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Nicht die Zeit für Eurobonds
06.04.20 12:00
Merck Finck Privatbankiers
München (www.anleihencheck.de) - Europäische Solidarität ist in diesen Tagen besonders gefragt, so Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck Privatbankiers.
Genauso wichtig sei jedoch, diese Solidarität schnell und vernünftig zu regeln. Unter dem Druck der akuten Krise sollte daher nicht vorschnell ein neues und umstrittenes Instrument zur Anwendung gelangen, solange bereits eingeführte und funktionsfähige Systeme noch in der Lage seien, den zusätzlichen Finanzbedarf der Staaten in der Coronakrise verlässlich zu sichern.
Vor diesem Hintergrund sei der jetzt von Deutschland vorgeschlagene Finanzierungs- und Hilfsplan vernünftig. Dieser habe im Wesentlichen drei Komponenten: Eine Kreditvergabe über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) mit lediglich geringen Kreditkonditionen, einen 100 Mrd. Euro schweren paneuropäischen Kreditgarantiefonds der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie eine EU-finanzierte Kurzarbeiterunterstützung in Höhe von 50 Mrd. Euro. So lasse sich eine unbürokratische, schnelle und effiziente Hilfe organisieren.
Aus Sicht von Merck Finck Privatbankiers machet es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Sinn, überstürzt Eurobonds einzuführen. Schließlich sollten gemeinschaftliche Schulden auch auf einer gemeinsamen Fiskalpolitik basieren. Die konkrete Ausgestaltung und praktische Umsetzung sollte zudem gut durchdacht sein, bevor sie gestartet werde. Die direkte Vergemeinschaftung von Schulden würde einen weiteren politischen Tabubruch herbeiführen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass über die Anleihekäufe der EZB bereits heute schon eine fortgesetzte indirekte Vergemeinschaftung von Schulden stattfinde. Möchte man künftig darüber hinausgehen, so sollte dieser Schritt gut vorbereitet sein. (06.04.2020/alc/a/a)
Genauso wichtig sei jedoch, diese Solidarität schnell und vernünftig zu regeln. Unter dem Druck der akuten Krise sollte daher nicht vorschnell ein neues und umstrittenes Instrument zur Anwendung gelangen, solange bereits eingeführte und funktionsfähige Systeme noch in der Lage seien, den zusätzlichen Finanzbedarf der Staaten in der Coronakrise verlässlich zu sichern.
Vor diesem Hintergrund sei der jetzt von Deutschland vorgeschlagene Finanzierungs- und Hilfsplan vernünftig. Dieser habe im Wesentlichen drei Komponenten: Eine Kreditvergabe über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) mit lediglich geringen Kreditkonditionen, einen 100 Mrd. Euro schweren paneuropäischen Kreditgarantiefonds der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie eine EU-finanzierte Kurzarbeiterunterstützung in Höhe von 50 Mrd. Euro. So lasse sich eine unbürokratische, schnelle und effiziente Hilfe organisieren.
Aus Sicht von Merck Finck Privatbankiers machet es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Sinn, überstürzt Eurobonds einzuführen. Schließlich sollten gemeinschaftliche Schulden auch auf einer gemeinsamen Fiskalpolitik basieren. Die konkrete Ausgestaltung und praktische Umsetzung sollte zudem gut durchdacht sein, bevor sie gestartet werde. Die direkte Vergemeinschaftung von Schulden würde einen weiteren politischen Tabubruch herbeiführen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass über die Anleihekäufe der EZB bereits heute schon eine fortgesetzte indirekte Vergemeinschaftung von Schulden stattfinde. Möchte man künftig darüber hinausgehen, so sollte dieser Schritt gut vorbereitet sein. (06.04.2020/alc/a/a)


