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Renten: Die EZB dürfte vorerst weniger kommunizieren
29.08.17 09:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - "Eigentlich" sah alles nach einem weiteren ruhigen Handelstag aus, so die Analysten der National-Bank AG.
Dem habe jedoch die Regierung in Nordkorea einen Strick durch die Rechnung gemacht, als sie am frühen Dienstagmorgen einen weiteren Raketentest habe durchführen lassen, der den Flugkörper auch über japanisches Territorium habe fliegen lassen. Man könnte fast annehmen, der nordkoreanische Machthaber sei unzufrieden damit gewesen, dass es auf die Tests der Kurzstreckenraketen tags zuvor keine internationalen Reaktionen gegeben habe, sodass nun mit einer weiteren Provokation habe nachgelegt werden müssen.
An den Kapitalmärkten habe diese Maßnahme ihre Wirkung nicht verfehlt: Die Investoren seien in den risk off-Modus gegangen, was man an der Entwicklung der Aktienindices in Asien und der Aktienindexfutures ablesen könne. Zugleich seien US-Treasuries und Gold gesucht gewesen. Bislang habe es lediglich scharfe Verurteilungen aus Südkorea und Japan gegeben. Weitere Reaktionen seien ausgeblieben. Nichtsdestotrotz bleibe ein Restrisiko, dass der Konflikt eskaliere.
Wahrscheinlich werde sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Thema "Nordkorea" in einer weiteren Dringlichkeitssitzung beschäftigen. Denkbar seien in einem nächsten Schritt noch einmal zusätzliche Sanktionen, wobei davon auszugehen sei, dass die jüngst beschlossenen und in Kraft gesetzten Sanktionen ihre volle Wirkung aufgrund von Übergangsfristen noch nicht völlig erreicht hätten. Immerhin würden sowohl China als auch Russland betonen, sich an die Vereinbarungen strikt zu halten. Die Reaktion aus den USA sei ebenfalls noch offen. Dort habe man noch mit der Flutkatastrophe im Süden von Texas zu kämpfen, die sich noch nach Louisiana ausweiten könne.
Trotz der Provokation aus Nordkorea sollten die Wirtschaftsdaten im Auge behalten werden. Heute Morgen werde der vorerst endgültige Wert für das Q2-BIP von Frankreich veröffentlicht. Überraschungen seien nicht zu erwarten. Im weiteren Tagesverlauf stünden vor allem die US-Immobilienpreise sowie das Verbrauchervertrauen des Conference Boards im Fokus.
Die Immobilienpreise dürften in den USA erneut zugelegt haben. Es solle, so sei jedenfalls die vergleichsweise geringe Zahl an verkauften Immobilien erklärt worden, einen Mangel an Angebot geben. Das müsste sich in den Preisen niederschlagen. Grundsätzlich würden die US-Konsumenten zwar optimistisch in die Zukunft blicken. Dennoch sollte sich ihre Stimmung eingetrübt haben. Schließlich habe die US-Administration bislang kaum etwas von den Plänen umgesetzt, mit denen sie gestartet sei. Dadurch, dass die Wirtschaft auch ohne die Umsetzung der Pläne laufe und Arbeitsplätze schaffe, sei die Stimmung eben gut.
Außerdem dürften die Spekulationen über den geldpolitischen Kurs der EZB weiter gehen. Die Investoren sollten sich darauf einstellen, dass die Kommunikationsaktivität der EZB gerade angesichts der schwerwiegenden Entscheidungen, die in den kommenden Monaten zu treffen seien, abnehmen werde.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte aufgrund der Sorge vor der Eskalation der Auseinandersetzung auf der koreanischen Halbinsel erst einmal fest in den Tag starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 164,15 und 165,80 bewegen, wobei es im Tagesverlauf durchaus zu Gewinnmitnahmen kommen könne, wenn die Reaktionen auf die Provokation aus Nordkorea ausbleiben würden. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,10 und 2,25% schwanken. (29.08.2017/alc/a/a)
Dem habe jedoch die Regierung in Nordkorea einen Strick durch die Rechnung gemacht, als sie am frühen Dienstagmorgen einen weiteren Raketentest habe durchführen lassen, der den Flugkörper auch über japanisches Territorium habe fliegen lassen. Man könnte fast annehmen, der nordkoreanische Machthaber sei unzufrieden damit gewesen, dass es auf die Tests der Kurzstreckenraketen tags zuvor keine internationalen Reaktionen gegeben habe, sodass nun mit einer weiteren Provokation habe nachgelegt werden müssen.
An den Kapitalmärkten habe diese Maßnahme ihre Wirkung nicht verfehlt: Die Investoren seien in den risk off-Modus gegangen, was man an der Entwicklung der Aktienindices in Asien und der Aktienindexfutures ablesen könne. Zugleich seien US-Treasuries und Gold gesucht gewesen. Bislang habe es lediglich scharfe Verurteilungen aus Südkorea und Japan gegeben. Weitere Reaktionen seien ausgeblieben. Nichtsdestotrotz bleibe ein Restrisiko, dass der Konflikt eskaliere.
Trotz der Provokation aus Nordkorea sollten die Wirtschaftsdaten im Auge behalten werden. Heute Morgen werde der vorerst endgültige Wert für das Q2-BIP von Frankreich veröffentlicht. Überraschungen seien nicht zu erwarten. Im weiteren Tagesverlauf stünden vor allem die US-Immobilienpreise sowie das Verbrauchervertrauen des Conference Boards im Fokus.
Die Immobilienpreise dürften in den USA erneut zugelegt haben. Es solle, so sei jedenfalls die vergleichsweise geringe Zahl an verkauften Immobilien erklärt worden, einen Mangel an Angebot geben. Das müsste sich in den Preisen niederschlagen. Grundsätzlich würden die US-Konsumenten zwar optimistisch in die Zukunft blicken. Dennoch sollte sich ihre Stimmung eingetrübt haben. Schließlich habe die US-Administration bislang kaum etwas von den Plänen umgesetzt, mit denen sie gestartet sei. Dadurch, dass die Wirtschaft auch ohne die Umsetzung der Pläne laufe und Arbeitsplätze schaffe, sei die Stimmung eben gut.
Außerdem dürften die Spekulationen über den geldpolitischen Kurs der EZB weiter gehen. Die Investoren sollten sich darauf einstellen, dass die Kommunikationsaktivität der EZB gerade angesichts der schwerwiegenden Entscheidungen, die in den kommenden Monaten zu treffen seien, abnehmen werde.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte aufgrund der Sorge vor der Eskalation der Auseinandersetzung auf der koreanischen Halbinsel erst einmal fest in den Tag starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 164,15 und 165,80 bewegen, wobei es im Tagesverlauf durchaus zu Gewinnmitnahmen kommen könne, wenn die Reaktionen auf die Provokation aus Nordkorea ausbleiben würden. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,10 und 2,25% schwanken. (29.08.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


