Renten: Risk-off zum Wochenbeginn dürfte zu einer Abwärtsbias beim Bund-Future führen


11.12.17 12:30
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Die angelaufene Datenwoche bringt vor allem weitere Orientierung, was den Pfad der internationalen Notenbanken anbelangt: Am Mittwoch dürfte die FED den Leitzins um weitere 25 Basispunkte anheben, so die Analysten der National-Bank AG.

Diese Zinserhöhung sei hinreichend kommuniziert worden. Der Fokus der Märkte dürfte daher insbesondere auch auf dem begleitenden Wording bzw. dem weiteren Ausblick auf den Leitzinspfad liegen. So lasse sich aus den Erwartungen der Mitglieder des FOMC ableiten, dass die FED auch im kommenden Jahr an ihrem Kurs vorsichtiger aber kontinuierlicher Erhöhungen festhalte. Zwar sei die Inflation noch sehr gering, der angespannte Arbeitsmarkt lasse es aber angeraten erscheinen hier vorzubauen. Wenn dann die Löhne in den USA wieder stärker steigen würden, sei das Bremsmanöver der FED weiter gediehen, sodass es an den Kapitalmärkten nicht zu stärkeren Schwankungen komme.

Von Interesse dürften auch die längerfristigen Projektionen sein. Die Analysten würden erwarten, dass die FED auch in den kommenden Jahren an ihrem Erhöhungskurs festhalten dürfte: Die US-Konjunktur laufe derzeit einfach zu gut. So hätten auch die Daten vom Arbeitsmarkt klar oberhalb der Erwartungen gelegen. Hier hätten die Stellen um 228.000 Einheiten zugelegt. Insgesamt habe die Arbeitslosenquote bei dem sehr guten Wert von 4,1% verharrt.

Am Donnerstag werde die EZB abermals ihren Kurs bestätigen: Sie habe ja bereits eine Verlängerung ihrer Wertpapierkäufe bis mindestens September 2018 kommuniziert. Im Fokus dürften bei der Pressekonferenz die Prognosen für das Euroland stehen. Mit Blick auf die jüngste gute Entwicklung dürften allenthalben Aufwärtsrevisionen vorherrschen.

Präsident Draghi werde sich allen Optionen offenhalten wollen und noch keine Hinweise auf zukünftige Veränderung der beschlossenen und laufenden Programme geben: Die EZB bewege sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen der immer besseren wirtschaftlichen Indikation, die eigentlich höhere Zinssätze indiziere und dem Bemühen, die Zinsen nicht zu abrupt ansteigen zu lassen - also die laufende geldpolitische Therapie trotz der zunehmenden Gesundung des Patienten nicht zu früh abzubrechen.

Zum Wochenbeginn dürfte der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) bei weitgehend fehlenden Datenimpulsen aufgrund des traditionellen risk-on mit einer Abwärtsbias versehen sein: Die Analysten würden hier an ihrer Einschätzung festhalten, dass Renditeniveaus (10J Bunds) um 0,30% mit Blick auf die gute Entwicklung in Europa zu niedrig seien. Konkret würden die Analysten für heute eine Range zwischen 162,85 und 163,95 Indexpunkten sehen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte heute zwischen 2,32% und 2,42% notieren. (11.12.2017/alc/a/a)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
125,717 € 125,3577 € 0,3593 € +0,29% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 131,95 € 124,26 €