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Renten: Bundrendite nach 141 Wochen wieder positiv
24.01.22 10:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den europäischen Rentenmärkten setzte sich der Renditeanstieg fort, so die Experten von Union Investment.
Am Dienstag hätten zehnjährige Bundesanleihen an der Null-Marke gekratzt, seien im Tagesverlauf aber mit -0,0046 Prozent noch knapp darunter geblieben.
Am Mittwoch sei es dann soweit gewesen und die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen habe erstmals seit dem 7. Mai 2019 die Nullprozentschwelle wieder nach oben durchbrochen. Insgesamt habe es zwar stolze 141 Wochen gedauert, aber zuletzt sei die Rückkehr zur positiven Verzinsung nur noch eine Frage der Zeit gewesen. Hohe Inflationsraten und die geldpolitische Wende der US-Notenbank Federal Reserve und anderer wichtiger Notenbanken würden fast überall auf der Welt die Anleiherenditen steigen lassen.
Die Eurozone mache da keine Ausnahme. Aber: Hier sei der Renditeanstieg flacher und langsamer ausgefallen als in anderen Erdteilen. Das werde wohl auch so bleiben, denn die Inflationsdynamik sei im Euroraum geringer als in den USA. Darüber hinaus werde die Europäische Zentralbank (EZB) weiter Anleihen erwerben und das Neuangebot an Bundesanleihen sollte parallel dazu abnehmen.
Ende der Woche hätten sich Anleger dann wieder in sichere Staatsanleihen geflüchtet, angesichts der Verluste am Aktienmarkt und den weiter zunehmenden Spannungen zwischen Russland und den USA in der Ukraine-Frage. Am heutigen Freitag finde ein Treffen der Außenminister beider Länder statt. Bislang sei jedoch keine Annäherung gelungen. Im Wochenvergleich hätten sowohl Staatsanleihen aus den USA als auch dem Euroraum nur kleinere Verluste verbucht. Anleihen aus den Peripherieländern hätten von Kommentaren der EZB profitiert, wonach die Währungshüter wohl gute Gründe hätten, nicht so energisch zu reagieren wie die FED.
Bis zur Wochenmitte sei der Ölpreis auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Zuletzt hätten sich die Notierungen von den Fundamentaldaten abgekoppelt und lediglich auf solche Nachrichten reagiert, die eine Angebotsverknappung zur Folge hätten. Auf Basis der OPEC−Daten scheine die Lage jedoch weniger angespannt. Am Freitag sei es in Folge einer allgemeinen Risikoaversion zu wieder rückläufigen Notierungen gekommen. Es sei dennoch ein Zuwachs zur Vorwoche verblieben. (Ausgabe vom 21.01.2022) (24.01.2022/alc/a/a)
Am Dienstag hätten zehnjährige Bundesanleihen an der Null-Marke gekratzt, seien im Tagesverlauf aber mit -0,0046 Prozent noch knapp darunter geblieben.
Die Eurozone mache da keine Ausnahme. Aber: Hier sei der Renditeanstieg flacher und langsamer ausgefallen als in anderen Erdteilen. Das werde wohl auch so bleiben, denn die Inflationsdynamik sei im Euroraum geringer als in den USA. Darüber hinaus werde die Europäische Zentralbank (EZB) weiter Anleihen erwerben und das Neuangebot an Bundesanleihen sollte parallel dazu abnehmen.
Ende der Woche hätten sich Anleger dann wieder in sichere Staatsanleihen geflüchtet, angesichts der Verluste am Aktienmarkt und den weiter zunehmenden Spannungen zwischen Russland und den USA in der Ukraine-Frage. Am heutigen Freitag finde ein Treffen der Außenminister beider Länder statt. Bislang sei jedoch keine Annäherung gelungen. Im Wochenvergleich hätten sowohl Staatsanleihen aus den USA als auch dem Euroraum nur kleinere Verluste verbucht. Anleihen aus den Peripherieländern hätten von Kommentaren der EZB profitiert, wonach die Währungshüter wohl gute Gründe hätten, nicht so energisch zu reagieren wie die FED.
Bis zur Wochenmitte sei der Ölpreis auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Zuletzt hätten sich die Notierungen von den Fundamentaldaten abgekoppelt und lediglich auf solche Nachrichten reagiert, die eine Angebotsverknappung zur Folge hätten. Auf Basis der OPEC−Daten scheine die Lage jedoch weniger angespannt. Am Freitag sei es in Folge einer allgemeinen Risikoaversion zu wieder rückläufigen Notierungen gekommen. Es sei dennoch ein Zuwachs zur Vorwoche verblieben. (Ausgabe vom 21.01.2022) (24.01.2022/alc/a/a)


