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Renten: Spanien und keine Ende des Konflikts mit den Katalanen in Sicht
24.10.17 09:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Am Vormittag werden die vorläufigen Werte für die Markit Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe erneut anzeigen, dass die Wirtschaft hierzulande in guter Verfassung ist, so die Analysten der National-Bank AG.
In den kommenden Monaten werde das Wachstum demnach robust ausfallen. Wie sich die Kreditvergabe dazu entwickeln werde, könne aus dem Senior Lending Survey der EZB abgeleitet werden. Wahrscheinlich hätten die Banken ihre Kreditvergaberichtlinien für bestimmte Marktsegmente etwas verschärft (z. B. Immobilienfinanzierung).
Zugleich dürften sich die Kreditkunden über niedrige Margenanforderungen freuen, denn der Wettbewerb werde dazu beigetragen haben und dazu beitragen, dass die Margen gering bleiben würden. Auch das sollte dem Lending Survey zu entnehmen sein. Sowohl die Markit Einkaufsmanagerindices als auch der Lending Survey würden wenig Einfluss auf das Handelsgeschehen haben. Die Investoren würden zurückhaltend bleiben und das Ergebnis der Tagung des EZB-Rats abwarten, bevor sie sich ggf. positionieren würden.
Als Marktkonsens für die Zukunft des QE-Programms scheine sich ein neues Volumen ab Januar 2018 von 30 Mrd. Euro pro Monat bei einer Laufzeit von neun Monaten durchzusetzen. Das würde bedeuten, dass die EZB am Ende des ersten bzw. zu Beginn des zweiten Halbjahres 2018 erneut über die Zukunft des QE-Programms entscheiden müsste. Dass nämlich bereits am Donnerstag ein Endtermin für die Stimulierungsmaßnahmen gesetzt werde, sei auf Basis der Aussagen von Mario Draghi unwahrscheinlich, auch wenn das nicht wenige Notenbankvertreter wohl gern hätten. Die Mehrheit der Mitglieder im EZB-Rat dürfte auf eine flexible Handhabung des Enddatums bestehen.
Die Kurse der Bundesanleihen dürften aufgrund der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen der spanischen Zentralregierung und der Katalonischen Regionalregierung tendenziell unterstützt bleiben. Eine Beilegung des Konfliktes zeichne sich nach wie vor nicht ab. Beide Seiten stünden sich wenig kompromissbereit gegenüber, sodass eine Eskalation der Lage in der Region nicht auszuschließen sei.
Außerdem würden Aussagen zur Steuerreform in den USA mit Interesse verfolgt. Das Repräsentantenhaus müsse ja ebenfalls über den Haushalt entscheiden. Dem Vernehmen nach unterscheide sich der bereits verabschiedete Plan des Senats von demjenigen des Repräsentantenhauses, sodass es zwischen beiden Kammern zu Verhandlungen kommen müsse, um einen gemeinsamen Plan zu entwickeln. Die Sicherstellung einer teilweisen Gegenfinanzierung dürfte sicher genauso thematisiert werden wie der Umgang mit dem zusätzlichen Haushaltsdefizit von 1.500 Mrd. USD über die kommenden zehn Jahre, wobei die Zahlen, die derzeit herumgereicht würden, nicht vom Congressional Budget Office stammen würden und damit als vorläufig zu betrachten seien.
Da die Investoren ihre Zurückhaltung heute kaum ablegen würden, sollte der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) kaum verändert in den Tag starten und sich im Tagesverlauf zwischen 161,00 und 162,40 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte heute zwischen 2,32 und 2,45% schwanken. (24.10.2017/alc/a/a)
In den kommenden Monaten werde das Wachstum demnach robust ausfallen. Wie sich die Kreditvergabe dazu entwickeln werde, könne aus dem Senior Lending Survey der EZB abgeleitet werden. Wahrscheinlich hätten die Banken ihre Kreditvergaberichtlinien für bestimmte Marktsegmente etwas verschärft (z. B. Immobilienfinanzierung).
Zugleich dürften sich die Kreditkunden über niedrige Margenanforderungen freuen, denn der Wettbewerb werde dazu beigetragen haben und dazu beitragen, dass die Margen gering bleiben würden. Auch das sollte dem Lending Survey zu entnehmen sein. Sowohl die Markit Einkaufsmanagerindices als auch der Lending Survey würden wenig Einfluss auf das Handelsgeschehen haben. Die Investoren würden zurückhaltend bleiben und das Ergebnis der Tagung des EZB-Rats abwarten, bevor sie sich ggf. positionieren würden.
Die Kurse der Bundesanleihen dürften aufgrund der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen der spanischen Zentralregierung und der Katalonischen Regionalregierung tendenziell unterstützt bleiben. Eine Beilegung des Konfliktes zeichne sich nach wie vor nicht ab. Beide Seiten stünden sich wenig kompromissbereit gegenüber, sodass eine Eskalation der Lage in der Region nicht auszuschließen sei.
Außerdem würden Aussagen zur Steuerreform in den USA mit Interesse verfolgt. Das Repräsentantenhaus müsse ja ebenfalls über den Haushalt entscheiden. Dem Vernehmen nach unterscheide sich der bereits verabschiedete Plan des Senats von demjenigen des Repräsentantenhauses, sodass es zwischen beiden Kammern zu Verhandlungen kommen müsse, um einen gemeinsamen Plan zu entwickeln. Die Sicherstellung einer teilweisen Gegenfinanzierung dürfte sicher genauso thematisiert werden wie der Umgang mit dem zusätzlichen Haushaltsdefizit von 1.500 Mrd. USD über die kommenden zehn Jahre, wobei die Zahlen, die derzeit herumgereicht würden, nicht vom Congressional Budget Office stammen würden und damit als vorläufig zu betrachten seien.
Da die Investoren ihre Zurückhaltung heute kaum ablegen würden, sollte der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) kaum verändert in den Tag starten und sich im Tagesverlauf zwischen 161,00 und 162,40 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte heute zwischen 2,32 und 2,45% schwanken. (24.10.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,725 € | 125,3577 € | 0,3673 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


