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Problemzonen bei Anleihen bieten Kaufgelegenheiten
27.01.14 15:49
AllianceBernstein
London (www.anleihencheck.de) - Die globale Wirtschaft ist auf dem Erholungskurs, so die Experten von AllianceBernstein.
Eine relative Verbesserung sei vor allem in den Industriestaaten zu sehen, auch wenn das Schwellenländerwachstum weiterhin vorne liege. Doch nicht alle Regionen würden sich gleich schnell entwickeln. Es gebe noch zahlreiche potenzielle "Problemzonen" und viele Aufgaben auf der internationalen politischen Agenda. Für Investoren mit einer Ertragsstrategie, die auf möglichst hohe Renditen ziele, eröffne sich jedoch gerade in diesem Umfeld die Chance, mit verschiedenen Zeit- und Risikohorizonten gute Ergebnisse einzufahren.
Die Experten von ACMBernstein würden für 2014 ein globales Wachstum von 3,2 Prozent prognostizieren. Gegenüber dem Vorjahr sei das eine Steigerung um 0,8 Prozent. Auch den Vereinigten Staaten, Asien (exklusive Japan) und dem Euroraum werde es nach ihren aktuellen Prognosen im Vergleich zum Vorjahr besser gehen.
Der globale Wachstumsimpuls ruhe vor allem auf den Schultern der Industrienationen wie den Vereinigten Staaten und Europa. Das Wirtschaftswachstum in den USA habe im vierten Quartal 2013 den aktuellen Prognosen nach beachtliche 3 bis 3,5 Prozent betragen und sei vor allem auf die steigenden Assetpreise, eine lockere Geldpolitik der Notenbank und die verringerte Sorge um die Steuerpolitik zurückzuführen. Der Markt habe ein weiteres Zurückfahren der Anleiheaufkäufe durch die US-Notenbank (FED), das Tapering, schon eingepreist. Bis zum Jahresende werde das Programm aller Voraussicht nach abgeschlossen sein.
Für Europa würden die Experten von ACMBernstein 2014 weitere monetäre Lockerungsmaßnahmen erwarten, so könnte die Europäische Zentralbank (EZB) aufgrund der niedrigen Inflation und dem ungleichmäßigen Wachstum den Leitzins weiter senken. Für die Inflationsrate in der Euro-Zone und auch das Wachstum würden die Ökonomen für 2014 von jeweils einem Prozent ausgehen. Auf Länderebene würden sie für Deutschland weiterhin ein stärkeres Wachstum prognostizieren, Spanien profitiere von den durchgeführten Reformen unter Ministerpräsident Mariano Rajoy.
Die Wirtschaften in Frankreich und Italien würden wohl weiterhin vom Mangel an Reformen behindert werden. In den Emerging Markets werde China weiter ein Wachstumsmotor bleiben. Auch wenn sich das Tempo von Chinas Wirtschaft leicht verlangsame, werde das Land immer noch seine starke Expansion fortsetzen. Die Experten von ACMBernstein würden kein gestiegenes Risiko für einen Einbruch der Wirtschaft, eine sogenannte "Harte Landung" sehen.
Vielmehr werde das Wachstum etwas nachgeben, wenn in den kommenden Quartalen die Maßnahmen zum Rebalancing gestartet würden. Die Ökonomen würden von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2014 von 7,4 Prozent ausgehen. Auch die konstante Währungsaufwertung sei ein deutliches Signal. So werde die Währung gegenüber dem US-Dollar im Durchschnitt wohl zwei Prozent pro Jahr zulegen, gegenüber dem Euro würden es noch mehr sein.
