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PROTECT Aktienanleihe auf Nokia: Seitwärts-Investment mit 9,0 Prozent Zinsen
27.06.13 15:14
ZertifikateJournal
Schwarzach am Main (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe eine PROTECT Aktienanleihe (ISIN DE000SG4EH31 / WKN SG4EH3) der Société Générale auf die Nokia-Aktie vor.
Nokia habe offenbar kurz vor einer Übernahme durch Microsoft gestanden. Eine mündliche Abmachung sei schon fast getroffen gewesen. Letztlich habe Microsoft dann doch einen Rückzieher gemacht. Grund für das Scheitern sei der hohe Preis sowie die schwache Marktposition der Finnen gewesen.
Bei Handys insgesamt sei Nokia weltweit zwar immer noch die Nummer zwei, im Smartphone-Segment würden die Finnen allerdings weit hinter der Konkurrenz von Apple und Samsung rangieren. Im ersten Quartal 2013 sei Nokia laut dem Marktforschungsinstitut International Data Corporation (IDC) nur auf 3,2 Prozent Marktanteil gekommen. Der Abstand zu Android (75 Prozent) und iOS (17,3 Prozent) bleibe also riesig.
Um wieder eine bessere Marktposition zu erreichen, hätten die Finnen eine Kooperation mit Microsoft gestartet. Der Software-Riese - in diesem margenstarken Segment ebenfalls nur unterdurchschnittlich dabei - verantworte in der Kooperation das Betriebssystem "Windows Phone".
Die Kooperation trage bereits erste Früchte. Der Absatz der Lumia-Smartphones habe im Vergleich von Januar bis März im Vergleich zum Schlussquartal 2012 um über ein Viertel auf 5,6 Mio. Geräte zugelegt. Trotzdem sei der Umsatz um 20 Prozent auf 5,85 Mrd. Euro weggebrochen. Und auch der Handy-Absatz habe mit knapp 62 Mio. deutlich unter den Erwartungen gelegen.
Immerhin habe Nokia seinen Verlust eindämmen können. Nach einem Fehlbetrag von 928 Mio. Euro von Oktober bis Dezember 2012 habe der Verlust im ersten Quartal des laufenden Jahres nur noch bei 272 Mio. Euro gelegen - einem eisernen Sparprogramm sei Dank.
Aber nicht nur Microsoft, auch der chinesische Elektronik-Hersteller Huawei sei als Interessent für Nokia gehandelt worden. Allerdings habe der Konzern die Spekulation um eine mögliche Übernahme bereits dementiert. Huawei sei inzwischen zum drittgrößten Smartphone-Hersteller der Welt aufgestiegen - und der Konzern wolle weiter expandieren. Doch der Telekomriese favorisiere Android als Betriebssystem.
Die Hoffnungen auf eine schnelle Trendwende bei Nokia hätten sich damit in Luft aufgelöst. Derzeit wechsle die Aktie für 2,93 Euro den Besitzer. Zu Jahresbeginn habe man noch 3,50 Euro auf den Tisch legen müssen. Noch schlimmer sehe die Langfrist-Performance aus: Auf Sicht von drei Jahren lägen die Aktien des langjährigen Handy-Pioniers knapp 60 Prozent im Minus, in den vergangenen fünf Jahren sei es gar um mehr als 80 Prozent nach unten gegangen.
Allerdings sei zuletzt etwas Ruhe eingekehrt. Auf Sicht von fünf Monaten laufe der Titel seitwärts, in einer Range zwischen 2,50 und 3,00 Euro. Ausrutscher nach unten seien in dieser Zeit ebenso vehement eingebremst worden wie Versuche nach oben auszubrechen. Insofern - und mit Blick auf die weiterhin durchwachsenen fundamentalen Daten - biete sich ein Seitwärts-Investment auf die Aktie an.
Dazu passend habe die Société Générale aktuell eine PROTECT Aktienanleihe auf die Nokia-Aktie in der Zeichnung. Das Papier sei mit einem fixen Kupon von 9,0 Prozent ausgestattet. Dieser Kupon werde bei Fälligkeit in jedem Fall ausbezahlt - unabhängig von der Kursentwicklung der Aktie. Ob die Anleihe dann zum Nominalbetrag von 1.000 Euro getilgt werde, hänge vom Schlusskurs der Nokia-Aktie am finalen Bewertungstag, der am 8. Juli 2014 anstehe, ab. Liege dieser auf oder über der PROTECT-Schwelle von 65 Prozent des Referenzwerts, erfolge die Rückzahlung zum Nennwert. Wenn nicht, würden Anleger eine festgelegte Anzahl Nokia-Aktien ins Depot geliefert bekommen. Anleger würden in diesem Fall "eins zu eins" am Verlust der Aktie partizipieren.
