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Renten: Die Kurse von Anleihen aus "sicheren Häfen" kamen gestern erheblich unter Druck
30.01.18 12:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Erwartungsgemäß gaben die Aussagen des niederländischen Notenbankchefs am gestrigen Handelstag nachgewirkt, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Anleihekurse seien gleich am Vormittag unter Druck geraten. Der Versuch der Beruhigung, den der Chefvolkswirt der EZB unternommen habe, habe den Renditeanstieg nicht bremsen können. Er wieder habe zwar die Position von Mario Draghi und damit immer noch einer Mehrheit im EZB-Rat geholt, wonach die Anleihekäufe solange nötig seien, bis das Inflationsziel der EZB nahezu erreicht und der Teuerungstrend stabil sei. Die Investoren scheinen sich inzwischen hingegen allmählich auf das Ende der Ankäufe einzustellen, so die Analysten der National-Bank AG.
Zugleich sehe es ganz danach aus, als ob die Länder im Euroraum, die als "sicherer Anlagehafen" wahrgenommen würden, diese Prämie nach und nach abgeben würden. So hätten sich die Kreditrisikoaufschläge von Italien, Portugal und Spanien gestern gegen die entsprechenden Bundesanleihen erneut eingeengt. Der seit Jahresbeginn zu beobachtende Trend setze sich fort. Die gute konjunkturelle Entwicklung in den Ländern dürfte daran einen nicht unwesentlichen Anteil haben. Das dürfte sich bspw. in den BIP-Daten für Q4 für den Euroraum ebenso heute widerspiegeln.
Der bereits veröffentlichte vorläufige Wert für das Q4 BIP Frankreichs habe heute Morgen bereist überzeugen können. Im weiteren Tagesverlauf würden die Investoren einen Blick auf die vorläufigen Daten zur deutschen Teuerung werfen. Neue Rückschlüsse auf die Politik der EZB werde das nicht geben. Schließlich schaue die EZB auf den gesamten Euroraum. Die Werte der Stimmungsindikatoren der Europäischen Kommission würden ebenfalls kaum neue Informationen bereitstellen. Die Wirtschaft im Euroraum befinde sich nach wie vor in ausgezeichneter Verfassung. Der Stimmungsindikator des Conference Boards werde bestätigen, dass sich die US-Konsumenten in einer ausgezeichneten Kauflaune befinden dürften.
Am Nachmittag starte die letzte FOMC-Tagung unter der Leitung von Janet Yellen. Morgen Abend auf der Pressekonferenz könnte es vielleicht etwas mehr Klarheit zum geldpolitischen Kurs geben. Die Investoren würden inzwischen damit beginnen, einen vierten Leitzinsschritt einzupreisen. Mit großer Spannung werde auch die erste Ansprache des US-Präsidenten - "State oft he Union" - erwartet. Neben dem Lob über die eigenen Erfolge erhoffe man sich Informationen über die Infrastrukturmaßnahmen.
Insgesamt seien die Vorgaben für den Handelsbeginn am Rentenmarkt eingetrübt. Die Kursverluste aus den asiatischen Aktienmärkten dürften kaum stützend wirken. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte zwar mit einem kleinen Plus starten. Es dürfte ihm aber schwer fallen, dieses zu verteidigen. Er sollte sich zwischen 158,40 und 159,70 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,63 und 2,76% schwanken. (30.01.2018/alc/a/a)
Die Anleihekurse seien gleich am Vormittag unter Druck geraten. Der Versuch der Beruhigung, den der Chefvolkswirt der EZB unternommen habe, habe den Renditeanstieg nicht bremsen können. Er wieder habe zwar die Position von Mario Draghi und damit immer noch einer Mehrheit im EZB-Rat geholt, wonach die Anleihekäufe solange nötig seien, bis das Inflationsziel der EZB nahezu erreicht und der Teuerungstrend stabil sei. Die Investoren scheinen sich inzwischen hingegen allmählich auf das Ende der Ankäufe einzustellen, so die Analysten der National-Bank AG.
Der bereits veröffentlichte vorläufige Wert für das Q4 BIP Frankreichs habe heute Morgen bereist überzeugen können. Im weiteren Tagesverlauf würden die Investoren einen Blick auf die vorläufigen Daten zur deutschen Teuerung werfen. Neue Rückschlüsse auf die Politik der EZB werde das nicht geben. Schließlich schaue die EZB auf den gesamten Euroraum. Die Werte der Stimmungsindikatoren der Europäischen Kommission würden ebenfalls kaum neue Informationen bereitstellen. Die Wirtschaft im Euroraum befinde sich nach wie vor in ausgezeichneter Verfassung. Der Stimmungsindikator des Conference Boards werde bestätigen, dass sich die US-Konsumenten in einer ausgezeichneten Kauflaune befinden dürften.
Am Nachmittag starte die letzte FOMC-Tagung unter der Leitung von Janet Yellen. Morgen Abend auf der Pressekonferenz könnte es vielleicht etwas mehr Klarheit zum geldpolitischen Kurs geben. Die Investoren würden inzwischen damit beginnen, einen vierten Leitzinsschritt einzupreisen. Mit großer Spannung werde auch die erste Ansprache des US-Präsidenten - "State oft he Union" - erwartet. Neben dem Lob über die eigenen Erfolge erhoffe man sich Informationen über die Infrastrukturmaßnahmen.
Insgesamt seien die Vorgaben für den Handelsbeginn am Rentenmarkt eingetrübt. Die Kursverluste aus den asiatischen Aktienmärkten dürften kaum stützend wirken. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte zwar mit einem kleinen Plus starten. Es dürfte ihm aber schwer fallen, dieses zu verteidigen. Er sollte sich zwischen 158,40 und 159,70 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,63 und 2,76% schwanken. (30.01.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,3190 € | 125,3577 € | -0,0387 € | -0,03% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


