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Renten: Sichere Häfen halten sich gut - Fundamentale Lage robust
23.05.22 11:46
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Rentenmärkten bildete sich in der abgelaufenen Woche kein klarer Trend heraus, so die Experten von Union Investment.
Die sicheren Häfen hätten sich vergleichsweise gut gehalten. Dazu hätten Sorgen um eine stärkere Abkühlung der Konjunktur sowie leicht rückläufige Inflationserwartungen beigetragen. Kaum eine Rolle hätten zusätzliche Aussagen von Notenbankvertretern gespielt, dass eine Zinserhöhung durch die EZB im Juli denkbar sei. Bei den Staatsanleihen aus den Kernmärkten wie Deutschland und Frankreich seien zunächst Kursaufschläge verzeichnet worden. Zum Ende der Handelswoche hin hätten wieder leichte Abgaben eingesetzt, und die Renditen seien über alle Laufzeitenbereiche hinweg angestiegen.
Am Freitagmittag hätten zehnjährige deutsche Bundesanleihen bei 0,99 Prozent und zehnjährige französische Papiere bei knapp 1,5 Prozent und damit im Wochenvergleich marginal höher rentiert. Schwächer hätten sich die Papiere in der Euro-Peripherie entwickelt. Zehnjährige italienische Staatstitel hätten zuletzt mit 2,98 Prozent rentiert, womit sich der Risikoaufschlag gegenüber den Bundesanleihen leicht auf gut 198 Basispunkte ausgeweitet habe. Stark unter Druck hätten britische Staatsanleihen (Gilts) gestanden. Der Chefvolkswirt der britischen Notenbank (Bank of England) habe erklärt, der Inflationsschock auf der Insel könne schlimmer ausfallen als gedacht.
An den Märkten für Unternehmens- und Schwellenländeranleihen habe der Abwärtstrend angehalten. Unternehmenspapiere mit einer guten Anlagequalität (Investment Grade) hätten sich um 0,3 Prozent ermäßigt, und Hochzins-Unternehmenspapiere hätten 0,4 Prozent abgegeben. Die Marktteilnehmer hätten steigende Risikoprämien (Spreads) vor dem Hintergrund der sich abkühlenden Konjunkturindikatoren eingepreist. Im Einklang mit der Schwäche in anderen Risikoanlagen wie Aktien hätten die Credit-Märkte zur Wochenmitte unter Druck gestanden, doch habe bald darauf eine Erholung eingesetzt. Laut einer führenden Kreditratingagentur seien die Ausfälle im Unternehmenssektor weiter gesunken, das fundamentale Bild sehe weiterhin robust aus, habe es geheißen. Die Emissionstätigkeit sei zudem in der vergangenen Woche hoch geblieben.
Auch bei den Schwellenländeranleihen hätten sich die Risikoaufschläge in der zurückliegenden Woche ausgeweitet, gemessen am JP Morgan EMBI um rund 14 Basispunkte. Eine Sondersituation habe sich um Sri Lanka ergeben. Das Land habe angekündigt, seine in US-Dollar ausstehende Verbindlichkeiten zunächst nicht zu bedienen. Erst werde ein Schuldenrestrukturierungsplan umgesetzt. Das Land sei nun, so habe seine Zentralbank erklärt, in einen preemptive default, also einem präventiven Zahlungsausfall. Auch zwei große Ratingagenturen hätten das Land auf Zahlungsausfall gesetzt. (Ausgabe vom 20.05.2022) (23.05.2022/alc/a/a)
Die sicheren Häfen hätten sich vergleichsweise gut gehalten. Dazu hätten Sorgen um eine stärkere Abkühlung der Konjunktur sowie leicht rückläufige Inflationserwartungen beigetragen. Kaum eine Rolle hätten zusätzliche Aussagen von Notenbankvertretern gespielt, dass eine Zinserhöhung durch die EZB im Juli denkbar sei. Bei den Staatsanleihen aus den Kernmärkten wie Deutschland und Frankreich seien zunächst Kursaufschläge verzeichnet worden. Zum Ende der Handelswoche hin hätten wieder leichte Abgaben eingesetzt, und die Renditen seien über alle Laufzeitenbereiche hinweg angestiegen.
An den Märkten für Unternehmens- und Schwellenländeranleihen habe der Abwärtstrend angehalten. Unternehmenspapiere mit einer guten Anlagequalität (Investment Grade) hätten sich um 0,3 Prozent ermäßigt, und Hochzins-Unternehmenspapiere hätten 0,4 Prozent abgegeben. Die Marktteilnehmer hätten steigende Risikoprämien (Spreads) vor dem Hintergrund der sich abkühlenden Konjunkturindikatoren eingepreist. Im Einklang mit der Schwäche in anderen Risikoanlagen wie Aktien hätten die Credit-Märkte zur Wochenmitte unter Druck gestanden, doch habe bald darauf eine Erholung eingesetzt. Laut einer führenden Kreditratingagentur seien die Ausfälle im Unternehmenssektor weiter gesunken, das fundamentale Bild sehe weiterhin robust aus, habe es geheißen. Die Emissionstätigkeit sei zudem in der vergangenen Woche hoch geblieben.
Auch bei den Schwellenländeranleihen hätten sich die Risikoaufschläge in der zurückliegenden Woche ausgeweitet, gemessen am JP Morgan EMBI um rund 14 Basispunkte. Eine Sondersituation habe sich um Sri Lanka ergeben. Das Land habe angekündigt, seine in US-Dollar ausstehende Verbindlichkeiten zunächst nicht zu bedienen. Erst werde ein Schuldenrestrukturierungsplan umgesetzt. Das Land sei nun, so habe seine Zentralbank erklärt, in einen preemptive default, also einem präventiven Zahlungsausfall. Auch zwei große Ratingagenturen hätten das Land auf Zahlungsausfall gesetzt. (Ausgabe vom 20.05.2022) (23.05.2022/alc/a/a)