Wäre heute der anfängliche Bewertungstag, läge der Referenzwert der Anleihe bei 1,91 Euro. Dieses Niveau habe die Aktie zuletzt im Juli des Vorjahres von unten gesehen. Insofern stünden die Chancen gut, dass die Anleihe in einem Jahr zum Nominalbetrag getilgt werde. Renditejäger könnten zugreifen. (Ausgabe 25/2013) (27.06.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Nokia habe offenbar kurz vor einer Übernahme durch Microsoft gestanden. Eine mündliche Abmachung sei schon fast getroffen gewesen. Letztlich habe Microsoft dann doch einen Rückzieher gemacht. Grund für das Scheitern sei der hohe Preis sowie die schwache Marktposition der Finnen gewesen.
Bei Handys insgesamt sei Nokia weltweit zwar immer noch die Nummer zwei, im Smartphone-Segment würden die Finnen allerdings weit hinter der Konkurrenz von Apple und Samsung rangieren. Im ersten Quartal 2013 sei Nokia laut dem Marktforschungsinstitut International Data Corporation (IDC) nur auf 3,2 Prozent Marktanteil gekommen. Der Abstand zu Android (75 Prozent) und iOS (17,3 Prozent) bleibe also riesig.
Um wieder eine bessere Marktposition zu erreichen, hätten die Finnen eine Kooperation mit Microsoft gestartet. Der Software-Riese - in diesem margenstarken Segment ebenfalls nur unterdurchschnittlich dabei - verantworte in der Kooperation das Betriebssystem "Windows Phone".
Die Kooperation trage bereits erste Früchte. Der Absatz der Lumia-Smartphones habe im Vergleich von Januar bis März im Vergleich zum Schlussquartal 2012 um über ein Viertel auf 5,6 Mio. Geräte zugelegt. Trotzdem sei der Umsatz um 20 Prozent auf 5,85 Mrd. Euro weggebrochen. Und auch der Handy-Absatz habe mit knapp 62 Mio. deutlich unter den Erwartungen gelegen.
Aber nicht nur Microsoft, auch der chinesische Elektronik-Hersteller Huawei sei als Interessent für Nokia gehandelt worden. Allerdings habe der Konzern die Spekulation um eine mögliche Übernahme bereits dementiert. Huawei sei inzwischen zum drittgrößten Smartphone-Hersteller der Welt aufgestiegen - und der Konzern wolle weiter expandieren. Doch der Telekomriese favorisiere Android als Betriebssystem.
Die Hoffnungen auf eine schnelle Trendwende bei Nokia hätten sich damit in Luft aufgelöst. Derzeit wechsle die Aktie für 2,93 Euro den Besitzer. Zu Jahresbeginn habe man noch 3,50 Euro auf den Tisch legen müssen. Noch schlimmer sehe die Langfrist-Performance aus: Auf Sicht von drei Jahren lägen die Aktien des langjährigen Handy-Pioniers knapp 60 Prozent im Minus, in den vergangenen fünf Jahren sei es gar um mehr als 80 Prozent nach unten gegangen.
Allerdings sei zuletzt etwas Ruhe eingekehrt. Auf Sicht von fünf Monaten laufe der Titel seitwärts, in einer Range zwischen 2,50 und 3,00 Euro. Ausrutscher nach unten seien in dieser Zeit ebenso vehement eingebremst worden wie Versuche nach oben auszubrechen. Insofern - und mit Blick auf die weiterhin durchwachsenen fundamentalen Daten - biete sich ein Seitwärts-Investment auf die Aktie an.
Dazu passend habe die Société Générale aktuell eine PROTECT Aktienanleihe auf die Nokia-Aktie in der Zeichnung. Das Papier sei mit einem fixen Kupon von 9,0 Prozent ausgestattet. Dieser Kupon werde bei Fälligkeit in jedem Fall ausbezahlt - unabhängig von der Kursentwicklung der Aktie. Ob die Anleihe dann zum Nominalbetrag von 1.000 Euro getilgt werde, hänge vom Schlusskurs der Nokia-Aktie am finalen Bewertungstag, der am 8. Juli 2014 anstehe, ab. Liege dieser auf oder über der PROTECT-Schwelle von 65 Prozent des Referenzwerts, erfolge die Rückzahlung zum Nennwert. Wenn nicht, würden Anleger eine festgelegte Anzahl Nokia-Aktien ins Depot geliefert bekommen. Anleger würden in diesem Fall "eins zu eins" am Verlust der Aktie partizipieren.
Wäre heute der anfängliche Bewertungstag, läge der Referenzwert der Anleihe bei 1,91 Euro. Dieses Niveau habe die Aktie zuletzt im Juli des Vorjahres von unten gesehen. Insofern stünden die Chancen gut, dass die Anleihe in einem Jahr zum Nominalbetrag getilgt werde. Renditejäger könnten zugreifen. (Ausgabe 25/2013) (27.06.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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