Jeremy Cunningham, Senior Portfolio-Manager Fixed Income bei ACMBernstein, kommentiere: "Die guten Wirtschaftsdaten in den USA bieten eine Renditechance für die Gegenwart. Anleger, die sich für Fonds mit Investmentziel USA interessieren und nun jedoch Sorgen aufgrund der aktuellen Meldungen zum Tapering haben, sollten auf Fonds mit einem kleinen Sicherheitspuffer setzten. Deren Fondsmanager haben sich zum Beispiel zum Ziel gesetzt, auch in schwierigen Phasen noch Rendite zu erwirtschaften und neben ertragsstarken Anleihen beispielsweise auch auf ausgewählte festverzinsliche Wertpapiere im Investment-Grade-Bereich zu setzen.
Der Aufschwung in der Eurozone läuft der Erholung in Amerika noch etwa zwölf bis 18 Monate hinterher. Wir sehen hier besonders bei den Hochzinsanleihen von Unternehmen viel Potenzial. Der Markt für europäische Hochzinsanleihen ist in den letzten Jahren dramatisch gewachsen und gereift, und die Fundamentaldaten wie gestärkte Bilanzen oder steigende Cashflows überzeugen in diesem Segment. 2013 lag der Marktwert bereits bei über 215 Milliarden Euro, im Vergleich zu weniger als 70 Milliarden Euro im Jahr 2008.
Auch wenn die größere Auswahl an Papieren mehr Chancen bietet, müssen Anleger jedoch wachsam sein und sich auf Emittenten fokussieren, die einer möglichen wirtschaftlich schwierigen Phasen standhalten können und gute Rendite bieten. Wir glauben, dass bei weiterhin soliden Fundamentaldaten und anhaltendem globalen Wachstum die Ausfallraten für Hochzinspapiere in den nächsten Jahren bei rund zwei Prozent liegen werden. Bei einer vorsichtigen Wertpapierauswahl sollten Renditen von sechs bis acht Prozent für 2014 möglich sein.
China bietet auf lange Sicht hervorragende Chancen für Anleiheinvestoren. Der Hongkonger Offshore-Markt, mit dem ausländische Investoren am Wachstum der Währung Renminbi teilhaben können, ist wachstumsstark - allerdings zurzeit sehr illiquide und zum Teil überwertet. In unseren Portfolios favorisieren wir deshalb Anleihen aus anderen asiatischen Märkten, zum Beispiel Südkorea oder Indonesien. Über ein Währungsgeschäft hedgen wir diese zum Renminbi. Anleger können so an der Renminbi-Aufwertung teilnehmen und gleichzeitig attraktive Renditen aus diversen asiatischen Anleihen erzielen." (27.01.2014/alc/a/a)
Eine relative Verbesserung sei vor allem in den Industriestaaten zu sehen, auch wenn das Schwellenländerwachstum weiterhin vorne liege. Doch nicht alle Regionen würden sich gleich schnell entwickeln. Es gebe noch zahlreiche potenzielle "Problemzonen" und viele Aufgaben auf der internationalen politischen Agenda. Für Investoren mit einer Ertragsstrategie, die auf möglichst hohe Renditen ziele, eröffne sich jedoch gerade in diesem Umfeld die Chance, mit verschiedenen Zeit- und Risikohorizonten gute Ergebnisse einzufahren.
Die Experten von ACMBernstein würden für 2014 ein globales Wachstum von 3,2 Prozent prognostizieren. Gegenüber dem Vorjahr sei das eine Steigerung um 0,8 Prozent. Auch den Vereinigten Staaten, Asien (exklusive Japan) und dem Euroraum werde es nach ihren aktuellen Prognosen im Vergleich zum Vorjahr besser gehen.
Der globale Wachstumsimpuls ruhe vor allem auf den Schultern der Industrienationen wie den Vereinigten Staaten und Europa. Das Wirtschaftswachstum in den USA habe im vierten Quartal 2013 den aktuellen Prognosen nach beachtliche 3 bis 3,5 Prozent betragen und sei vor allem auf die steigenden Assetpreise, eine lockere Geldpolitik der Notenbank und die verringerte Sorge um die Steuerpolitik zurückzuführen. Der Markt habe ein weiteres Zurückfahren der Anleiheaufkäufe durch die US-Notenbank (FED), das Tapering, schon eingepreist. Bis zum Jahresende werde das Programm aller Voraussicht nach abgeschlossen sein.
