Polen-Anleihen passen gut in konservative Depots


22.06.12 11:06
Fuchsbriefe

Berlin (www.anleihencheck.de) - Nach Meinung der Experten von "Fuchsbriefe" passen polnische Anleihen gut in konservative Depots.

Polen sei als größte osteuropäische Volkswirtschaft der EU wesentlich besser durch die Krise gekommen als alle anderen Mitgliedsstaaten. Als einziges EU-Land habe das Land 2009 eine Rezession vermieden.

Auch die Perspektiven für 2012 würden überzeugend ausfallen. So werde ein Wirtschaftswachstum um 2,5% erwartet. Gleichzeitig wolle die Regierung in Warschau die staatliche Neuverschuldung von geschätzten 5,6% im vergangenen Jahr auf das Maastricht-Limit von 3% senken. Darüber hinaus sei die Verschuldung der öffentlichen Haushalte im Vergleich zu vielen anderen EU-Ländern geradezu vorbildlich. Sie habe per Ende 2011 bei 54% des BIP und damit unter der gesetzlich festgesetzten Obergrenze von 55% gelegen. Das durchschnittliche Staatsdefizit der Eurozone habe sich dagegen auf 88% belaufen.

Auch der Kapitalmarkt sei auf Polen aufmerksam geworden. Polnische Staatspapiere seien für Investoren mehr und mehr die osteuropäische Alternative zu den "sicheren Häfen" deutsche Bundesanleihen oder US-Treasuries. Dies lasse sich auch an der Kursentwicklung von polnischen Staatsanleihen sowie den sinkenden Renditen für Neuemissionen ablesen.

Auch von der Währungsseite könnte Unterstützung kommen. So verfüge der Zloty nach Ansicht der Experten noch über ausreichend Aufwertungs-Spielraum.

Polnische Anleihen würden nach Meinung der Experten gut in konservativer ausgerichtete Depots passen. Dementsprechend hätten sie bei ihrer Erstempfehlung von drei polnischen Anleihen (ISIN PL0000500021 / WKN nicht bekannt, ISIN PL0000106670 / WKN A1GT1C und ISIN PL0000105391 / WKN A0T1N9) in Ausgabe 11/2012 zum Kauf geraten.

Diese Empfehlung halten die Experten von "Fuchsbriefe" aufrecht. Anleger, die das Währungsrisiko scheuen würden, seien auch mit der neuen Euro-Anleihe (ISIN XS0794399674 / WKN A1G57X) mit Laufzeit bis 2023 gut beraten. Hier falle jedoch der Kupon niedriger aus. (Ausgabe 25 vom 21.06.2012) (22.06.2012/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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