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New Yorker FED-Chef sorgt für kurze US-Dollar-Schwäche


22.07.19 09:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Aussagen der FED-Mitglieder John Williams und Richard Clarida überraschten die Devisenmärkte am Donnerstagabend, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Frei übersetzt habe der Chef der New Yorker FED Williams verkündet, dass Vorsorge besser als Nachsorge sei, auch mit Blick auf Zinssenkungen. Der Markt habe das als klare Aussage für eine Absenkung des Leitzinses um 0,5 Prozent bereits am 31. Juli interpretiert, auch weil Richard Clarida am gleichen Abend davon gesprochen habe, dass er keinen Grund sehe, warum man warten sollte, wenn man für dieses Jahr Leitzinsabsenkungen plane. Die Idee dahinter sei, dass im Gegensatz zu den letzten Malen, als es gegolten habe, eine Rezession abzuwenden, die FED den Leitzins um nicht mal 2,5 Prozentpunkte senken könne, während sie in anderen Zyklen normalerweise den Leitzins um je rund 5 Prozentpunkte gesenkt habe.

Die New York FED habe sich am Abend noch gezwungen gesehen zu betonen, dass die Aussagen ihres Chefs nicht als Fingerzeig für die nächste FED-Sitzung zu deuten seien. Die Schwäche des US-Dollars gegen den Euro sei daher auch nur von kurzer Dauer gewesen, insbesondere weil auch die Konsumentenstimmung laut der Umfrage der Universität von Michigan zuletzt nicht so stark gewesen sei, wie von Analysten erwartet worden sei. (22.07.2019/alc/a/a)