Renten: Janet Yellen zeichnete ein positives Bild von US- und Weltwirtschaft


30.11.17 10:45
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Für die deutlichen Kursverluste an den Anleihemärkten gab es gestern mehrere Ursachen, berichten die Analysten der National-Bank AG.

So seien die Preise aufgrund des Einflusses der Energiepreise in Deutschland etwas stärker gestiegen, als es erwartet worden sei. Die zweite Schätzung für das US-BIP für Q3 habe mit annualisierten 3,3% ebenfalls über den Erwartungen gelegen. Zudem habe die US-Notenbankchefin bei ihrer Anhörung von dem gemeinsamen Ausschuss von Senat und Repräsentantenhaus ein positives Bild für die US- und auch die Weltwirtschaft gezeichnet. Weitere Leitzinsanhebungen würden also kommen, die nächste wohl am 13. Dezember. Da ihr designierter Nachfolge an dem geldpolitischen Kurs festhalten werde, stünden die Zeichen derzeit auf zahlreiche Leitzinsschritte in 2018.

Im Beige Book hätten sich ebenfalls viele Hinweise darauf gefunden, dass die US-Wirtschaft Fahrt aufnehme. Es sei aus verschiedenen FED-Distrikten berichtet worden, dass sich allmählich Preisdruck aufbaue, vom angespannten Arbeitsmarkt ganz abgesehen. Außerdem scheine es Bewegung in den Gesprächen zwischen der EU und UK zu den Austrittskonditionen zu geben. Verschiedenen Meldungen zu Folge hätten sich die Parteien auf einen Rahmen für die finanziellen Forderungen der EU an UK geeinigt. Es könnte demnach eine echte Chance bestehen, dass auf dem EU-Gipfel am 13./14. Dezember die nächste Phase der Austrittsgespräche eingeleitet werden könne.

Heute Morgen habe es erfreuliche Neuigkeiten aus China gegeben. Die Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe hätten positiv überraschen können. Die chinesische Wirtschaft bleibe auf Expansionskurs. Im weiteren Tagesverlauf stünden zahlreiche Konjunkturindikatoren auf der Agenda. Der Fokus dürfte auf den Preisdaten liegen. Die Teuerung dürfte in Europa im November etwas mehr Dynamik entfaltet haben. Das EZB-Ziel sei aber noch etwas entfernt. Mit dem niederländischen Vertreter im EZB-Rat habe sich gestern erneut ein Notenbanker zu Wort gemeldet, der das QE-Programm durchaus kritisch sehe und es lieber früher als später beenden möchte.

Inzwischen gebe es erste Spekulationen darüber, wie es nach September 2018 weiter gehe. Derzeit dürfte eine weitere Verlängerung bis Jahresende 2018 wahrscheinlich sein. Dann sollte aber Schluss mit den Ankäufen sein. Auch aus den USA würden mit den PCE-Deflatoren Preisdaten veröffentlicht. Neue Impulse würden sie jedoch noch nicht geben. Ebenso wenig würden die Notenbanker, die sich heute äußern würden, etwas Neues zu verkünden haben. Die US-amerikanischen Vertreter dürften erneut auf die Leitzinsanhebung im Dezember hinarbeiten.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte heute Morgen mit leichten Verlusten in den Tag starten. Die Rollaktivitäten in den März-Kontrakt dürften zunehmen. Im Tagesverlauf dürfte er sich zwischen 162,05 und 163,30 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,32 und 2,45% schwanken. (30.11.2017/alc/a/a)





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