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Renten: Der Euroraum ist mit Schwung in das laufende Jahr gestartet
16.05.17 09:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Während das griechische BIP-Wachstum im ersten Quartal rückläufig ausfiel, konnte Portugal die Schätzungen deutlich übertreffen, so die Analysten der National-Bank AG.
Das Land dürfte dabei unter anderem vom Tourismus profitiert haben, während in Griechenland Tristesse herrsche. Das jedoch allein auf die fehlende Unterstützung der Geldgeber zu schieben, wie es die griechische Regierung es einmal mehr versuche, sei wenig glaubhaft. Vielmehr würden die Anstrengungen, das Land endlich wettbewerbsfähig zu machen und damit Investoren anzulocken, bislang kaum Früchte zu tragen scheinen. Ob sich das ändern werde, wenn die nächsten Tranchen aus dem Stützungspaket an das Land freigegeben würden, dürfe bezweifelt werden.
Ansonsten hätten die Investoren gestern nach Orientierung gesucht: Im Fokus stehe dabei, wie sollte es anders sein, die Politik der FED. Trotz der etwas schwächeren US-Daten werde sich die FED kaum von ihrem aktuellen geldpolitischen Kurs abbringen lassen. Dazu sind und waren die Aussagen der überwiegenden Zahl der FED-Vertreter zu eindeutig, so die Analysten der National-Bank AG. Die FED Funds Zielzone werde weiter angehoben. Zurzeit lasse sich nämlich kein Faktor ausmachen, der dem entgegenstehe. Die Geldpolitik der US-Notenbanker sei auf Basis des aktuellen Leitzinsniveaus sowieso immer noch als sehr expansiv einzustufen.
Das Renditeniveau dürfte Unternehmen und Konsumenten kaum davon abhalten, Investitionen nicht zu tätigen. Die US-Notenbanker würden die Ausweitung der Verschuldung der privaten Haushalte und Unternehmen vielmehr mit Sorge betrachten. Heute gebe es erste Neuigkeiten zur Bauaktivität, denn es werde die Zahl der Baubeginne und Baugenehmigungen veröffentlicht. Beide Werte dürften auf einem soliden Niveau verharren, sodass der Bau in den kommenden Quartalen einen Beitrag zum Wachstum leisten dürfte. Im Tagesverlauf stünden Daten zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung auf der Agenda. Alles andere als ein Anstieg der Industrieproduktion im Monatsvergleich wäre eine Enttäuschung.
Am Vormittag dürfte das Augenmerk jedoch auf Europa liegen. Neben dem ZEW-Indikator werde das BIP für den Euroraum für das erste Quartal veröffentlicht. Der Start in das Jahr 2017 sollte nach bisher vorliegenden Informationen geglückt sein. Und so dürfte es mindestens im zweiten Quartal und wahrscheinlich gemäß vorlaufender Indikatoren auch im dritten Quartal des Jahres weiter gehen.
Die Investoren würden dennoch weiter nach Orientierung suchen. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte zwar mit einer behaupteten Tendenz in den Handelstag starten. Doch könnten die zahlreichen, noch anstehenden Emissionen aus dem Staatsanleihesektor für Belastung sorgen. So könnte heute eine neue 30-jährige französische Staatsanleihe via Syndikat begeben werden. Als stützend dürfte sich die politische Lage im Euroraum erweisen.
Einerseits habe die Wahl von Emmanuel Macron zwar für Erleichterung gesorgt. Andererseits seien die Koalitionsverhandlungen in den Niederlanden gescheitert, und auch in Österreich würden Neuwahlen mit einem Ergebnis drohen, das die Situation im Euroraum nicht leichter mache. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 159,95 und 161,20 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,27 und 2,40% schwanken. (16.05.2017/alc/a/a)
Das Land dürfte dabei unter anderem vom Tourismus profitiert haben, während in Griechenland Tristesse herrsche. Das jedoch allein auf die fehlende Unterstützung der Geldgeber zu schieben, wie es die griechische Regierung es einmal mehr versuche, sei wenig glaubhaft. Vielmehr würden die Anstrengungen, das Land endlich wettbewerbsfähig zu machen und damit Investoren anzulocken, bislang kaum Früchte zu tragen scheinen. Ob sich das ändern werde, wenn die nächsten Tranchen aus dem Stützungspaket an das Land freigegeben würden, dürfe bezweifelt werden.
Ansonsten hätten die Investoren gestern nach Orientierung gesucht: Im Fokus stehe dabei, wie sollte es anders sein, die Politik der FED. Trotz der etwas schwächeren US-Daten werde sich die FED kaum von ihrem aktuellen geldpolitischen Kurs abbringen lassen. Dazu sind und waren die Aussagen der überwiegenden Zahl der FED-Vertreter zu eindeutig, so die Analysten der National-Bank AG. Die FED Funds Zielzone werde weiter angehoben. Zurzeit lasse sich nämlich kein Faktor ausmachen, der dem entgegenstehe. Die Geldpolitik der US-Notenbanker sei auf Basis des aktuellen Leitzinsniveaus sowieso immer noch als sehr expansiv einzustufen.
Am Vormittag dürfte das Augenmerk jedoch auf Europa liegen. Neben dem ZEW-Indikator werde das BIP für den Euroraum für das erste Quartal veröffentlicht. Der Start in das Jahr 2017 sollte nach bisher vorliegenden Informationen geglückt sein. Und so dürfte es mindestens im zweiten Quartal und wahrscheinlich gemäß vorlaufender Indikatoren auch im dritten Quartal des Jahres weiter gehen.
Die Investoren würden dennoch weiter nach Orientierung suchen. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte zwar mit einer behaupteten Tendenz in den Handelstag starten. Doch könnten die zahlreichen, noch anstehenden Emissionen aus dem Staatsanleihesektor für Belastung sorgen. So könnte heute eine neue 30-jährige französische Staatsanleihe via Syndikat begeben werden. Als stützend dürfte sich die politische Lage im Euroraum erweisen.
Einerseits habe die Wahl von Emmanuel Macron zwar für Erleichterung gesorgt. Andererseits seien die Koalitionsverhandlungen in den Niederlanden gescheitert, und auch in Österreich würden Neuwahlen mit einem Ergebnis drohen, das die Situation im Euroraum nicht leichter mache. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 159,95 und 161,20 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,27 und 2,40% schwanken. (16.05.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5172 € | 125,717 € | -0,1998 € | -0,16% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


