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Renditen können auch steigen
04.03.21 09:30
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Seit einigen Monaten sind viele Teilsegmente des globalen Anleihenmarktes von steigenden Renditen geprägt, so Ingrid Szeiler, CIO der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H.
Am stärksten sei diese Entwicklung in den USA, Kanada und Australien (bei Staatsanleihen) gewesen, während die Renditen von Unternehmensanleihen weniger stark angestiegen seien. Für Anlegerinnen und Anleger bedeute dies zunächst zwar Kursverluste, in weiterer Folge jedoch verbesserte Ertragsaussichten für die Zukunft. Vor dem Hintergrund einer erwarteten Konjunkturerholung sei ein Renditeanstieg nicht überraschend. Dass höhere Renditen auch Auswirkungen auf andere Marktsegmente hätten, ebenso wenig. So seien die Aktien defensiver Unternehmen mit stabilem Wachstum in einem solchen Umfeld nicht begünstigt, während zyklische Aktientitel zu den Favoriten gehören würden. Die Beobachtungen der letzten Wochen würden diese Erwartungen bestätigen.
Zuletzt seien die Aktienmärkte aber als Ganzes unter Druck geraten, nachdem sich der Renditeanstieg spürbar beschleunigt habe. Diese Korrektur sollte aber nicht überbewertet und schon gar nicht als Beginn einer Trendwende interpretiert werden. Zunächst sei ein Rücksetzer nach den starken Anstiegen der letzten Monate überfällig gewesen. Weiterhin habe sich das fundamentale Umfeld nicht verschlechtert, sondern weiter verbessert. Und schließlich würden die Notenbanken in nächster Zukunft dafür sorgen, dass die Renditeanstiege nicht außer Kontrolle geraten würden. Die taktische Positionierung der Experten bleibe daher unverändert: Sie würden Aktien auf Sicht der nächsten Monate als die attraktivere Assetklasse als Anleihen sehen. Korrekturen entlang des Weges könnten aktienseitig für Zukäufe genützt werden. Auch für Rohstoffe und Edelmetalle würden die Experten steigende Notierungen erwarten.
Bei europäischen Staatsanleihen, insbesondere französischen und deutschen Wertpapieren, seien die Experten weiterhin zurückhaltend. Das Gleiche gelte für spanische Staatsanleihen, nachdem sie diese lange Zeit als attraktiv erachtet hätten. Auch bei der Assetklasse Globale Staatsanleihen, insbesondere USA und Japan, seien die Experten vorsichtig. Chancen würden sie bei Schwellenländer-Hartwährungsanleihen sehen.
Die Experten würden weiterhin optimistisch hinsichtlich Euro-Corporate Bonds (Non-Financials) bleiben, da sie davon ausgehen würden, dass der von ihnen beobachtete und erwartete kurzfristige Newsflow diese Anleiheklasse weiter unterstützen sollte. Inflationäre Tendenzen sollten die Renditen von Euro-Staatsanleihen weiter ansteigen lassen und Low-Risk-Anleiheklassen stärker belasten.
Die Experten hätten zuletzt ihre Einschätzung bezüglich Schwellenländer-Hartwährungsanleihen geändert und würden bei diesen aktuell größere Chancen sehen. Diese Assetklasse habe seit Anfang 2021 im Zuge stärker steigender US-Renditen und einer steileren US-Zinskurve leichte Verluste hinnehmen müssen. Ihre Risikoprämien seien jedoch nahezu unverändert geblieben. Die Experten würden denken, dass Risikoprämien von Schwellenländer-Hartwährungsanleihen keinen wesentlichen Aufwärtsdruck verspüren würden, das US-Renditeniveau hingegen schon.
Die internationalen Aktienmärkte hätten in den letzten Wochen weiter zulegen können, wobei auch die zyklischeren Marktsegmente unter den Profiteuren gewesen seien. Trotz negativer, kurzfristiger Nachrichten zum Thema Covid-19 (weitere Mutationen) würden die positiven Gewinnrevisionen sowie Aussichten auf die Impfungen die Assetklasse stützen. Kurzfristig würden verschiedene Stimmungsindikatoren zwar zur Vorsicht (überkaufte Marktsituation) mahnen, die Experten würden aber auf Sicht der nächsten Monate ein unverändert positives Kapitalmarktumfeld erwarten.
Die Aktien der Emerging Markets hätten aus dem turbulenten Jahr 2020 als einer der klaren Gewinner hervorgehen können. Dies sei zu einem großen Teil dem asiatischen Raum zu verdanken, der anfangs im Zentrum des Corona-Sturms gelegen habe, diesen aber global am besten zu managen verstanden habe. Daher sei das zweite Halbjahr 2020 von einer erstaunlichen Erholung geprägt gewesen. Das sei auch an der Gewinnentwicklung der Unternehmen dieser Region abzulesen. Mit deutlicher Verzögerung würden nun auch die anderen Emerging-Markets-Regionen folgen. Der erwartete globale Konjunkturaufschwung sollte Schwellenländer-Aktien weiter unterstützen.
