Erweiterte Funktionen
Ohne Rückenwind der Notenbanken
18.11.19 10:45
St.Galler Kantonalbank Dtld.
München (www.anleihencheck.de) - Was sich seit ein paar Wochen andeutet, konkretisiert sich langsam, wenn auch auf niedrigem Niveau: Die konjunkturelle Entwicklung hat sich stabilisiert, Deutschland ist noch einmal an einer technischen Rezession vorbeigeschrammt, und die Industrieproduktion in der Eurozone hat im September leicht zugelegt, so Michael Winkler, Leiter Anlagestrategie bei der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG.
Dementsprechend sinke die Angst vor einer Rezession. Die Entwicklung der US-Industrieproduktion zeige allerdings, dass zu überbordendem Optimismus wahrlich kein Anlass bestehe. Diese Produktion sei laut der US-Notenbank FED im Oktober deutlich stärker zurückgegangen als zuvor erwartet, nicht zuletzt durch den nach wie vor ungelösten Handelskonflikt mit China. Und es sei für 2020 auch in der Eurozone mit keinem starken Wirtschaftswachstum zu rechnen.
Die Aktienmärkte kümmere das nicht. Sie würden auf der Welle der abnehmenden Konjunkturängste segeln. Allerdings würden sie dabei anders als bisher ohne den gewohnten Rückenwind der Notenbanken auskommen müssen. Der DAX halte sich stabil über 13.000 Punkten. Noch besser sehe es beim S&P 500 aus. Er entwickle sich freundlich und erreiche neue Höchstkurse für dieses Jahr. Der STOXX 600 arbeite weiter am Überwinden der Widerstandszone zwischen 400 und 415 Punkten - einer Zone, die seit mindestens fünf Jahren nicht mehr habe durchbrochen werden können. Angesichts solcher Entwicklungen habe die FED bereits angekündigt, vorerst auf weitere Zinssenkungen zu verzichten. Es sei gut möglich, dass ihr aktueller Leitzins ein ganzes Jahr Bestand haben werde.
Neben der zu erwartenden künftigen Zurückhaltung der Notenbanken, die ja bisher ein starker Treiber der Kursentwicklungen gewesen seien, gebe es für Anleger noch eine weitere Kehrseite der aktuellen Entwicklungen. Zumindest für Anleger, die darüber nachdenken würden, ihre Aktienquote weiter aufzustocken. Denn die Bewertungen an den Aktienmärkten seien mittlerweile bereits recht hoch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im DAX liege derzeit bei rund 16, zu Jahresbeginn seien es rund 11 gewesen. Der historische Durchschnittswert liege zwischen 13 und 14. Die Aktienquote sollte daher nicht aufgestockt werden. Da andererseits auch kein Abgabedruck herrsche, empfehle es sich, sie konstant zu halten. (18.11.2019/alc/a/a)
Dementsprechend sinke die Angst vor einer Rezession. Die Entwicklung der US-Industrieproduktion zeige allerdings, dass zu überbordendem Optimismus wahrlich kein Anlass bestehe. Diese Produktion sei laut der US-Notenbank FED im Oktober deutlich stärker zurückgegangen als zuvor erwartet, nicht zuletzt durch den nach wie vor ungelösten Handelskonflikt mit China. Und es sei für 2020 auch in der Eurozone mit keinem starken Wirtschaftswachstum zu rechnen.
Die Aktienmärkte kümmere das nicht. Sie würden auf der Welle der abnehmenden Konjunkturängste segeln. Allerdings würden sie dabei anders als bisher ohne den gewohnten Rückenwind der Notenbanken auskommen müssen. Der DAX halte sich stabil über 13.000 Punkten. Noch besser sehe es beim S&P 500 aus. Er entwickle sich freundlich und erreiche neue Höchstkurse für dieses Jahr. Der STOXX 600 arbeite weiter am Überwinden der Widerstandszone zwischen 400 und 415 Punkten - einer Zone, die seit mindestens fünf Jahren nicht mehr habe durchbrochen werden können. Angesichts solcher Entwicklungen habe die FED bereits angekündigt, vorerst auf weitere Zinssenkungen zu verzichten. Es sei gut möglich, dass ihr aktueller Leitzins ein ganzes Jahr Bestand haben werde.
Neben der zu erwartenden künftigen Zurückhaltung der Notenbanken, die ja bisher ein starker Treiber der Kursentwicklungen gewesen seien, gebe es für Anleger noch eine weitere Kehrseite der aktuellen Entwicklungen. Zumindest für Anleger, die darüber nachdenken würden, ihre Aktienquote weiter aufzustocken. Denn die Bewertungen an den Aktienmärkten seien mittlerweile bereits recht hoch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im DAX liege derzeit bei rund 16, zu Jahresbeginn seien es rund 11 gewesen. Der historische Durchschnittswert liege zwischen 13 und 14. Die Aktienquote sollte daher nicht aufgestockt werden. Da andererseits auch kein Abgabedruck herrsche, empfehle es sich, sie konstant zu halten. (18.11.2019/alc/a/a)


