Novartis-Anleihe: Gesunde Depotbeimischung für Sicherheitsbewusste


20.06.12 11:07
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Unternehmensanleihe (ISIN XS0432810116 / WKN A1AHRB) von Novartis für eine interessante Alternative für den top-gerateten Corporate Bonds-Markt.

Die Anleihe, offizieller Emittent sei die hundertprozentige Tochtergesellschaft des Unternehmens, die Novartis Finance S.A., werde durch die Novartis AG gesamtschuldnerisch garantiert. Die Anleihe sei mit einem Kupon von 4,25% ausgestattet, laufe noch bis zum 15.06.2016 und weise eine Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 111,94% biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 1,14%.

Novartis zähle zu den weltweit führenden Pharmakonzernen. Dabei sei Novartis nach eigenen Angaben das einzige Unternehmen, das sowohl bei patentgeschützten Medikamenten als auch bei Generika eine Führungsrolle innehabe.

Im ersten Quartal 2012 habe Novartis einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. So habe der Reingewinn bei 3,09 Mrd. US-Dollar bzw. 1,27 US-Dollar pro Aktie gelegen, nach 3,38 Mrd. US-Dollar bzw. 1,41 US-Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz sei leicht um 2% auf 13,74 Mrd. US-Dollar gesunken. Der Gewinnrückgang resultiere vor allem aus einer zunehmenden Generikakonkurrenz, insbesondere für Diovan und Femara, sowie Produktionsproblemen beim US-Standort von Consumer Health in Nebraska.

Dennoch habe die Konzernführung den Ausblick für das Gesamtjahr 2012 bekräftigt. Auf Konzernebene werde bei konstanten Wechselkursen mit einem Nettoumsatz auf dem Niveau des Jahres 2011 gerechnet. Den Erwartungen zufolge dürfte die operative Kerngewinnmarge des Konzerns bei konstanten Wechselkursen geringfügig unter dem Niveau des Jahres 2011 liegen.

Novartis verfüge über eine breite Produkt-Pipeline und zusätzlich vielversprechende Produkt-Kandidaten. Mit der Übernahme von Alcon im letzten Jahr habe der Pharmakonzern eine sinnvolle Akquisition getätigt und seine Basis gestärkt. Dennoch leide Novartis aktuell unter einigen Patentabläufen und der zunehmenden Generikakonkurrenz.

An der hohen Profitabilität dürfte sich mittelfristig aber wenig ändern, so dass Novartis ein sehr guter Schuldner bleibe. So sei zum Beispiel im Geschäftsjahr 2011 ein Free Cashflow in Höhe von 12,5 Mrd. US-Dollar generiert worden. Diese Summe sei zum größten Teil für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe verwendet worden. Von den großen Ratingagenturen erhalte Novartis durch die Bank Top-Ratings.

Auch wenn die o.a. Unternehmensanleihe von Novartis nur eine jährliche Rendite von 1,14% abwirft, halten sie die Analysten von Anleihencheck Research dennoch für eine interessante Alternative gegenüber anderen top-gerateten Corporate Bonds oder Staatsanleihen aus Deutschland bzw. der Schweiz. Die Rendite für eine vergleichbare Bundesanleihe betrage lediglich rund 0,3% pro Jahr. (Analyse vom 20.06.2012) (20.06.2012/alc/a/a)


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