Auch die Rohstoffmärkte hätten einen sehr gelungen Jahresauftakt verzeichnet, wobei zuletzt vor allem die Energiepreise deutliche Anstiege verbucht hätten. In diesem grundsätzlich sehr freundlichen Marktumfeld hätten sich Edelmetalle hingegen etwas schwächer präsentiert. (04.03.2021/alc/a/a)
Am stärksten sei diese Entwicklung in den USA, Kanada und Australien (bei Staatsanleihen) gewesen, während die Renditen von Unternehmensanleihen weniger stark angestiegen seien. Für Anlegerinnen und Anleger bedeute dies zunächst zwar Kursverluste, in weiterer Folge jedoch verbesserte Ertragsaussichten für die Zukunft. Vor dem Hintergrund einer erwarteten Konjunkturerholung sei ein Renditeanstieg nicht überraschend. Dass höhere Renditen auch Auswirkungen auf andere Marktsegmente hätten, ebenso wenig. So seien die Aktien defensiver Unternehmen mit stabilem Wachstum in einem solchen Umfeld nicht begünstigt, während zyklische Aktientitel zu den Favoriten gehören würden. Die Beobachtungen der letzten Wochen würden diese Erwartungen bestätigen.
Zuletzt seien die Aktienmärkte aber als Ganzes unter Druck geraten, nachdem sich der Renditeanstieg spürbar beschleunigt habe. Diese Korrektur sollte aber nicht überbewertet und schon gar nicht als Beginn einer Trendwende interpretiert werden. Zunächst sei ein Rücksetzer nach den starken Anstiegen der letzten Monate überfällig gewesen. Weiterhin habe sich das fundamentale Umfeld nicht verschlechtert, sondern weiter verbessert. Und schließlich würden die Notenbanken in nächster Zukunft dafür sorgen, dass die Renditeanstiege nicht außer Kontrolle geraten würden. Die taktische Positionierung der Experten bleibe daher unverändert: Sie würden Aktien auf Sicht der nächsten Monate als die attraktivere Assetklasse als Anleihen sehen. Korrekturen entlang des Weges könnten aktienseitig für Zukäufe genützt werden. Auch für Rohstoffe und Edelmetalle würden die Experten steigende Notierungen erwarten.
Bei europäischen Staatsanleihen, insbesondere französischen und deutschen Wertpapieren, seien die Experten weiterhin zurückhaltend. Das Gleiche gelte für spanische Staatsanleihen, nachdem sie diese lange Zeit als attraktiv erachtet hätten. Auch bei der Assetklasse Globale Staatsanleihen, insbesondere USA und Japan, seien die Experten vorsichtig. Chancen würden sie bei Schwellenländer-Hartwährungsanleihen sehen.
Die Experten hätten zuletzt ihre Einschätzung bezüglich Schwellenländer-Hartwährungsanleihen geändert und würden bei diesen aktuell größere Chancen sehen. Diese Assetklasse habe seit Anfang 2021 im Zuge stärker steigender US-Renditen und einer steileren US-Zinskurve leichte Verluste hinnehmen müssen. Ihre Risikoprämien seien jedoch nahezu unverändert geblieben. Die Experten würden denken, dass Risikoprämien von Schwellenländer-Hartwährungsanleihen keinen wesentlichen Aufwärtsdruck verspüren würden, das US-Renditeniveau hingegen schon.
Die internationalen Aktienmärkte hätten in den letzten Wochen weiter zulegen können, wobei auch die zyklischeren Marktsegmente unter den Profiteuren gewesen seien. Trotz negativer, kurzfristiger Nachrichten zum Thema Covid-19 (weitere Mutationen) würden die positiven Gewinnrevisionen sowie Aussichten auf die Impfungen die Assetklasse stützen. Kurzfristig würden verschiedene Stimmungsindikatoren zwar zur Vorsicht (überkaufte Marktsituation) mahnen, die Experten würden aber auf Sicht der nächsten Monate ein unverändert positives Kapitalmarktumfeld erwarten.
Die Aktien der Emerging Markets hätten aus dem turbulenten Jahr 2020 als einer der klaren Gewinner hervorgehen können. Dies sei zu einem großen Teil dem asiatischen Raum zu verdanken, der anfangs im Zentrum des Corona-Sturms gelegen habe, diesen aber global am besten zu managen verstanden habe. Daher sei das zweite Halbjahr 2020 von einer erstaunlichen Erholung geprägt gewesen. Das sei auch an der Gewinnentwicklung der Unternehmen dieser Region abzulesen. Mit deutlicher Verzögerung würden nun auch die anderen Emerging-Markets-Regionen folgen. Der erwartete globale Konjunkturaufschwung sollte Schwellenländer-Aktien weiter unterstützen.
Auch die Rohstoffmärkte hätten einen sehr gelungen Jahresauftakt verzeichnet, wobei zuletzt vor allem die Energiepreise deutliche Anstiege verbucht hätten. In diesem grundsätzlich sehr freundlichen Marktumfeld hätten sich Edelmetalle hingegen etwas schwächer präsentiert. (04.03.2021/alc/a/a)


