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Renten: Next Generation EU (NGEU) mit erster Anleihe
21.06.21 10:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Anfang Juni haben alle EU-Mitgliedsländer die Krisenhilfen der Europäischen Union (EU) durchgewunken, so die Experten von Union Investment.
Nach der Ausgabe von Social Bonds zur Finanzierung von europäischen Arbeitslosenhilfen (SURE) lege die EU-Kommission - stellvertretend für die Europäische Union - nun nach. Am Dienstag habe die Europäische Kommission nun erstmals Mittel zur Finanzierung des Wiederaufbaupakets Next Generation EU (NGEU) am Kapitalmarkt aufgenommen. Die NGEU-Bonds würden sich an institutionelle Investoren, aber auch an Privatanleger richten - Europa rücke am Kapitalmarkt näher an seine Bürgerinnen und Bürger. Bald sollten auch kurzlaufende Anleihen T-Bills und Grüne Anleihen (Green Bonds) folgen.
Die neue Anleihe sei auf eine sehr hohe Nachfrage unter Investoren gestoßen. Der letztlich 20 Milliarden Euro umfassende Bond mit einer Laufzeit von zehn Jahren habe im Orderbuch ein Zeichnungsvolumen von 142 Milliarden Euro hervorgerufen, was die Attraktivität der EU als sicheren Anlagehafen am Kapitalmarkt unterstreiche. Bis 2026 werde Europa zum größten supranationalen Emittenten und zum weltgrößten Emittenten von Grünen Anleihen werden. Bis 2026 wolle die Kommission für NGEU rund 800 Milliarden Euro bei Anlegern einsammeln, um Krisenhilfen für einzelne EU-Länder zu finanzieren und die europäische Wirtschaft nachhaltiger zu machen.
Nebenbei werde die EU damit auch zur größten Green-Bond-Emittentin der Welt und untermauere ihren Anspruch der nachhaltigen Transformation der Finanzmärkte. Voraussichtlich ab September sollten rund 250 Milliarden Euro des geplanten Finanzierungsvolumens über grüne Anleihen aufgenommen werden und zweckgebunden in Klimaschutzprojekte fließen.
Die EU-Mitgliedstaaten seien dabei verpflichtet, jederzeit sicherzustellen, dass das EU-Budget ausreiche, um die Verpflichtungen aus NGEU abzudecken. Damit würden NGEU-Bonds in der Vermögensaufteilung als gern genutztes Substitut für erstklassige Adressen im Staatsanleihenmarkt gelten. Zudem dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) perspektivisch diese Bonds - im Rahmen ihrer Anleihekaufprogramme - im Sekundärmarkt erwerben.
Mit Blick auf die Entwicklung an den Staatsanleihemärkten habe sich der Handel in der Berichtswoche recht volatil gezeigt. Im Nachgang zur FED-Sitzung hätten die US-Renditen deutlich geschwankt. Zunächst sei es zu einem deutlichen Renditeanstieg gekommen, infolge der FED-Sitzung seien vor allem die mittleren Laufzeiten unter Druck geraten (5 Jahre plus 12 Basispunkte). Zum Wochenschluss sei dann vor allem in den langen Laufzeiten eine Gegenbewegung zu beobachten gewesen. Zahlreiche Positionsbereinigungen im Rahmen der Inflationserwartungen hätten per saldo zu einer leichten Verflachung der US-Zinskurve geführt. Während die mittleren Laufzeiten ansteigende Renditen verzeichnet hätten, hätten Langläufer wie etwa die 30-jährigen US-Staatsanleihen Kursgewinne respektive rückläufige Rendite verbuchen können.
Die Bundesanleihen seien dem US-Markt gefolgt, wenngleich in deutlich abgemilderter Form, das heiße die Renditeausschläge hätten sich dort durchweg geringer als am US-Markt gezeigt. Die Spreadentwicklung in der Peripherie sei zumeist seitwärtsgerichtet gewesen. Der Gesamtindex für Euro-Staatsanleihen habe bis Donnerstagabend leicht im Minus gelegen.
