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Renten: Jackson Hole im Zentrum des Interesses - 16 Uhr: Janet Yellen, 21 Uhr: Mario Draghi
25.08.17 08:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Bevor die zurzeit beiden wichtigsten Notenbanker der Welt; Janet Yellen um 16 Uhr und Mario Dragi um 21 Uhr, ihre Ansprachen in Jackson Hole halten, ist zumindest der ifo-Geschäftsklimaindikator, der heute Vormittag veröffentlicht wird, einen Blick wert, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Daten würden zwar keine neuen Erkenntnisse liefern. Sie würden aber das bestätigen, was sich sowohl in den Markit Einkaufsmanagerindices als auch den harten Daten ablesen lasse: Die deutsche Wirtschaft befinde sich in einer ausgezeichneten Verfassung, und die Unternehmen würden weiterhin optimistisch in die Zukunft schauen. Möglicherweise habe der etwas festere Euro die Stimmung der Exporteure leicht eingetrübt. Das dürfte jedoch durch die robuste Binnenkonjunktur wettgemacht worden sein.
Alles in allem dürfe man mit einem für deutsche Verhältnisse starken Wachstum in den kommenden Monaten rechnen. Die BIP-Daten für Q2 würden nichts Überraschendes bereithalten. Vielleicht gebe es zwischen den einzelnen Komponenten Verschiebungen, was nicht ungewöhnlich wäre. Ansonsten sollte den Auftragseingängen für langlebige US-Wirtschaftsgüter etwas Aufmerksamkeit zu Teil werden. Der erwartete starke Rückgang des vorläufigen Wertes sei vor allem auf Basiseffekte zurückzuführen, da im Vormonat sehr viele Transportgüter geordert worden seien, die im Juli weggefallen seien.
Insgesamt würden die Daten vermutlich wenig Einfluss auf den Rentenhandel haben, denn die Investoren würden gebannt auf die beiden Auftritte der Notenbanker warten. Wer jedoch Neuigkeiten hinsichtlich des künftigen geldpolitischen Kurses oder gar konkrete Aussagen erwarte, werde enttäuscht werden. Die beiden Notenbanker würden es versuchen zu vermeiden, Aussagen zu treffen, die von den Investoren missinterpretiert werden könnten. Daher werde es keine neuen Erkenntnisse zur Geldpolitik, also Aussagen zum Tapering von Mario Draghi und Informationen zur Reduzierung der Bilanzsumme sowie einem weiteren Zinsschritt im Dezember durch Janet Yellen, geben.
Selbst Einschätzungen zu dem Phänomen der geringen Preisdynamik bei einer robusten wirtschaftlichen Entwicklung würden die Notenbanker zu vermeiden suchen, denn selbst daraus könnten die Anleger ja falsche Schlüsse für die Geldpolitik ziehen. Und Unruhe bzw. Volatilität würden die Zentralbanker zu vermeiden suchen. Es sei also tatsächlich möglich, dass die Auftritte zu non-events würden, sodass sich die Investoren bis zu den nächsten Tagungen der geldpolitischen Entscheidungsgremien gedulden müssten, bis es neue Informationen gebe.
Die Entwicklungen im Weißen Haus und auf der koreanischen Halbinsel sollten ebenfalls nicht ganz aus den Augen verloren werden. Die Sorge vor einer Schließung der öffentlichen Verwaltung in den USA bleibe ebenso wie die Möglichkeit einer Eskalation des Konflikts in Korea.
Die Marktakteure würden sich erst einmal in Zurückhaltung üben. Vor den Auftritten der Notenbanker werde es kaum Handel geben. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte wenig verändert in den Freitag starten. Mit dem Auftritt von Janet Yellen dürfte sich der Handel beleben, ebenso mit der Ansprache von Mario Draghi. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 163,85 und 165,55 bewegen, wobei Gewinnmitnahmen am Tagesende durchaus wahrscheinlich seien. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,13 und 2,28% schwanken. (25.08.2017/alc/a/a)
Die Daten würden zwar keine neuen Erkenntnisse liefern. Sie würden aber das bestätigen, was sich sowohl in den Markit Einkaufsmanagerindices als auch den harten Daten ablesen lasse: Die deutsche Wirtschaft befinde sich in einer ausgezeichneten Verfassung, und die Unternehmen würden weiterhin optimistisch in die Zukunft schauen. Möglicherweise habe der etwas festere Euro die Stimmung der Exporteure leicht eingetrübt. Das dürfte jedoch durch die robuste Binnenkonjunktur wettgemacht worden sein.
Alles in allem dürfe man mit einem für deutsche Verhältnisse starken Wachstum in den kommenden Monaten rechnen. Die BIP-Daten für Q2 würden nichts Überraschendes bereithalten. Vielleicht gebe es zwischen den einzelnen Komponenten Verschiebungen, was nicht ungewöhnlich wäre. Ansonsten sollte den Auftragseingängen für langlebige US-Wirtschaftsgüter etwas Aufmerksamkeit zu Teil werden. Der erwartete starke Rückgang des vorläufigen Wertes sei vor allem auf Basiseffekte zurückzuführen, da im Vormonat sehr viele Transportgüter geordert worden seien, die im Juli weggefallen seien.
Selbst Einschätzungen zu dem Phänomen der geringen Preisdynamik bei einer robusten wirtschaftlichen Entwicklung würden die Notenbanker zu vermeiden suchen, denn selbst daraus könnten die Anleger ja falsche Schlüsse für die Geldpolitik ziehen. Und Unruhe bzw. Volatilität würden die Zentralbanker zu vermeiden suchen. Es sei also tatsächlich möglich, dass die Auftritte zu non-events würden, sodass sich die Investoren bis zu den nächsten Tagungen der geldpolitischen Entscheidungsgremien gedulden müssten, bis es neue Informationen gebe.
Die Entwicklungen im Weißen Haus und auf der koreanischen Halbinsel sollten ebenfalls nicht ganz aus den Augen verloren werden. Die Sorge vor einer Schließung der öffentlichen Verwaltung in den USA bleibe ebenso wie die Möglichkeit einer Eskalation des Konflikts in Korea.
Die Marktakteure würden sich erst einmal in Zurückhaltung üben. Vor den Auftritten der Notenbanker werde es kaum Handel geben. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte wenig verändert in den Freitag starten. Mit dem Auftritt von Janet Yellen dürfte sich der Handel beleben, ebenso mit der Ansprache von Mario Draghi. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 163,85 und 165,55 bewegen, wobei Gewinnmitnahmen am Tagesende durchaus wahrscheinlich seien. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,13 und 2,28% schwanken. (25.08.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


