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Polen: Zinssenkung und Präsidentschaftswahl
28.05.25 13:00
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die polnische Notenbank senkte am 7. Mai den Leitzins von 5,75 auf 5,25 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.
Dieser Schritt sei im Vorfeld von den Währungshütern und Notenbankchef Glapinski ziemlich eindeutig angekündigt worden und habe keine große Überraschung geliefert. Hinsichtlich weiterer Zinssenkungen äußere sich die Notenbank jedoch verhalten. Im April habe die Inflationsrate mit einem Rückgang von 4,9 auf 4,2 Prozent im Rahmen der Erwartungen gelegen. Die Kernrate sei von 3,6 auf 3,4 Prozent gesunken. Der Erzeugerpreisindex sei im März mit minus 1,1 Prozent robust im negativen Bereich geblieben.
Die Industrieproduktion sei im April nach einem starken Vormonat (Vorzieheffekte der US-Zölle) um 4,6 Prozent zum März gesunken.
Tendenziell dürften die EU-Mittel aus dem Wiederaufbaufonds sowie dem Kohäsionsfonds zumindest mittelfristig weiterhin stützend für die polnische Wirtschaft bleiben. Eine große Unbekannte bleibe die Präsidentschaftswahl, die am 1. Juni in die Stichwahl gehe. Sollte Trzaskowski Präsident werden, könnte dies die Zusammenarbeit mit der EU erleichtern.
Habe der Zloty Mitte April noch auf knapp EUR/PLN 4,32 abgewertet, das tiefste Niveau seit Ende November, stabilisiere er sich anschließend aufgrund der Zollpause zwischen EUR/PLN 4,21 und 4,30 – zuletzt notiere er um EUR/PLN 4,25.
Die Deutsche Bank rechne in den kommenden sechs Monaten für den Zloty mit einem leichten Rücksetzer auf EUR/PLN 4,32, was allerdings von einiger Volatilität insbesondere im Umfeld der Stichwahl zum Präsidenten begleitet werden dürfte. (Währungsbulletin Juni 2025) (28.05.2025/alc/a/a)
Dieser Schritt sei im Vorfeld von den Währungshütern und Notenbankchef Glapinski ziemlich eindeutig angekündigt worden und habe keine große Überraschung geliefert. Hinsichtlich weiterer Zinssenkungen äußere sich die Notenbank jedoch verhalten. Im April habe die Inflationsrate mit einem Rückgang von 4,9 auf 4,2 Prozent im Rahmen der Erwartungen gelegen. Die Kernrate sei von 3,6 auf 3,4 Prozent gesunken. Der Erzeugerpreisindex sei im März mit minus 1,1 Prozent robust im negativen Bereich geblieben.
Tendenziell dürften die EU-Mittel aus dem Wiederaufbaufonds sowie dem Kohäsionsfonds zumindest mittelfristig weiterhin stützend für die polnische Wirtschaft bleiben. Eine große Unbekannte bleibe die Präsidentschaftswahl, die am 1. Juni in die Stichwahl gehe. Sollte Trzaskowski Präsident werden, könnte dies die Zusammenarbeit mit der EU erleichtern.
Habe der Zloty Mitte April noch auf knapp EUR/PLN 4,32 abgewertet, das tiefste Niveau seit Ende November, stabilisiere er sich anschließend aufgrund der Zollpause zwischen EUR/PLN 4,21 und 4,30 – zuletzt notiere er um EUR/PLN 4,25.
Die Deutsche Bank rechne in den kommenden sechs Monaten für den Zloty mit einem leichten Rücksetzer auf EUR/PLN 4,32, was allerdings von einiger Volatilität insbesondere im Umfeld der Stichwahl zum Präsidenten begleitet werden dürfte. (Währungsbulletin Juni 2025) (28.05.2025/alc/a/a)


