Primärmarkt: Italien, Belgien und Malta werden aktiv


30.01.18 09:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die EU-Staaten haben sich gestern auf die Bedingungen für eine Übergangsphase nach dem Brexit im März 2019 verständigt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Demnach werde Großbritannien angeboten, bis zum 31. Dezember 2020 Mitglied der Zollunion und des gemeinsamen Binnenmarktes zu bleiben. Zudem dürfe Großbritannien während dieser Übergangsphase bereits Handelsabkommen mit Drittstaaten aushandeln, die aber erst nach Ende der Frist in Kraft treten dürften. Im Gegenzug müsse Großbritannien bis Ende 2020 uneingeschränkt EU-Recht akzeptieren, d.h. auch die uneingeschränkte Personenfreizügigkeit. Zudem sollten die Briten während der Übergangsphase jedes Mitspracherecht sowie sämtliche Sitze in EU-Institutionen und Gremien verlieren. Der britischen Regierung dürften diese Bedingungen nicht sonderlich schmecken. Man werde am Ende aber wohl keine andere Wahl haben, als sich darauf einzulassen, wolle man keinen harten Brexit riskieren.

Italien habe sich für heute mit der Emission gleich von vier Anleihen angemeldet. Aufgestockt werden sollten eine Nullkuponanleihe (ISIN: IT0005311508, WKN: nicht bekannt) mit Fälligkeit im April 2025, eine Fixzinsanleihe (ISIN: IT0005277444, WKN: A19MEM) mit Fälligkeit im August 2022 sowie ein Ultra-Langläufer (ISIN: IT0005217390, WKN: A187GC) mit einem Kupon von 2,8% und Laufzeit bis März 2067. Außerdem sei die Neuemission einer Fixzinsanleihe mit Laufzeitende im Februar 2028 geplant. In Summe sollten die Auktionen zwischen EUR 7 Mrd. und 9 Mrd. einbringen.

Belgien und Malta würden die Emission von Schatzanweisungen planen. (30.01.2018/alc/a/a)




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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IT0005217390 A187GC 74,08 € 67,48 €