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Neuseelands Zentralbank mit Fokus auf den Arbeitsmarkt
16.07.19 09:00
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der am ersten April geänderte "Neue Auftrag" der Neuseeländischen Zentralbank legt neben der Preisstabilität nun auch noch die Wahrung eines langfristig stabilen Beschäftigungsniveaus fest, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Da die Inflation weiterhin im Zielbereich der Zentralbank liege, dürften sich die Währungshüter zunehmend auf die Situation am Arbeitsmarkt konzentrieren. Die Arbeitslosigkeit in Neuseeland liege nahe an den Tiefstständen von 2008 und die Erwerbsquote auf Höchstständen, der Preisdruck bleibe aber dennoch verhalten. Dabei könnte Neuseelands Notenbank durch neue Erkenntnisse aus Australien beeinflusst werden. Dort werde nämlich angenommen, dass die natürliche Arbeitslosenquote tatsächlich tiefer liegen dürfte als bisher gedacht. Aufgrund der Freizügigkeit von Arbeitskräften zwischen den beiden Ländern könnte diese Quote auch in Neuseeland niedriger liegen als bisher angenommen und damit eine expansivere Geldpolitik ermöglichen. Zusätzlich würden Untersuchungsergebnisse von der letzten FED-Konferenz nahe legen, dass selbst überhitzte Arbeitsmärkte zu Produktivitätsgewinnen führen könnten und somit nicht unbedingt vermieden werden müssten. Neuseelands Zentralbank dürfte dementsprechend zu einer geldpolitischen Lockerung neigen, die Deutsche Bank erwarte zwei weitere Leitzinssenkungen bis Jahresende. (16.07.2019/alc/a/a)
Da die Inflation weiterhin im Zielbereich der Zentralbank liege, dürften sich die Währungshüter zunehmend auf die Situation am Arbeitsmarkt konzentrieren. Die Arbeitslosigkeit in Neuseeland liege nahe an den Tiefstständen von 2008 und die Erwerbsquote auf Höchstständen, der Preisdruck bleibe aber dennoch verhalten. Dabei könnte Neuseelands Notenbank durch neue Erkenntnisse aus Australien beeinflusst werden. Dort werde nämlich angenommen, dass die natürliche Arbeitslosenquote tatsächlich tiefer liegen dürfte als bisher gedacht. Aufgrund der Freizügigkeit von Arbeitskräften zwischen den beiden Ländern könnte diese Quote auch in Neuseeland niedriger liegen als bisher angenommen und damit eine expansivere Geldpolitik ermöglichen. Zusätzlich würden Untersuchungsergebnisse von der letzten FED-Konferenz nahe legen, dass selbst überhitzte Arbeitsmärkte zu Produktivitätsgewinnen führen könnten und somit nicht unbedingt vermieden werden müssten. Neuseelands Zentralbank dürfte dementsprechend zu einer geldpolitischen Lockerung neigen, die Deutsche Bank erwarte zwei weitere Leitzinssenkungen bis Jahresende. (16.07.2019/alc/a/a)


