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Polen: Zwei Zinssenkungen in Folge
20.10.23 16:00
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Der Polnische Zloty (PLN) hat sich von seinem Schwächeanfall Anfang September erholt und gegenüber dem Euro wieder an Stärke gewonnen, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Beflügelnd habe in dieser Woche in erster Linie der Ausgang der Parlamentswahlen gewirkt. Beobachter hätten die klare Mehrheit für die europafreundlichen Oppositionsparteien als positives Signal für die polnische Wirtschaft gewertet. Eine weitere Legislaturperiode unter Führung der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hätte demnach die Gefahr erhöht, dass Polen endgültig in Richtung einer autokratischen Staatsform abdrifte. Mittel- bis langfristig hätte dieser Weg Polen sogar aus der EU herausführen können, habe es in Analystenkreisen geheißen.
Der Zloty sei inzwischen wieder so teuer wie Anfang September, als die polnische Notenbank den Schlüsselzins um 0,75 Prozentpunkte überraschend stark gesenkt habe. Ökonomen hätten zwar mit einer Senkung gerechnet, doch die meisten hätten nur 0,25 Prozentpunkte erwartet, da die polnische Inflation nach wie vor zweistellig sei und weit über dem EU-Durchschnitt liege. Während die EZB darüber diskutiere, ob sie die Leitzinsen noch mehr erhöhen müsse oder nicht, habe die Narodowy Bank Polski die Zinsen Anfang Oktober erneut um weitere 25 Basispunkte gesenkt. Die Hüter des Zloty wollten so eine mögliche Abschwächung der Wirtschaft verhindern. Die Devisenmärkte scheinen aktuell davon auszugehen, dass dies gelingt, so die Analysten der BNP Paribas. (20.10.2023/alc/a/a)
Beflügelnd habe in dieser Woche in erster Linie der Ausgang der Parlamentswahlen gewirkt. Beobachter hätten die klare Mehrheit für die europafreundlichen Oppositionsparteien als positives Signal für die polnische Wirtschaft gewertet. Eine weitere Legislaturperiode unter Führung der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hätte demnach die Gefahr erhöht, dass Polen endgültig in Richtung einer autokratischen Staatsform abdrifte. Mittel- bis langfristig hätte dieser Weg Polen sogar aus der EU herausführen können, habe es in Analystenkreisen geheißen.
Der Zloty sei inzwischen wieder so teuer wie Anfang September, als die polnische Notenbank den Schlüsselzins um 0,75 Prozentpunkte überraschend stark gesenkt habe. Ökonomen hätten zwar mit einer Senkung gerechnet, doch die meisten hätten nur 0,25 Prozentpunkte erwartet, da die polnische Inflation nach wie vor zweistellig sei und weit über dem EU-Durchschnitt liege. Während die EZB darüber diskutiere, ob sie die Leitzinsen noch mehr erhöhen müsse oder nicht, habe die Narodowy Bank Polski die Zinsen Anfang Oktober erneut um weitere 25 Basispunkte gesenkt. Die Hüter des Zloty wollten so eine mögliche Abschwächung der Wirtschaft verhindern. Die Devisenmärkte scheinen aktuell davon auszugehen, dass dies gelingt, so die Analysten der BNP Paribas. (20.10.2023/alc/a/a)


