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Neue einjährige Indexanleihen auf den DAX: Fix zum Zinskupon
22.08.12 11:50
ZertifikateAnleger
Kiel (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateAnleger" stellen zwei neue einjährige Indexanleihen der BayernLB und der Landesbank Hessen-Thüringen auf den DAX vor.
Mit deutlich mehr als vier Prozent seien neue DAX-Anleihen der BayernLB und der Landesbank Hessen-Thüringen vergleichsweise hoch verzinst. Ein Puffer von bis zu 40 Prozent sorge für ein vermindertes Kursrisiko.
Die Geschäftszahlen der DAX-Konzerne würden überwiegend gut ankommen: Nach langem Anlauf habe der Index die 7.000er Marke übertroffen. Doch wie ein Damoklesschwert schwebe die Schuldenproblematik der Euro-Länder über den Börsen. Bringe sie die Weltkonjunktur ins Wanken, wären Kursrücksetzer wahrscheinlich.
Wer, statt auf eine Aufwärtsbewegung beim DAX zu setzen, lieber einen fixen Zinskupon erhalten möchte, dem würden zwei Landesbanken neue Angebote machen. Die Bayern LB zahle Besitzern einer Indexanleihe bei Fälligkeit im September 2013 einen Zinskupon in Höhe von 4,2 Prozent.
Auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) habe eine neue Indexanleihe (ISIN DE000HLB0RA9 / WKN HLB0RA) aufgelegt (Ausgabeaufschlag: 0,5 Prozent). Sie zahle 4,5 Prozent Zinsen nach einer Laufzeit von 13 Monaten. In beiden Fällen stehe der Kupon fest. Ohne Risiko seien die beiden Anleihe trotzdem nicht.
Denn ihre Tilgung sei an die Wertentwicklung des DAX gekoppelt. Solange der Index während der Laufzeit stets auf oder über einer Barriere notiere, würden die Banken - Liquidität vorausgesetzt - die Anleihen bei Fälligkeit zum Nennwert tilgen. Die Bayern LB habe die Barriere auf 60 Prozent des DAX-Wertes bei Emission der Anleihe fixiert. Die Helaba lege sich hingegen erst am 27. August exakt fest. Die Barriere solle, soviel sei bekannt, zwischen 60 und 65 Prozent des Indexstandes liegen.
Falle der DAX mindestens einmal unter die jeweilige Barriere, würden die Banken für die Rückzahlung der jeweiligen Anleihe den DAX-Schlusskurs am Laufzeitende heranziehen und diesen mit dem Startwert vergleichen. Jeder Wertverlust beim DAX werde dem Anleihenbesitzer in diesem Fall entsprechend durch eine verminderte Rückzahlung in Rechnung gestellt.
Maximal würden die Anleihen stets zum Nennwert getilgt - auch wenn der DAX sich positiv entwickle. Wer mit einem Plus beim DAX größer als die ausgelobten Zinskupons rechne, dürfte sich daher kaum für die neuen Anleihen interessieren.
Die Angebote richten sich vielmehr an Anleger, die eine Stagnation oder leicht fallende Kurse für wahrscheinlich halten und den jeweiligen Zinskupon fest einplanen möchten, so die Experten vom "ZertifikateAnleger". Puffer und kurze Laufzeiten würden bei dieser Markterwartung für die neuen Papiere sprechen. (Ausgabe 17 vom 21.08.2012) (22.08.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Mit deutlich mehr als vier Prozent seien neue DAX-Anleihen der BayernLB und der Landesbank Hessen-Thüringen vergleichsweise hoch verzinst. Ein Puffer von bis zu 40 Prozent sorge für ein vermindertes Kursrisiko.
Die Geschäftszahlen der DAX-Konzerne würden überwiegend gut ankommen: Nach langem Anlauf habe der Index die 7.000er Marke übertroffen. Doch wie ein Damoklesschwert schwebe die Schuldenproblematik der Euro-Länder über den Börsen. Bringe sie die Weltkonjunktur ins Wanken, wären Kursrücksetzer wahrscheinlich.
Wer, statt auf eine Aufwärtsbewegung beim DAX zu setzen, lieber einen fixen Zinskupon erhalten möchte, dem würden zwei Landesbanken neue Angebote machen. Die Bayern LB zahle Besitzern einer Indexanleihe bei Fälligkeit im September 2013 einen Zinskupon in Höhe von 4,2 Prozent.
Auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) habe eine neue Indexanleihe (ISIN DE000HLB0RA9 / WKN HLB0RA) aufgelegt (Ausgabeaufschlag: 0,5 Prozent). Sie zahle 4,5 Prozent Zinsen nach einer Laufzeit von 13 Monaten. In beiden Fällen stehe der Kupon fest. Ohne Risiko seien die beiden Anleihe trotzdem nicht.
Falle der DAX mindestens einmal unter die jeweilige Barriere, würden die Banken für die Rückzahlung der jeweiligen Anleihe den DAX-Schlusskurs am Laufzeitende heranziehen und diesen mit dem Startwert vergleichen. Jeder Wertverlust beim DAX werde dem Anleihenbesitzer in diesem Fall entsprechend durch eine verminderte Rückzahlung in Rechnung gestellt.
Maximal würden die Anleihen stets zum Nennwert getilgt - auch wenn der DAX sich positiv entwickle. Wer mit einem Plus beim DAX größer als die ausgelobten Zinskupons rechne, dürfte sich daher kaum für die neuen Anleihen interessieren.
Die Angebote richten sich vielmehr an Anleger, die eine Stagnation oder leicht fallende Kurse für wahrscheinlich halten und den jeweiligen Zinskupon fest einplanen möchten, so die Experten vom "ZertifikateAnleger". Puffer und kurze Laufzeiten würden bei dieser Markterwartung für die neuen Papiere sprechen. (Ausgabe 17 vom 21.08.2012) (22.08.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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