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Renten: Der Haushaltsentwurf passiert den US-Senat
20.10.17 08:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die neuen Wirtschaftsdaten werden heute kaum Bewegung in die Kapitalmärkte bringen, so die Analysten der National-Bank AG.
Das Tagesereignis dürften die Aussagen von Janet Yellen sein, die sich jedoch erst nach Mitternacht europäischer Zeit äußern werde. Dementsprechend werde die Verarbeitung ihrer Aussagen eher im frühen asiatischen Handel am Montagmorgen erfolgen. Neue Einblicke in die künftige Geldpolitik werde sie wahrscheinlich nicht anzubieten haben. Da sie sich mit der Geldpolitik seit Ausbruch der Finanzmarktkrise auseinandersetze, könnte es aber ein paar Aussagen zur Inflationsentwicklung geben, insbesondere eine Ursachenanalyse, warum die Teuerungsdynamik trotz robuster wirtschaftlicher Entwicklung vergleichsweise schwach sei, auch wenn die FED die Ursachen dafür bislang nicht vollständig verstehe.
Die FED stehe außerdem wegen der Besetzung des Chefpostens im Mittelpunkt des Interesses. Nach übereinstimmenden Medienaussagen scheine eine Entscheidung näher zu rücken, wen der US-Präsident vorschlagen werde. Als Favoriten würden derzeit Jerome Powell und John Taylor gelten. Wenn das Rennen tatsächlich zwischen den beiden Kandidaten entschieden werden solle, würde Powell besser in die Überlegungen des US-Präsidenten passen, da er den eingeschlagenen Kurs der FED mit großer Wahrscheinlichkeit fortsetzen würde. Und sollten die Steuerpläne der US-Administration tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, sei die US-Regierung auf eine günstige Refinanzierung angewiesen.
Die Investoren würden aktuell schätzen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Steuerreform zugenommen habe. Auslöser für diese Einschätzung sei der Beschluss einer Resolution im Senat, die für die Fortsetzung der Arbeit an den Haushaltsplänen notwendig gewesen sei. Dieser Beschluss sehe zudem vor, dass Haushaltsgesetze mit einfacher Mehrheit im Senat beschlossen werden könnten. Kompromisse mit den Demokraten wären also nicht notwendig, wenn die republikanische Senatsmehrheit stehe. Letzteres sei jedoch von den konkreten Steuerplänen abhängig, die letztlich zur Abstimmung gestellt würden. Aufgrund der Aussagen einiger einflussreicher US-Senatoren, u. a. McCain, Corker, sei es bis zu einer mehrheitsfähigen Steuerreform noch ein sehr weiter Weg.
Im Euroraum bleibe Spanien weiterhin ein wichtiges Thema. Immerhin sei es dem spanischen Treasury gestern gelungen, die Anleihen vergleichsweise problemlos zu platzieren. Es seien zwar Zugeständnisse notwendig gewesen. Der Zugang zum Kapitalmarkt sei nicht gefährdet. Derweil würden die Vorbereitungen in Madrid weiter gehen, die Autonomie Kataloniens auszuheben und die Regierungsgeschäfte in der Region zu übernehmen. Tendenziell sollte das die Kurse von Bundesanleihen stützen und sich eher negativ auf die Peripherie auswirken. Auch die Diskussion um die Besetzung des Chefpostens der italienischen Notenbank fördere nicht unbedingt das Vertrauen in die Peripherie.
Vor dem Hintergrund der in der kommenden Woche anstehenden Tagung des EZB-Rats würden die Investoren in den kommenden Tagen sehr vorsichtig agieren. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte aufgrund der Vorgaben aus dem asiatischen Handel mit Verlusten in den Tag starten und sich im Tagesverlauf zwischen 161,60 und 162,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte heute zwischen 2,27 und 2,40% schwanken. (20.10.2017/alc/a/a)
Das Tagesereignis dürften die Aussagen von Janet Yellen sein, die sich jedoch erst nach Mitternacht europäischer Zeit äußern werde. Dementsprechend werde die Verarbeitung ihrer Aussagen eher im frühen asiatischen Handel am Montagmorgen erfolgen. Neue Einblicke in die künftige Geldpolitik werde sie wahrscheinlich nicht anzubieten haben. Da sie sich mit der Geldpolitik seit Ausbruch der Finanzmarktkrise auseinandersetze, könnte es aber ein paar Aussagen zur Inflationsentwicklung geben, insbesondere eine Ursachenanalyse, warum die Teuerungsdynamik trotz robuster wirtschaftlicher Entwicklung vergleichsweise schwach sei, auch wenn die FED die Ursachen dafür bislang nicht vollständig verstehe.
Die Investoren würden aktuell schätzen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Steuerreform zugenommen habe. Auslöser für diese Einschätzung sei der Beschluss einer Resolution im Senat, die für die Fortsetzung der Arbeit an den Haushaltsplänen notwendig gewesen sei. Dieser Beschluss sehe zudem vor, dass Haushaltsgesetze mit einfacher Mehrheit im Senat beschlossen werden könnten. Kompromisse mit den Demokraten wären also nicht notwendig, wenn die republikanische Senatsmehrheit stehe. Letzteres sei jedoch von den konkreten Steuerplänen abhängig, die letztlich zur Abstimmung gestellt würden. Aufgrund der Aussagen einiger einflussreicher US-Senatoren, u. a. McCain, Corker, sei es bis zu einer mehrheitsfähigen Steuerreform noch ein sehr weiter Weg.
Im Euroraum bleibe Spanien weiterhin ein wichtiges Thema. Immerhin sei es dem spanischen Treasury gestern gelungen, die Anleihen vergleichsweise problemlos zu platzieren. Es seien zwar Zugeständnisse notwendig gewesen. Der Zugang zum Kapitalmarkt sei nicht gefährdet. Derweil würden die Vorbereitungen in Madrid weiter gehen, die Autonomie Kataloniens auszuheben und die Regierungsgeschäfte in der Region zu übernehmen. Tendenziell sollte das die Kurse von Bundesanleihen stützen und sich eher negativ auf die Peripherie auswirken. Auch die Diskussion um die Besetzung des Chefpostens der italienischen Notenbank fördere nicht unbedingt das Vertrauen in die Peripherie.
Vor dem Hintergrund der in der kommenden Woche anstehenden Tagung des EZB-Rats würden die Investoren in den kommenden Tagen sehr vorsichtig agieren. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte aufgrund der Vorgaben aus dem asiatischen Handel mit Verlusten in den Tag starten und sich im Tagesverlauf zwischen 161,60 und 162,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte heute zwischen 2,27 und 2,40% schwanken. (20.10.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,3724 € | 125,3577 € | 0,0147 € | +0,01% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


