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Positive Signale aus den USA für Anleger, bei Anleihen feiern längere Laufzeiten ein Comeback
25.09.24 10:08
Fürst Fugger Privatbank
Augsburg (www.anleihencheck.de) - Die Zinssenkung der US-Notenbank war das erste von zwei börsenrelevanten Großereignissen in diesem Jahr in den USA, so Oliver Grass, Portfoliomanager der Fürst Fugger Privatbank.
Mit 0,5 Prozent sei sie sogar etwas beherzter ausgefallen, als von vielen Beobachtern erwartet. Die Märkte hätten prompt reagiert - mit höheren Renditen bei Rentenpapieren und einem kräftigen Impuls in Richtung einer Normalisierung der Zinsstrukturkurve: Längere Zinsbindungsbereitschaft werde wieder mit höheren Renditen honoriert. Die Aktienmärkte hätten den FED-Beschluss mit neuen Allzeit-Höchstständen gefeiert.
Doch auch das zweite Großereignis beschäftige die Anleger: Das Rennen um die US-Präsidentschaft verspreche, wieder knapp und sehr spannend zu werden. Oliver Grass relativiere: "Die Auswirkungen des Wahlausgangs in den USA könnten überschaubar bleiben - jedenfalls kurzfristig. Wer auch immer gewinnt, kann höchstwahrscheinlich nur mit knapper Mehrheit regieren."
Auch ein sogenannter "Split Congress" sei denkbar, mit unterschiedlichen Mehrheitsverhältnissen in Senat und Repräsentantenhaus. Dieser würde die politische Macht der neuen Regierung spürbar einschränken und sie zu zahlreichen Kompromissen zwingen. Wahlgeschenke würden schwieriger, extreme Politik in die eine oder andere Richtung wie schlagartige Zölle, Steuersenkungen oder -erhöhungen jedoch auch, so Grass: "Für die Anleger und die Wirtschaft spielt es in einer Konstellation geteilter Macht letztendlich gar keine so große Rolle, wer nach der Wahl im Weißen Haus sitzt, denn der Handlungsspielraum dürfte eingeschränkt sein."
Für Anleger bedeute dies, mit einer breiten Aufstellung in einem Umfeld moderater wirtschaftlicher Erholung und weiterhin steigender Unternehmensgewinne ganz zuversichtlich in das nächste Jahr blicken können zu können, so Oliver Grass: "Auf der Aktienseite sollte man weiter investiert bleiben. Die Anleger müssen keine Angst vor drastischeren Zinserhöhungen, massiven kurzfristigen Zollerhöhungen oder ausufernder Staatsverschuldung mit inflationsverstärkenden Auswirkungen haben."
Dies wäre eigentlich nur dann der Fall, wenn Trump a) gewinnen und b) durchregieren könnte. Bei den Anleihen verlören die kurzen Laufzeiten für Grass an Attraktivität: "Die länger laufenden Anlagen werden spannender und dürften für die nächsten Jahre wieder Erträge oberhalb der Inflationsrate abwerfen." Was bleibe seien die kaum kalkulierbaren eventuellen geopolitischen Verwerfungen. Sie sprächen für einen ausreichenden Anteil Gold im Depot. (25.09.2024/alc/a/a)
Mit 0,5 Prozent sei sie sogar etwas beherzter ausgefallen, als von vielen Beobachtern erwartet. Die Märkte hätten prompt reagiert - mit höheren Renditen bei Rentenpapieren und einem kräftigen Impuls in Richtung einer Normalisierung der Zinsstrukturkurve: Längere Zinsbindungsbereitschaft werde wieder mit höheren Renditen honoriert. Die Aktienmärkte hätten den FED-Beschluss mit neuen Allzeit-Höchstständen gefeiert.
Auch ein sogenannter "Split Congress" sei denkbar, mit unterschiedlichen Mehrheitsverhältnissen in Senat und Repräsentantenhaus. Dieser würde die politische Macht der neuen Regierung spürbar einschränken und sie zu zahlreichen Kompromissen zwingen. Wahlgeschenke würden schwieriger, extreme Politik in die eine oder andere Richtung wie schlagartige Zölle, Steuersenkungen oder -erhöhungen jedoch auch, so Grass: "Für die Anleger und die Wirtschaft spielt es in einer Konstellation geteilter Macht letztendlich gar keine so große Rolle, wer nach der Wahl im Weißen Haus sitzt, denn der Handlungsspielraum dürfte eingeschränkt sein."
Für Anleger bedeute dies, mit einer breiten Aufstellung in einem Umfeld moderater wirtschaftlicher Erholung und weiterhin steigender Unternehmensgewinne ganz zuversichtlich in das nächste Jahr blicken können zu können, so Oliver Grass: "Auf der Aktienseite sollte man weiter investiert bleiben. Die Anleger müssen keine Angst vor drastischeren Zinserhöhungen, massiven kurzfristigen Zollerhöhungen oder ausufernder Staatsverschuldung mit inflationsverstärkenden Auswirkungen haben."
Dies wäre eigentlich nur dann der Fall, wenn Trump a) gewinnen und b) durchregieren könnte. Bei den Anleihen verlören die kurzen Laufzeiten für Grass an Attraktivität: "Die länger laufenden Anlagen werden spannender und dürften für die nächsten Jahre wieder Erträge oberhalb der Inflationsrate abwerfen." Was bleibe seien die kaum kalkulierbaren eventuellen geopolitischen Verwerfungen. Sie sprächen für einen ausreichenden Anteil Gold im Depot. (25.09.2024/alc/a/a)


