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Norwegen: Kann die Zentralbank an ihrem Plan festhalten?
11.07.19 12:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Daten für das norwegische Wirtschaftswachstum im Juni unterstützen die Pläne der Notenbank, entgegen dem globalen Trend im September erneut die Leitzinsen zu erhöhen, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
So sei das Wachstum mit 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat nicht nur insgesamt stark ausgefallen, sondern habe auch breit gefächert in allen Sektoren stattgefunden. Zwar habe erneut der Ölsektor einen Großteil zum Anstieg beigetragen, gestärkt worden sei das Wachstum aber auch durch den Dienstleistungssektor und die stabile Industrieproduktion. Im Juni habe die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent zugelegt.
Die Juni-Inflationsrate habe hingegen die Erwartungen enttäuscht und sei von 2,5 auf 1,9 Prozent zurückgegangen, getrieben durch einen Rückgang der Energiepreisinflation. Das von der Notenbank präferierte Inflationsmaß, das solche volatilen Komponenten unberücksichtigt lasse, sei allerdings mit 2,3 Prozent auf dem Vormonatsniveau und damit über dem Zwei-Prozent-Zielwert der Währungshüter geblieben. Die durch die restriktivere Geldpolitik gestärkte Norwegische Krone dürfte zukünftig jedoch die Preise importierter Güter und damit die Inflation niedrig halten. Auch erwartet die Deutsche Bank vom Ölsektor weiterhin keine neuen Wachstums- bzw. Inflationsimpulse und geht daher von keinem weiteren Zinsschritt 2019 aus. (11.07.2019/alc/a/a)
So sei das Wachstum mit 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat nicht nur insgesamt stark ausgefallen, sondern habe auch breit gefächert in allen Sektoren stattgefunden. Zwar habe erneut der Ölsektor einen Großteil zum Anstieg beigetragen, gestärkt worden sei das Wachstum aber auch durch den Dienstleistungssektor und die stabile Industrieproduktion. Im Juni habe die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent zugelegt.
Die Juni-Inflationsrate habe hingegen die Erwartungen enttäuscht und sei von 2,5 auf 1,9 Prozent zurückgegangen, getrieben durch einen Rückgang der Energiepreisinflation. Das von der Notenbank präferierte Inflationsmaß, das solche volatilen Komponenten unberücksichtigt lasse, sei allerdings mit 2,3 Prozent auf dem Vormonatsniveau und damit über dem Zwei-Prozent-Zielwert der Währungshüter geblieben. Die durch die restriktivere Geldpolitik gestärkte Norwegische Krone dürfte zukünftig jedoch die Preise importierter Güter und damit die Inflation niedrig halten. Auch erwartet die Deutsche Bank vom Ölsektor weiterhin keine neuen Wachstums- bzw. Inflationsimpulse und geht daher von keinem weiteren Zinsschritt 2019 aus. (11.07.2019/alc/a/a)


