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Renditen wieder im Rückwärtsgang
06.04.18 12:45
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank baut ihre ultralockere Geldpolitik Stück für Stück ab, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Auf den Devisenmärkten strotze der Euro nur so vor Kraft. Irland. Portugal und Spanien seien aus den Anpassungsprogrammen des ESM (European Stability Mechanism) "entlassen" worden. Diese Länder würden zum Teil schon Kredite zurückzahlen, die sie in der Krise erhalten hätten. Griechenland stehe kurz vor dem Auslaufen der letzten Kredittranche. Wichtig sei auch, dass Frankreichs Präsident Macron die Arbeitsmarkt-Modernisierung tatkräftig in Angriff genommen habe. Das alles deute daraufhin, dass die Eurokrise zehn Jahre nach dem Beginn endlich zu Ende gehen könnte. Die Politiker würden bereits über neue Projekte in der Gemeinschaft nachdenken.
Die Europäische Kommission wünsche sich eine Erweiterung der EU um die Länder des West-Balkans und die Finanzminister würden sich eine Vertiefung der Integration wünschen. Die Bankenunion solle durch eine gemeinsame Einlagensicherung weitergeführt werden. Die Kapitalmarktunion solle in Angriff genommen werden. Dazu kämen die bekannten Projekte eines europäischen Finanzministers, eines zusätzlichen Investitionsbudgets für die Euroländer und die Weiterentwicklung des ESM zu einem Europäischen Währungsfonds.
Nach einem deutlichen Anstieg der Renditen zu Jahresbeginn hätten sie im Euroraum in den darauffolgenden Wochen den Rückwärtsgang eingelegt. Zehnjährige deutsche Staatsanleihen würden aktuell 25 Basispunkte unterhalb des Anfang Februar erreichten Jahreshochs rentieren. In den USA habe die Zehn-Jahresrendite von Staatsanleihen dagegen nur moderat nachgegeben, sodass sich der Treasury-Bund-Spread ausgeweitet habe. Zehnjährige Anleihen der Bundesrepublik Deutschland würden aktuell bei 0,5% rentieren, ihre US-Pendants bei 2,8%.
Für die divergierende Marktentwicklung dies- und jenseits des Atlantiks sei vor allem die unterschiedliche Ausrichtung der Geldpolitik verantwortlich gewesen. Während sich in den USA zuletzt ein etwas schnellerer Zinserhöhungspfad abgezeichnet habe, setze die EZB ihren ultraexpansiven Kurs trotz anhaltend starker Konjunkturdaten erst einmal fort. Hinzu seien moderate Inflationsdaten für den Euroraum gekommen, die gegen einen schnellen Kurswechsel in der Geldpolitik sprechen würden. (Ausgabe April 2018) (06.04.2018/alc/a/a)
Auf den Devisenmärkten strotze der Euro nur so vor Kraft. Irland. Portugal und Spanien seien aus den Anpassungsprogrammen des ESM (European Stability Mechanism) "entlassen" worden. Diese Länder würden zum Teil schon Kredite zurückzahlen, die sie in der Krise erhalten hätten. Griechenland stehe kurz vor dem Auslaufen der letzten Kredittranche. Wichtig sei auch, dass Frankreichs Präsident Macron die Arbeitsmarkt-Modernisierung tatkräftig in Angriff genommen habe. Das alles deute daraufhin, dass die Eurokrise zehn Jahre nach dem Beginn endlich zu Ende gehen könnte. Die Politiker würden bereits über neue Projekte in der Gemeinschaft nachdenken.
Nach einem deutlichen Anstieg der Renditen zu Jahresbeginn hätten sie im Euroraum in den darauffolgenden Wochen den Rückwärtsgang eingelegt. Zehnjährige deutsche Staatsanleihen würden aktuell 25 Basispunkte unterhalb des Anfang Februar erreichten Jahreshochs rentieren. In den USA habe die Zehn-Jahresrendite von Staatsanleihen dagegen nur moderat nachgegeben, sodass sich der Treasury-Bund-Spread ausgeweitet habe. Zehnjährige Anleihen der Bundesrepublik Deutschland würden aktuell bei 0,5% rentieren, ihre US-Pendants bei 2,8%.
Für die divergierende Marktentwicklung dies- und jenseits des Atlantiks sei vor allem die unterschiedliche Ausrichtung der Geldpolitik verantwortlich gewesen. Während sich in den USA zuletzt ein etwas schnellerer Zinserhöhungspfad abgezeichnet habe, setze die EZB ihren ultraexpansiven Kurs trotz anhaltend starker Konjunkturdaten erst einmal fort. Hinzu seien moderate Inflationsdaten für den Euroraum gekommen, die gegen einen schnellen Kurswechsel in der Geldpolitik sprechen würden. (Ausgabe April 2018) (06.04.2018/alc/a/a)


