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Notenbanken in der Zwickmühle: Nächster Daten-Blues rollt an


20.05.22 11:45
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - An den Finanzmärkten haben Sorgen hinsichtlich der Konjunktur diejenigen hinsichtlich der Inflation als Top-Thema abgelöst: "Die Rezessionsängste nehmen zu, nicht nur in der Eurozone, sondern auch in den USA", sagt Robert Greil, Chefstratege bei der Merck Finck a Quintet Private Bank.

Der Chefstratege von Merck Finck rechne "bei den nächste Woche anstehenden Stimmungs- und Aktivitätsdaten für Mai nach dem jüngsten Abwärtstrend bestenfalls mit einer Stabilisierung." Greil: "Das Wachstum wird sich weiter abschwächen, die Inflation aber vorerst hoch bleiben - die Notenbanken stecken in der Zwickmühle."

Kommende Woche starte gleich mit dem wohl gerade in Sachen Geschäftserwartungen rückläufigen ifo-Geschäftsklima. Am Dienstag dann das Daten-Highlight der Woche: Die Einkaufsmanager-Indices für Europa (inklusive Deutschlands), die USA und Japan. Am Mittwoch gehe dann in Deutschland der Blick von den Unternehmen auf die Verbraucher über, wenn das GfK-Konsumklima für Juni veröffentlicht werde. Am selben Tag werde das Statistische Bundesamt die finalen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im Startquartal 2022 bekannt geben.

In den USA richte sich der Fokus nach den Einkaufsmanager-Indices am Dienstag tags darauf auf die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im April sowie abends auf das Protokoll zur jüngsten FED-Sitzung, das dann publiziert werde. Am Donnerstag stehe eine aktualisierte Schätzung der US-Wirtschaftsleistung im ersten Quartal an, bevor am Freitag Kerninflationszahlen Amerikas Datenwoche abschließen würden. In Asien würden unter anderem Chinas Industriegewinne im April (Freitag) sowie Japans Produzentenpreise für Mai (Donnerstag) kommen.

ZITATE:

"Die Rezessionsängste nehmen zu, nicht nur in der Eurozone, sondern auch in den USA."

"Ich rechne bei den nächste Woche anstehenden Stimmungs- und Aktivitätsdaten für Mai nach dem jüngsten Abwärtstrend bestenfalls mit einer Stabilisierung."

"Das Wachstum wird sich weiter abschwächen, die Inflation aber vorerst hoch bleiben - die Notenbanken stecken in der Zwickmühle." (20.05.2022/alc/a/a)