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Neuer Zinszyklus spricht für Wandelanleihen
18.06.13 15:22
Fisch Asset Management
Zürich (www.anleihencheck.de) - Der jüngste Zinsanstieg machte sich auch im Wandelanleihenmarkt bemerkbar, so die Experten von Fisch Asset Management.
Vor allem Papiere mit sehr langer Duration und wenig Aktiensensitivität hätten Verluste erlitten. Aufgrund ihrer Struktur hätten die Wandler jedoch im Vergleich zu herkömmlichen Anleihen deutlich besser abgeschnitten. Wandelanleihen würden meist eine sehr kurze Duration von drei bis vier Jahren aufweisen. Deshalb würden sie bei einem Zinsanstieg weniger als herkömmliche Bonds verlieren. Zusätzlich biete die Aktienkomponente einen zusätzlichen Puffer bei steigenden Zinsen. Denn die Aktienkomponente gewinne an Wert, wenn sich die Konjunkturaussichten verbessern würden. Und diese Entwicklung gehe im Regelfall mit einem Zinsanstieg einher.
"Je höher die Aktiensensitivität (Delta) der Wandelanleihe ist, desto stärker wirkt sich dieser Effekt auf den Wert der Wandelanleihe aus - wobei der negative Zinseffekt gering ausfällt. Aus diesem Grund ist die Wandelanleihe ein sinnvolles Anlageinstrument in einem Umfeld, das von konjunktureller Erholung und steigenden Zinsen geprägt ist. Und sollte die Konjunktur doch einen Rücksetzer erleben, bieten Wandelanleihen einen besseren Kapitalschutz als das direkte Aktienengagement. In dieser Phase des neuen Zinszyklus ist folgerichtig das Timing-Element als wichtigstes Argument für die Anlageklasse der Wandelanleihen zu sehen", so Beat Thoma, CIO von Fisch Asset Management.
Die Phase steigender Zinsen dürfte zu einer nachhaltigen Belebung von Wandelanleihen-Neuemissionen führen. "Wenn die Finanzierung über Unternehmensanleihen teurer für die Firmen wird, sind Wandelanleihen wieder häufiger eine Alternative. Das wäre für den Gesamtmarkt der Wandler auch sehr wünschenswert aufgrund teilweise hohen Fälligkeiten. Während im Bereich "Subinvestment Grade" zahlreiche Neuemissionen, zum Beispiel Tesla, auf den Markt kamen, haben wir im Bereich "Investment Grade" nur eine knappe Kompensation der entsprechenden Fälligkeiten. Daher hoffen wir als Investor auf eine deutliche Marktbelebung. Zumal auf der Nachfrageseite starkes Interesse besteht, wie sich bei den Neuemissionen regelmäßig zeigt", sage Thoma.
Im Mai und im Juni habe es bereits erste Anzeichen einer wachsenden Neuemissionstätigkeit zu beobachten gegeben. Nach dem Januar mit 10,8 Milliarden US-Dollar Volumen sei der Mai mit 7,7 Milliarden US-Dollar Volumen der zweitstärkste Monat im Jahr 2013. "Auf das Jahr hochgerechnet sollten wir die seit 2008 abnehmende Tendenz bei Neuemissionen durchbrechen und ein deutlich höheres Volumen als in den beiden Vorjahren sehen. Und obwohl die USA und Europa meist die größten Volumen aufweisen, bleibt Asien die favorisierte Anlageregion im Moment. Japan ist trotz der Aktienmarktrückschläge aufgrund der Geldpolitik, der Währungsabwertung und der Konjunkturprogramme immer noch im Anlegerblickfeld. Generell gilt aber unverändert, dass sowohl in der Länder- als auch in der Branchenallokation Stock-picking gefragt bleibt", meine Thoma. (18.06.2013/alc/a/a)
Vor allem Papiere mit sehr langer Duration und wenig Aktiensensitivität hätten Verluste erlitten. Aufgrund ihrer Struktur hätten die Wandler jedoch im Vergleich zu herkömmlichen Anleihen deutlich besser abgeschnitten. Wandelanleihen würden meist eine sehr kurze Duration von drei bis vier Jahren aufweisen. Deshalb würden sie bei einem Zinsanstieg weniger als herkömmliche Bonds verlieren. Zusätzlich biete die Aktienkomponente einen zusätzlichen Puffer bei steigenden Zinsen. Denn die Aktienkomponente gewinne an Wert, wenn sich die Konjunkturaussichten verbessern würden. Und diese Entwicklung gehe im Regelfall mit einem Zinsanstieg einher.
Die Phase steigender Zinsen dürfte zu einer nachhaltigen Belebung von Wandelanleihen-Neuemissionen führen. "Wenn die Finanzierung über Unternehmensanleihen teurer für die Firmen wird, sind Wandelanleihen wieder häufiger eine Alternative. Das wäre für den Gesamtmarkt der Wandler auch sehr wünschenswert aufgrund teilweise hohen Fälligkeiten. Während im Bereich "Subinvestment Grade" zahlreiche Neuemissionen, zum Beispiel Tesla, auf den Markt kamen, haben wir im Bereich "Investment Grade" nur eine knappe Kompensation der entsprechenden Fälligkeiten. Daher hoffen wir als Investor auf eine deutliche Marktbelebung. Zumal auf der Nachfrageseite starkes Interesse besteht, wie sich bei den Neuemissionen regelmäßig zeigt", sage Thoma.
Im Mai und im Juni habe es bereits erste Anzeichen einer wachsenden Neuemissionstätigkeit zu beobachten gegeben. Nach dem Januar mit 10,8 Milliarden US-Dollar Volumen sei der Mai mit 7,7 Milliarden US-Dollar Volumen der zweitstärkste Monat im Jahr 2013. "Auf das Jahr hochgerechnet sollten wir die seit 2008 abnehmende Tendenz bei Neuemissionen durchbrechen und ein deutlich höheres Volumen als in den beiden Vorjahren sehen. Und obwohl die USA und Europa meist die größten Volumen aufweisen, bleibt Asien die favorisierte Anlageregion im Moment. Japan ist trotz der Aktienmarktrückschläge aufgrund der Geldpolitik, der Währungsabwertung und der Konjunkturprogramme immer noch im Anlegerblickfeld. Generell gilt aber unverändert, dass sowohl in der Länder- als auch in der Branchenallokation Stock-picking gefragt bleibt", meine Thoma. (18.06.2013/alc/a/a)


