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Polnische Inflation könnte stärker steigen als erwartet
22.07.19 11:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die polnische Inflationsrate ist im Juli auf 2,6 Prozent gestiegen, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Zentralbankchef Glapinski gehe zwar davon aus, dass die Teuerungsrate Anfang kommenden Jahres 3,5 Prozent erreichen könnte. Ab Sommer nächsten Jahres rechne er aber wieder mit nachlassenden Preissteigerungen. Einer Leitzinsanhebung werde daher weiterhin eine Absage erteilt. Weltweit würden die Notenbanken hingegen zu Zinssenkungen tendieren, der Złoty könne hiervon profitieren. Anfang Juli habe er gegenüber dem Euro so stark notiert wie zuletzt im April 2018. Steige die Inflation künftig stärker als erwartet, könnte der Markt dazu übergehen, Leitzinsanhebungen einzupreisen, eine weitere Stärkung der Währung wäre die Folge. Dies erscheine nicht unwahrscheinlich. Einige Faktoren würden dafür sprechen, dass ein höher als erwarteter Preisdruck die Notenbank zum Handeln zwingen könnte.
Zuletzt habe die Zuwanderung von Arbeitskräften aus der Ukraine die Löhne und somit die Inflation in Polen niedrig gehalten. Dass zukünftig Ukrainern der Arbeitsaufenthalt in Deutschland vereinfacht werden solle, könnte das Arbeitsangebot in Polen jedoch verknappen und somit die Teuerungsrate steigen lassen. Zudem scheine der Preiskrieg zwischen Telekommunikationsunternehmen langsam nachzulassen. Im Bankensektor zeichne sich eine ähnliche Entwicklung ab, höhere Kosten für die Endverbraucher könnten die Folge sein. (22.07.2019/alc/a/a)
Zentralbankchef Glapinski gehe zwar davon aus, dass die Teuerungsrate Anfang kommenden Jahres 3,5 Prozent erreichen könnte. Ab Sommer nächsten Jahres rechne er aber wieder mit nachlassenden Preissteigerungen. Einer Leitzinsanhebung werde daher weiterhin eine Absage erteilt. Weltweit würden die Notenbanken hingegen zu Zinssenkungen tendieren, der Złoty könne hiervon profitieren. Anfang Juli habe er gegenüber dem Euro so stark notiert wie zuletzt im April 2018. Steige die Inflation künftig stärker als erwartet, könnte der Markt dazu übergehen, Leitzinsanhebungen einzupreisen, eine weitere Stärkung der Währung wäre die Folge. Dies erscheine nicht unwahrscheinlich. Einige Faktoren würden dafür sprechen, dass ein höher als erwarteter Preisdruck die Notenbank zum Handeln zwingen könnte.
Zuletzt habe die Zuwanderung von Arbeitskräften aus der Ukraine die Löhne und somit die Inflation in Polen niedrig gehalten. Dass zukünftig Ukrainern der Arbeitsaufenthalt in Deutschland vereinfacht werden solle, könnte das Arbeitsangebot in Polen jedoch verknappen und somit die Teuerungsrate steigen lassen. Zudem scheine der Preiskrieg zwischen Telekommunikationsunternehmen langsam nachzulassen. Im Bankensektor zeichne sich eine ähnliche Entwicklung ab, höhere Kosten für die Endverbraucher könnten die Folge sein. (22.07.2019/alc/a/a)


