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Neue Anleihe-Rally an den Finanzmärkten bereits eingepreist
18.12.23 12:38
Ofi Invest Asset Management
Paris (www.anleihencheck.de) - "Nachdem die FED in Aussicht gestellt hat, im kommenden Jahr die Zinsen zu lockern, treibt die Anleger um, wann dies genau passieren wird. Die Märkte preisen den Start der US-Zinssenkungen bereits für das erste Quartal 2024 ein. Wir hingegen rechnen nicht so früh mit ersten Zinsschritten. Die EZB wird wahrscheinlich ein Quartal später nachziehen." Das sagt Éric Bertrand, Chief Investment Officer bei OFI Invest Asset Management.
Nach Meinung der Experten sei es sowohl für die FED als auch für die EZB zu früh, die Kerninflation aus dem Blick zu lassen. Die US-Wirtschaft werde wahrscheinlich weniger stark wachsen, was wiederum den Druck auf die Löhne verringern dürfte.
Aus Sicht der Experten lohne es sich, nach der kräftigen Anleihen-Rally Gewinne mitzunehmen. Die Experten würden daher eine neutrale Haltung zu Staatsanleihen einnehmen. Sie dürften in den kommenden Quartalen auf einem moderaten Niveau bleiben. Aber die Experten würden denken, dass bereits genügend kurzfristige Zinssenkungen eingepreist seien, um eine neue Rallye auszulösen - jedenfalls sofern keine unvorhergesehenen geopolitischen Ereignisse eintreten würden.
In der EU habe die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die deutsche Koalition im Vorfeld der Europawahlen im Juni 2024 erschüttert. Und da rund ein Dutzend europäische Länder, auch Frankreich, wahrscheinlich von einem Defizitverfahren aus Brüssel bedroht seien, könnten sich europäische Staatsanleihen 2024 wieder volatiler entwickeln. Vor diesem Hintergrund würden die Experten bei Unternehmensanleihen an einer Übergewichtung von Investment Grade und High Yield, insbesondere BB, festhalten. Angesichts des hohen Refinanzierungsbedarfs der Unternehmen seien die Experten aber selektiv.
Die Aktienmärkte hätten die Zinssenkungen im nächsten Jahr bereits eingepreist. Insofern würden die Experten aus dieser Richtung keine weiteren Impulse erwarten. Was die geopolitischen Risiken betreffe, so scheine der Konflikt im Nahen Osten zwar seinen Höhepunkt erreicht zu haben, doch die Spannungen würden hoch bleiben, und es komme zu Angriffen der pro-iranischen Huthi auf Handelsschiffe im Roten Meer.
Schließlich würden den Experten die Gewinnprognosen der Unternehmen für 2024 zu hoch erscheinen. Sie dürften in den kommenden Monaten angesichts des erwarteten schwachen globalen Wachstums von nur noch 2,5 Prozent nach unten korrigiert werden, was die Aktienkurse nach unten drücken würde. Kurzfristig würden die Experten daher wenig Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten sehen. Gewinnmitnahmen könnten also ratsam sein. Neue Volatilitätsschübe seien 2024 wahrscheinlich. Diese könnten Anleger nutzen, um ihr Aktienportfolio neu auszurichten. (18.12.2023/alc/a/a)
Nach Meinung der Experten sei es sowohl für die FED als auch für die EZB zu früh, die Kerninflation aus dem Blick zu lassen. Die US-Wirtschaft werde wahrscheinlich weniger stark wachsen, was wiederum den Druck auf die Löhne verringern dürfte.
In der EU habe die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die deutsche Koalition im Vorfeld der Europawahlen im Juni 2024 erschüttert. Und da rund ein Dutzend europäische Länder, auch Frankreich, wahrscheinlich von einem Defizitverfahren aus Brüssel bedroht seien, könnten sich europäische Staatsanleihen 2024 wieder volatiler entwickeln. Vor diesem Hintergrund würden die Experten bei Unternehmensanleihen an einer Übergewichtung von Investment Grade und High Yield, insbesondere BB, festhalten. Angesichts des hohen Refinanzierungsbedarfs der Unternehmen seien die Experten aber selektiv.
Die Aktienmärkte hätten die Zinssenkungen im nächsten Jahr bereits eingepreist. Insofern würden die Experten aus dieser Richtung keine weiteren Impulse erwarten. Was die geopolitischen Risiken betreffe, so scheine der Konflikt im Nahen Osten zwar seinen Höhepunkt erreicht zu haben, doch die Spannungen würden hoch bleiben, und es komme zu Angriffen der pro-iranischen Huthi auf Handelsschiffe im Roten Meer.
Schließlich würden den Experten die Gewinnprognosen der Unternehmen für 2024 zu hoch erscheinen. Sie dürften in den kommenden Monaten angesichts des erwarteten schwachen globalen Wachstums von nur noch 2,5 Prozent nach unten korrigiert werden, was die Aktienkurse nach unten drücken würde. Kurzfristig würden die Experten daher wenig Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten sehen. Gewinnmitnahmen könnten also ratsam sein. Neue Volatilitätsschübe seien 2024 wahrscheinlich. Diese könnten Anleger nutzen, um ihr Aktienportfolio neu auszurichten. (18.12.2023/alc/a/a)