Dies sei auch bei Euro-Unternehmenspapieren mit Rating Investment Grade der Fall gewesen. (Ausgabe vom 18.06.2021) (21.06.2021/alc/a/a)
Nach der Ausgabe von Social Bonds zur Finanzierung von europäischen Arbeitslosenhilfen (SURE) lege die EU-Kommission - stellvertretend für die Europäische Union - nun nach. Am Dienstag habe die Europäische Kommission nun erstmals Mittel zur Finanzierung des Wiederaufbaupakets Next Generation EU (NGEU) am Kapitalmarkt aufgenommen. Die NGEU-Bonds würden sich an institutionelle Investoren, aber auch an Privatanleger richten - Europa rücke am Kapitalmarkt näher an seine Bürgerinnen und Bürger. Bald sollten auch kurzlaufende Anleihen T-Bills und Grüne Anleihen (Green Bonds) folgen.
Die neue Anleihe sei auf eine sehr hohe Nachfrage unter Investoren gestoßen. Der letztlich 20 Milliarden Euro umfassende Bond mit einer Laufzeit von zehn Jahren habe im Orderbuch ein Zeichnungsvolumen von 142 Milliarden Euro hervorgerufen, was die Attraktivität der EU als sicheren Anlagehafen am Kapitalmarkt unterstreiche. Bis 2026 werde Europa zum größten supranationalen Emittenten und zum weltgrößten Emittenten von Grünen Anleihen werden. Bis 2026 wolle die Kommission für NGEU rund 800 Milliarden Euro bei Anlegern einsammeln, um Krisenhilfen für einzelne EU-Länder zu finanzieren und die europäische Wirtschaft nachhaltiger zu machen.
Die EU-Mitgliedstaaten seien dabei verpflichtet, jederzeit sicherzustellen, dass das EU-Budget ausreiche, um die Verpflichtungen aus NGEU abzudecken. Damit würden NGEU-Bonds in der Vermögensaufteilung als gern genutztes Substitut für erstklassige Adressen im Staatsanleihenmarkt gelten. Zudem dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) perspektivisch diese Bonds - im Rahmen ihrer Anleihekaufprogramme - im Sekundärmarkt erwerben.
Mit Blick auf die Entwicklung an den Staatsanleihemärkten habe sich der Handel in der Berichtswoche recht volatil gezeigt. Im Nachgang zur FED-Sitzung hätten die US-Renditen deutlich geschwankt. Zunächst sei es zu einem deutlichen Renditeanstieg gekommen, infolge der FED-Sitzung seien vor allem die mittleren Laufzeiten unter Druck geraten (5 Jahre plus 12 Basispunkte). Zum Wochenschluss sei dann vor allem in den langen Laufzeiten eine Gegenbewegung zu beobachten gewesen. Zahlreiche Positionsbereinigungen im Rahmen der Inflationserwartungen hätten per saldo zu einer leichten Verflachung der US-Zinskurve geführt. Während die mittleren Laufzeiten ansteigende Renditen verzeichnet hätten, hätten Langläufer wie etwa die 30-jährigen US-Staatsanleihen Kursgewinne respektive rückläufige Rendite verbuchen können.
Die Bundesanleihen seien dem US-Markt gefolgt, wenngleich in deutlich abgemilderter Form, das heiße die Renditeausschläge hätten sich dort durchweg geringer als am US-Markt gezeigt. Die Spreadentwicklung in der Peripherie sei zumeist seitwärtsgerichtet gewesen. Der Gesamtindex für Euro-Staatsanleihen habe bis Donnerstagabend leicht im Minus gelegen.
Dies sei auch bei Euro-Unternehmenspapieren mit Rating Investment Grade der Fall gewesen. (Ausgabe vom 18.06.2021) (21.06.2021/alc/a/a)