Für Europa würden die Experten von ACMBernstein 2014 weitere monetäre Lockerungsmaßnahmen erwarten, so könnte die Europäische Zentralbank (EZB) aufgrund der niedrigen Inflation und dem ungleichmäßigen Wachstum den Leitzins weiter senken. Für die Inflationsrate in der Euro-Zone und auch das Wachstum würden die Ökonomen für 2014 von jeweils einem Prozent ausgehen. Auf Länderebene würden sie für Deutschland weiterhin ein stärkeres Wachstum prognostizieren, Spanien profitiere von den durchgeführten Reformen unter Ministerpräsident Mariano Rajoy.
Vielmehr werde das Wachstum etwas nachgeben, wenn in den kommenden Quartalen die Maßnahmen zum Rebalancing gestartet würden. Die Ökonomen würden von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2014 von 7,4 Prozent ausgehen. Auch die konstante Währungsaufwertung sei ein deutliches Signal. So werde die Währung gegenüber dem US-Dollar im Durchschnitt wohl zwei Prozent pro Jahr zulegen, gegenüber dem Euro würden es noch mehr sein.
Jeremy Cunningham, Senior Portfolio-Manager Fixed Income bei ACMBernstein, kommentiere: "Die guten Wirtschaftsdaten in den USA bieten eine Renditechance für die Gegenwart. Anleger, die sich für Fonds mit Investmentziel USA interessieren und nun jedoch Sorgen aufgrund der aktuellen Meldungen zum Tapering haben, sollten auf Fonds mit einem kleinen Sicherheitspuffer setzten. Deren Fondsmanager haben sich zum Beispiel zum Ziel gesetzt, auch in schwierigen Phasen noch Rendite zu erwirtschaften und neben ertragsstarken Anleihen beispielsweise auch auf ausgewählte festverzinsliche Wertpapiere im Investment-Grade-Bereich zu setzen.
Der Aufschwung in der Eurozone läuft der Erholung in Amerika noch etwa zwölf bis 18 Monate hinterher. Wir sehen hier besonders bei den Hochzinsanleihen von Unternehmen viel Potenzial. Der Markt für europäische Hochzinsanleihen ist in den letzten Jahren dramatisch gewachsen und gereift, und die Fundamentaldaten wie gestärkte Bilanzen oder steigende Cashflows überzeugen in diesem Segment. 2013 lag der Marktwert bereits bei über 215 Milliarden Euro, im Vergleich zu weniger als 70 Milliarden Euro im Jahr 2008.
Auch wenn die größere Auswahl an Papieren mehr Chancen bietet, müssen Anleger jedoch wachsam sein und sich auf Emittenten fokussieren, die einer möglichen wirtschaftlich schwierigen Phasen standhalten können und gute Rendite bieten. Wir glauben, dass bei weiterhin soliden Fundamentaldaten und anhaltendem globalen Wachstum die Ausfallraten für Hochzinspapiere in den nächsten Jahren bei rund zwei Prozent liegen werden. Bei einer vorsichtigen Wertpapierauswahl sollten Renditen von sechs bis acht Prozent für 2014 möglich sein.
China bietet auf lange Sicht hervorragende Chancen für Anleiheinvestoren. Der Hongkonger Offshore-Markt, mit dem ausländische Investoren am Wachstum der Währung Renminbi teilhaben können, ist wachstumsstark - allerdings zurzeit sehr illiquide und zum Teil überwertet. In unseren Portfolios favorisieren wir deshalb Anleihen aus anderen asiatischen Märkten, zum Beispiel Südkorea oder Indonesien. Über ein Währungsgeschäft hedgen wir diese zum Renminbi. Anleger können so an der Renminbi-Aufwertung teilnehmen und gleichzeitig attraktive Renditen aus diversen asiatischen Anleihen erzielen." (27.01.2014/alc/a/a)


