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Renten: Die FED-Chefin behält ihren eingeschlagenen Kurs bei, sodass sie nichts Neues zu berichten wusste
11.04.17 09:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Letztlich hatten die Aussagen der FED-Chefin gestern wenig Erkenntniswert, so die Analysten der National-Bank AG.
Sie sehe die US-Wirtschaft auf gutem Weg, die Ziele der FED demnächst zu erreichen. Das spreche für die Fortsetzung der moderaten Straffung der Geldpolitik in den nächsten Monaten. Zum Abbau der Bilanz habe es ebenfalls keine neuen Informationen gegeben. Insgesamt hätten sich die Aussagen als non-event erwiesen.
Passend zum weltweiten Konjunkturoptimismus habe die Chefin des IWFs eine leichte Verbesserung der Wachstumsperspektiven in Aussicht gestellt. Nächste Woche werde der aktualisierte World Economic Outlook vorgestellt, in dem sich wohl leicht erhöhte Wachstumsprognosen wieder finden lassen würden. Einmal mehr sei die deutsche Regierung dazu aufgefordert worden, den hohen Leistungsbilanzüberschuss durch mehr inländische Investitionen zu reduzieren.
Nach dem Treffen der europäischen Finanzminister auf Malta mit der grundsätzlichen Einigung zur Griechenlandthematik habe der griechische Regierungschef erneut Erleichterungen beim Schuldendienst verlangt, bevor die zusätzlichen Reformmaßnahmen in die Tat umgesetzt würden. Das dürfte jedoch eher ein innenpolitisches Manöver sein, da seine Regierung im Inland massiv unter Druck stehe und die Zustimmungswerte erodieren würden. Große Alternativen habe er jedoch nicht.
Die Gläubiger würden auf die Umsetzung der neu vereinbarten Maßnahmen bestehen und zwar ohne Gegenleistung, um den IWF so schnell wie möglich wieder finanziell an Bord zu bekommen. Auch wenn auf Malta so getan worden sei, als ob die Abarbeitung der noch fehlenden Punkte mehr oder weniger nur noch eine Formsache sei, wäre es nicht verwunderlich, wenn sich die Auszahlung wieder bis kurz vor knapp, also der Fälligkeit einer größeren Verbindlichkeit Griechenlands im Juli, hinziehen würde.
Nach der letzten Debatte der französischen Präsidentschaftskandidaten sei deutlich geworden, dass es zu einem Vierkampf um den Einzug in die Stichwahl am 7. Mai kommen könne. Inzwischen lägen nach den aktuellen Umfragen tatsächlich vier Kandidaten so eng beieinander, dass es aufgrund der statistischen Ungenauigkeiten bei Umfragen kaum noch prognostizierbar sei, wer letztlich in die Stichwahl einziehen werde. Nun habe auch der linksgerichtete Kandidat eine Chance auf die Stichwahl. Entsprechend verunsichert seien nun die Investoren.
Impulse für den Handel seien heute kaum auszumachen. Der ZEW sowie Daten zur europäischen Industrieproduktion würden veröffentlicht. Da seien die Preisdaten, die heute Morgen in UK bekanntgegeben würden, schon interessanter. Die Dynamik des Preisauftriebs solle auf der Insel nachgelassen haben, was den Handlungsdruck auf die Bank of England verringern würde. Die Notenbanker würden mit keinen neuen Informationen aufwarten.
Gegen Abend könnte sich die Aufstockung der 10-jährigen T-Notes als kleines Problem erweisen. Schließlich sei eine Rendite von um die 2,33% nicht sonderlich attraktiv. Hier könnten die Investoren versuchen, Zugeständnisse vom US-Treasury zu erzwingen. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte gut behauptet in den Tag starten. Im Tagesverlauf dürfte er sich zwischen 162,45 und 163,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,27 und 2,45% schwanken. (11.04.2017/alc/a/a)
Sie sehe die US-Wirtschaft auf gutem Weg, die Ziele der FED demnächst zu erreichen. Das spreche für die Fortsetzung der moderaten Straffung der Geldpolitik in den nächsten Monaten. Zum Abbau der Bilanz habe es ebenfalls keine neuen Informationen gegeben. Insgesamt hätten sich die Aussagen als non-event erwiesen.
Passend zum weltweiten Konjunkturoptimismus habe die Chefin des IWFs eine leichte Verbesserung der Wachstumsperspektiven in Aussicht gestellt. Nächste Woche werde der aktualisierte World Economic Outlook vorgestellt, in dem sich wohl leicht erhöhte Wachstumsprognosen wieder finden lassen würden. Einmal mehr sei die deutsche Regierung dazu aufgefordert worden, den hohen Leistungsbilanzüberschuss durch mehr inländische Investitionen zu reduzieren.
Die Gläubiger würden auf die Umsetzung der neu vereinbarten Maßnahmen bestehen und zwar ohne Gegenleistung, um den IWF so schnell wie möglich wieder finanziell an Bord zu bekommen. Auch wenn auf Malta so getan worden sei, als ob die Abarbeitung der noch fehlenden Punkte mehr oder weniger nur noch eine Formsache sei, wäre es nicht verwunderlich, wenn sich die Auszahlung wieder bis kurz vor knapp, also der Fälligkeit einer größeren Verbindlichkeit Griechenlands im Juli, hinziehen würde.
Nach der letzten Debatte der französischen Präsidentschaftskandidaten sei deutlich geworden, dass es zu einem Vierkampf um den Einzug in die Stichwahl am 7. Mai kommen könne. Inzwischen lägen nach den aktuellen Umfragen tatsächlich vier Kandidaten so eng beieinander, dass es aufgrund der statistischen Ungenauigkeiten bei Umfragen kaum noch prognostizierbar sei, wer letztlich in die Stichwahl einziehen werde. Nun habe auch der linksgerichtete Kandidat eine Chance auf die Stichwahl. Entsprechend verunsichert seien nun die Investoren.
Impulse für den Handel seien heute kaum auszumachen. Der ZEW sowie Daten zur europäischen Industrieproduktion würden veröffentlicht. Da seien die Preisdaten, die heute Morgen in UK bekanntgegeben würden, schon interessanter. Die Dynamik des Preisauftriebs solle auf der Insel nachgelassen haben, was den Handlungsdruck auf die Bank of England verringern würde. Die Notenbanker würden mit keinen neuen Informationen aufwarten.
Gegen Abend könnte sich die Aufstockung der 10-jährigen T-Notes als kleines Problem erweisen. Schließlich sei eine Rendite von um die 2,33% nicht sonderlich attraktiv. Hier könnten die Investoren versuchen, Zugeständnisse vom US-Treasury zu erzwingen. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte gut behauptet in den Tag starten. Im Tagesverlauf dürfte er sich zwischen 162,45 und 163,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,27 und 2,45% schwanken. (11.04.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5944 € | 125,717 € | -0,1226 € | -0,10% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


