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Renten: Die Presseerklärung nach dem Ende der Tagung des FOMC im Fokus
03.05.17 09:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Konjunkturdaten aus den USA fielen in den vergangenen Tagen überwiegend wenig überzeugend aus, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Autoverkäufe hätten gestern keine Ausnahme gemacht. Trotz der massiven Preisnachlässe seien weniger Fahrzeuge verkauft worden, als es erwartet worden sei und die Lagerbestände der Händler würden steigen. Die gute wirtschaftliche Situation verleite die Konsumenten derzeit also nicht dazu, neue Autos in großem Umfang zu kaufen. Die Konsumenten würden außerdem ihre Spielräume, die sie durch den Anstieg der Immobilienpreise erhalten würden, nicht zu nutzen scheinen. Das sei vor dem Ausbrechen der Subprime-Krise in den USA ganz anders gewesen. Damals seien die gestiegenen Beleihungswerte dazu genutzt worden, zusätzliche Kredite aufzunehmen, die dann für Konsum genutzt worden seien.
Die US-Amerikaner würden entweder gelernt zu haben scheinen, seien deutlich vorsichtiger geworden, oder die Banken seien erheblicher restriktiver bei der Kreditvergabe geworden. Außerdem dürften viele US-Bürger die Entwicklungen in Washington mit einer Sorge betrachten, was sich sowohl in ihrer Stimmung als auch in der Stimmung des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbe niederschlagen dürfte. Bisher sei von der Administration viel versprochen, aber nichts umgesetzt worden. Letztlich, obwohl die Regierung es anders zu verkaufen versuche, sei die Sicherstellung der Finanzierung der USA bis September ein Kompromiss, der erheblich zu Lasten der Vorhaben der Trump-Administration gegangen sei. Daher sei es heute durchaus wahrscheinlich, dass der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe kräftiger zurückgehe, als es erwartet werde. Vorher werde es jedoch noch einige Daten aus dem Euroraum geben.
Die deutschen Arbeitsmarktdaten dürften einmal mehr zeigen, dass der Jobmotor hierzulande im April erneut sehr gut gelaufen sei. Der Euroraum dürfte zudem gut in das erste Quartal des laufenden Jahres gestartet sein, was das BIP für Q1 anzeigen werde. Und am Nachmittag werde man noch auf den ADP-Bericht schauen, der sich jedoch nicht als zuverlässiger Schätzer für den US-Arbeitsmarktbericht erwiesen habe.
Das wichtigste Ereignis des Tages sei ohne Zweifel die Presseerklärung der US-Notenbanker nach der Tagung des FOMC. Es dürften sich durchaus Hinweise finden lassen, dass es im Juni eine weitere Leitzinsanhebung geben werde. Zu dem zweiten Thema, dem Abbau der Notenbankbilanz, werde es jedoch nichts Neues geben. Die FED werde darauf hinweisen, dass sie den Abbau anstrebe, nichts Konkretes also. Das sei nämlich ein Thema, das erläutert werden müsse, also für eine Pressekonferenz.
Dazu werde die Investoren die Entwicklung in Griechenland bewegen. Es solle laut Aussagen aus Griechenland zwar eine grundsätzliche Einigung mit den Geldgebern geben. Doch der IWF scheine noch immer nicht finanziell an Bord zu sein, sodass hinter der Freigabe zusätzlicher Mittel aus dem Stützungspaket Fragezeichen stünden. Die Präsidentschaftswahl in Frankreich dürfte ebenfalls von Interesse sein. Schließlich schrumpfe der Vorsprung von Emmanuel Macron auf Marine Le Pen nach zahlreichen Umfragen. Ganz kalt lassen werde es die Anleger nicht.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte gut behauptet in den letzten Tag starten. Die Aufstockung der 2027er Bund dürfte einmal mehr schwierig werden. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 161,20 und 162,70 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,22 und 2,38% schwanken. (03.05.2017/alc/a/a)
Die Autoverkäufe hätten gestern keine Ausnahme gemacht. Trotz der massiven Preisnachlässe seien weniger Fahrzeuge verkauft worden, als es erwartet worden sei und die Lagerbestände der Händler würden steigen. Die gute wirtschaftliche Situation verleite die Konsumenten derzeit also nicht dazu, neue Autos in großem Umfang zu kaufen. Die Konsumenten würden außerdem ihre Spielräume, die sie durch den Anstieg der Immobilienpreise erhalten würden, nicht zu nutzen scheinen. Das sei vor dem Ausbrechen der Subprime-Krise in den USA ganz anders gewesen. Damals seien die gestiegenen Beleihungswerte dazu genutzt worden, zusätzliche Kredite aufzunehmen, die dann für Konsum genutzt worden seien.
Die US-Amerikaner würden entweder gelernt zu haben scheinen, seien deutlich vorsichtiger geworden, oder die Banken seien erheblicher restriktiver bei der Kreditvergabe geworden. Außerdem dürften viele US-Bürger die Entwicklungen in Washington mit einer Sorge betrachten, was sich sowohl in ihrer Stimmung als auch in der Stimmung des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbe niederschlagen dürfte. Bisher sei von der Administration viel versprochen, aber nichts umgesetzt worden. Letztlich, obwohl die Regierung es anders zu verkaufen versuche, sei die Sicherstellung der Finanzierung der USA bis September ein Kompromiss, der erheblich zu Lasten der Vorhaben der Trump-Administration gegangen sei. Daher sei es heute durchaus wahrscheinlich, dass der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe kräftiger zurückgehe, als es erwartet werde. Vorher werde es jedoch noch einige Daten aus dem Euroraum geben.
Das wichtigste Ereignis des Tages sei ohne Zweifel die Presseerklärung der US-Notenbanker nach der Tagung des FOMC. Es dürften sich durchaus Hinweise finden lassen, dass es im Juni eine weitere Leitzinsanhebung geben werde. Zu dem zweiten Thema, dem Abbau der Notenbankbilanz, werde es jedoch nichts Neues geben. Die FED werde darauf hinweisen, dass sie den Abbau anstrebe, nichts Konkretes also. Das sei nämlich ein Thema, das erläutert werden müsse, also für eine Pressekonferenz.
Dazu werde die Investoren die Entwicklung in Griechenland bewegen. Es solle laut Aussagen aus Griechenland zwar eine grundsätzliche Einigung mit den Geldgebern geben. Doch der IWF scheine noch immer nicht finanziell an Bord zu sein, sodass hinter der Freigabe zusätzlicher Mittel aus dem Stützungspaket Fragezeichen stünden. Die Präsidentschaftswahl in Frankreich dürfte ebenfalls von Interesse sein. Schließlich schrumpfe der Vorsprung von Emmanuel Macron auf Marine Le Pen nach zahlreichen Umfragen. Ganz kalt lassen werde es die Anleger nicht.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte gut behauptet in den letzten Tag starten. Die Aufstockung der 2027er Bund dürfte einmal mehr schwierig werden. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 161,20 und 162,70 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,22 und 2,38% schwanken. (03.05.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


