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Notenbanken driften auseinander
10.09.14 10:54
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - AXA Investment Managers veröffentlicht das wöchentliche Zitat, in dieser Woche zu den Auswirkungen der unterschiedlich starken Konjunktur in den USA, Großbritannien und der Eurozone:
"Die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen werden vermutlich in naher Zukunft relativ zu den Renditen in Europa deutlich ansteigen. Dies dürfte den Euro auf ein Mehrjahrestief im Vergleich zum US-Dollar drücken."
Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, sage Folgendes:
Der Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers jähre sich in wenigen Tagen zum sechsten Mal. Nicht alle Volkswirtschaften hätten sich im selben Maß von diesem Schock erholt. Das verdeutliche der Blick auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Während Deutschland und die USA bereits Ende 2010 Wirtschaftsdaten vorgelegt hätten, die über denen des Jahres 2007 gelegen hätten, hätten sich andere Länder schwerer getan. In den so genannten Peripheriestaaten Südeuropas etwa liege das BIP noch immer fünf bis zehn Prozent unter dem Wert aus 2007.
Auch für diese Länder zeichne sich allerdings Licht am Ende des Tunnels ab, wie Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, erkläre: "Den Unternehmen im Mittelmeerraum und in Portugal kommt die jüngste Entwicklung am Devisenmarkt gelegen. Erstmals seit mehr als einem Jahr rutschte der Euro unter die Marke von 1,30 Dollar. Ein schwacher Euro unterstützt die Geschäfte der europäischen Exporteure, weil er die Weltmarktpreise für ihre Produkte drückt."
Einiges spreche nun dafür, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten noch verstärke. So zeichne sich derzeit ein dauerhaftes und spürbares Auseinanderdriften der Geldpolitik der großen Notenbanken ab. Während die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt neben einer weiteren Zinssenkung um zehn Basispunkte auch den Kauf forderungsbesicherter Wertpapiere (Asset Backed Securities, kurz ABS) angekündigt habe, dürfte es für die US-Notenbank Federal Reserve und die Bank of England (BoE) angesichts der stabilen Konjunkturentwicklung ernst werden mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik, so Iggo.
Die langfristigen Anleiherenditen hätten die unterschiedliche Entwicklung in den USA und Euroland bereits vorweggenommen. Die zehnjährigen US-Treasuries würden schon fast 150 Basispunkte über den entsprechenden Bundesanleihen rentieren und bei den zweijährigen Papieren sei es in den vergangenen Wochen ebenfalls zu einem spürbaren Anstieg der Renditeabstände zwischen US-Treasuries und Bundesanleihen gekommen. Wenn die BoE und die FED nun an der Zinsschraube drehen würden, könnte sich diese Entwicklung fortsetzen, erkläre Iggo: "Die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen werden vermutlich in naher Zukunft relativ zu den Renditen in Europa deutlich ansteigen. Dies dürfte den Euro auf ein Mehrjahrestief im Vergleich zum US-Dollar drücken." (10.09.2014/alc/a/a)
"Die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen werden vermutlich in naher Zukunft relativ zu den Renditen in Europa deutlich ansteigen. Dies dürfte den Euro auf ein Mehrjahrestief im Vergleich zum US-Dollar drücken."
Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, sage Folgendes:
Auch für diese Länder zeichne sich allerdings Licht am Ende des Tunnels ab, wie Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, erkläre: "Den Unternehmen im Mittelmeerraum und in Portugal kommt die jüngste Entwicklung am Devisenmarkt gelegen. Erstmals seit mehr als einem Jahr rutschte der Euro unter die Marke von 1,30 Dollar. Ein schwacher Euro unterstützt die Geschäfte der europäischen Exporteure, weil er die Weltmarktpreise für ihre Produkte drückt."
Einiges spreche nun dafür, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten noch verstärke. So zeichne sich derzeit ein dauerhaftes und spürbares Auseinanderdriften der Geldpolitik der großen Notenbanken ab. Während die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt neben einer weiteren Zinssenkung um zehn Basispunkte auch den Kauf forderungsbesicherter Wertpapiere (Asset Backed Securities, kurz ABS) angekündigt habe, dürfte es für die US-Notenbank Federal Reserve und die Bank of England (BoE) angesichts der stabilen Konjunkturentwicklung ernst werden mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik, so Iggo.
Die langfristigen Anleiherenditen hätten die unterschiedliche Entwicklung in den USA und Euroland bereits vorweggenommen. Die zehnjährigen US-Treasuries würden schon fast 150 Basispunkte über den entsprechenden Bundesanleihen rentieren und bei den zweijährigen Papieren sei es in den vergangenen Wochen ebenfalls zu einem spürbaren Anstieg der Renditeabstände zwischen US-Treasuries und Bundesanleihen gekommen. Wenn die BoE und die FED nun an der Zinsschraube drehen würden, könnte sich diese Entwicklung fortsetzen, erkläre Iggo: "Die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen werden vermutlich in naher Zukunft relativ zu den Renditen in Europa deutlich ansteigen. Dies dürfte den Euro auf ein Mehrjahrestief im Vergleich zum US-Dollar drücken." (10.09.2014/alc/a/a)


