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Renten: Es sind keine Neuigkeiten von den US-Notenbanker zu erwarten
10.05.17 10:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbanker haben gestern noch einmal bekräftigt, dass sie ihren Leitzinserhöhungskurs beibehalten werden, so die Analysten der National-Bank AG.
Sie würden überwiegend von zwei weiteren Leitzinserhöhungen im laufenden Jahr ausgehen. Andere Stimmen seien in der Minderheit. Außerdem würden sie sich durchaus Sorgen darüber machen, dass sich der Arbeitsmarkt in Anbetracht seiner Performance über die letzten Monate doch noch überhitzen könnte, obwohl die Lohndynamik vergleichsweise gering sei. Damit seien also auch mehr als zwei Schritte im laufenden Jahr nicht ausgeschlossen, insbesondere für den Fall, in dem es doch noch zu einer Steuerreform in den USA komme, die vor allem die Nachfrage stimuliere.
Hinsichtlich des Abbaus der Bilanz der FED herrsche Einigkeit: Im laufenden Jahr solle damit begonnen werden. Weitere Informationen zum "wie" würden jedoch im Dunklen bleiben und würden vermutlich noch erarbeitet. Wahrscheinlich würden sich die Notenbanker mit konkreten Aussagen dazu sowieso weiter zurückhalten und erst einmal simulieren, welche Auswirkungen der Abbau der Bilanz haben könnte. Daher sei heute auch nicht viel Neues von den US-Notenbankern zu erwarten. Beide FED-Vertreter seien im FOMC derzeit sowieso nicht stimmberechtigt.
Konjunkturdatenseitig gebe es heute ebenfalls kaum Daten, die für Bewegung an den Kapitalmärkten sorgen würden. Selbst die Außenhandelsdaten sowie die Industrieproduktionsinformationen aus Deutschland hätten gestern eine untergeordnete Rolle gespielt, obwohl sie erneut belegt hätten, dass es in Deutschland laufe. Heute Morgen seien schon Preisdaten aus China veröffentlicht worden, die weitestgehend im Rahmen der Erwartungen ausgefallen seien, wobei die Preisdynamik auf den Vorstufen etwas nachgelassen habe.
Etwas mehr in den Mittelpunkt des Interesses sollte nach dem Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich der immer währende Krisenherd Griechenland rücken. Obwohl nun schon seit einigen Wochen immer wieder verkündet werde, Griechenland sei sich mit seinen Gläubigern einig, stehe die Zahlung der nächsten Tranche aus dem Stützungspaket aus. Die griechischen Hoffnungen würden darauf ruhen, dass die Zahlung auf dem nächsten ECOFin-Treffen Ende Mai freigegeben werde. Ob sich der IWF bis dahin dazu durchgerungen habe, sich finanziell zu beteiligen, sei hingegen immer noch zweifelhaft.
Der IWF bestehe auf einer nachhaltigen Schuldentragfähigkeit Griechenlands, die die anderen Gläubiger indes als gegeben ansehen würden. Dem Vernehmen nach wolle die Eurogruppe über zusätzliche Schulderleichterungen erst reden, wenn Griechenland weitere Reformschritte eingeleitet habe. Die Hängepartie dürfte sich also fortsetzen, auch wenn die Investoren in Anbetracht der Entwicklung der Renditen für griechische Staatsanleihen an eine baldige Beteiligung an dem QE-Programm der EZB glauben würden.
Das Tagesereignis dürfte wohl die Ansprache von Mario Draghi sein. Er werde den Parlamentariern den geldpolitischen Kurs der EZB skizzieren und zugleich dazu auffordern, dass die einzelnen Euroländer endlich ihre Beiträge leisten würden.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte gut behauptet in den Tag starten. Er sollte sich im Tagesverlauf zwischen 159,70 und 161,15 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,32 und 2,45% schwanken. (10.05.2017/alc/a/a)
Sie würden überwiegend von zwei weiteren Leitzinserhöhungen im laufenden Jahr ausgehen. Andere Stimmen seien in der Minderheit. Außerdem würden sie sich durchaus Sorgen darüber machen, dass sich der Arbeitsmarkt in Anbetracht seiner Performance über die letzten Monate doch noch überhitzen könnte, obwohl die Lohndynamik vergleichsweise gering sei. Damit seien also auch mehr als zwei Schritte im laufenden Jahr nicht ausgeschlossen, insbesondere für den Fall, in dem es doch noch zu einer Steuerreform in den USA komme, die vor allem die Nachfrage stimuliere.
Hinsichtlich des Abbaus der Bilanz der FED herrsche Einigkeit: Im laufenden Jahr solle damit begonnen werden. Weitere Informationen zum "wie" würden jedoch im Dunklen bleiben und würden vermutlich noch erarbeitet. Wahrscheinlich würden sich die Notenbanker mit konkreten Aussagen dazu sowieso weiter zurückhalten und erst einmal simulieren, welche Auswirkungen der Abbau der Bilanz haben könnte. Daher sei heute auch nicht viel Neues von den US-Notenbankern zu erwarten. Beide FED-Vertreter seien im FOMC derzeit sowieso nicht stimmberechtigt.
Etwas mehr in den Mittelpunkt des Interesses sollte nach dem Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich der immer währende Krisenherd Griechenland rücken. Obwohl nun schon seit einigen Wochen immer wieder verkündet werde, Griechenland sei sich mit seinen Gläubigern einig, stehe die Zahlung der nächsten Tranche aus dem Stützungspaket aus. Die griechischen Hoffnungen würden darauf ruhen, dass die Zahlung auf dem nächsten ECOFin-Treffen Ende Mai freigegeben werde. Ob sich der IWF bis dahin dazu durchgerungen habe, sich finanziell zu beteiligen, sei hingegen immer noch zweifelhaft.
Der IWF bestehe auf einer nachhaltigen Schuldentragfähigkeit Griechenlands, die die anderen Gläubiger indes als gegeben ansehen würden. Dem Vernehmen nach wolle die Eurogruppe über zusätzliche Schulderleichterungen erst reden, wenn Griechenland weitere Reformschritte eingeleitet habe. Die Hängepartie dürfte sich also fortsetzen, auch wenn die Investoren in Anbetracht der Entwicklung der Renditen für griechische Staatsanleihen an eine baldige Beteiligung an dem QE-Programm der EZB glauben würden.
Das Tagesereignis dürfte wohl die Ansprache von Mario Draghi sein. Er werde den Parlamentariern den geldpolitischen Kurs der EZB skizzieren und zugleich dazu auffordern, dass die einzelnen Euroländer endlich ihre Beiträge leisten würden.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte gut behauptet in den Tag starten. Er sollte sich im Tagesverlauf zwischen 159,70 und 161,15 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,32 und 2,45% schwanken. (10.05.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5424 € | 125,717 € | -0,1746 € | -0,14% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


