 und 159,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,52 und 2,66% schwanken. (14.03.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,3206 € | 125,717 € | -0,3964 € | -0,32% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


