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Negativanleihen: Negative Kupons sind keine Option
02.03.15 16:35
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - AXA Investment Managers äußert sich zu dem Thema Negativanleihen:
"Die Welt müsste schon sehr hässlich sein, wenn Investoren bereit wären, einen Emittenten dafür zu bezahlen, dass sie ihm Geld zur Verfügung stellen. Sicherlich profitieren die europäischen Regierungen zurzeit davon, dass die Anleihemärkte ins Negative rutschen. So können sie neue Anleihen zu immer niedrigeren Kupons begeben. Aber nicht zu negativen. Da gibt es eine Null-Prozent-Marke", so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.
Aufgrund der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) seien die Renditen für europäische Staatsanleihen deutlich gefallen. Deutschland habe mehrere zwei- und fünfjährige Staatsanleihen mit Nullkupons begeben, die bereits negative Renditen ausweisen würden.
Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers (AXA IM) schließe Anleihen mit negativen Kupons jedoch aus: "Man stelle sich das mal vor! Das würde ja bedeuten, dass Anleger Regierungen nicht nur Geld leihen, sie müssten auch noch Zinsen dafür zahlen, dass sie das tun. Sicherlich profitieren die europäischen Regierungen derzeit davon, dass die Anleihemärkte ins Negative rutschen. So können sie neue Anleihen zu immer niedrigeren Kupons begeben. Aber nicht zu negativen. Da gibt es eine Null-Prozent-Marke."
Angesichts der sehr niedrigen Anleihekupons in ganz Europa komme das Quantitative Easing (QE) der EZB gerade recht, meine Iggo. Denn dieses werde sich positiv auf die Schuldendynamik in Europa auswirken. "Die meisten Länder sind heute in einer viel besseren Situation als noch vor ein paar Jahren. Mit Ausnahme von Griechenland sind die Finanzierungskosten inzwischen deutlich unter dem nominalen BIP-Wachstum. Die zweite gute Nachricht ist, dass das Wachstum steigt und die Haushaltsdefizite der einzelnen Länder sinken."
Ein weiterer Grund dafür, dass das QE zur rechten Zeit komme, sei, dass der steigende Refinanzierungsbedarf von Peripheriestaaten wie zum Beispiel Spanien und Italien mit historisch niedrigen Kupons und längeren Laufzeiten gedeckt werden könne. "Damit verbessert sich das Schuldenprofil noch mehr." Voraussetzung für eine weitere Erholung in Europa seien jedoch Steuerreformen, finanzielle Anreize für Investitionen und die Senkung der Arbeitslosigkeit. "Wenn das nicht gelingt, könnte uns das historische Tief an den Anleihemärkten noch eine lange Zeit begleiten."
Positiv würden sich derzeit Aktien- und High-Yield-Märkte entwickeln, die einen starken Februar gehabt hätten: Rekordstände in manchen Aktienmärkten, mehr als zwei Prozent Rendite bei High Yields, kurze Laufzeiten, breitere Gewinnzonen. Iggos Einschätzung: "Wenn, dann kann man derzeit Renditen mit High Yields und Aktiendividenden machen." (02.03.2015/alc/a/a)
"Die Welt müsste schon sehr hässlich sein, wenn Investoren bereit wären, einen Emittenten dafür zu bezahlen, dass sie ihm Geld zur Verfügung stellen. Sicherlich profitieren die europäischen Regierungen zurzeit davon, dass die Anleihemärkte ins Negative rutschen. So können sie neue Anleihen zu immer niedrigeren Kupons begeben. Aber nicht zu negativen. Da gibt es eine Null-Prozent-Marke", so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.
Aufgrund der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) seien die Renditen für europäische Staatsanleihen deutlich gefallen. Deutschland habe mehrere zwei- und fünfjährige Staatsanleihen mit Nullkupons begeben, die bereits negative Renditen ausweisen würden.
Angesichts der sehr niedrigen Anleihekupons in ganz Europa komme das Quantitative Easing (QE) der EZB gerade recht, meine Iggo. Denn dieses werde sich positiv auf die Schuldendynamik in Europa auswirken. "Die meisten Länder sind heute in einer viel besseren Situation als noch vor ein paar Jahren. Mit Ausnahme von Griechenland sind die Finanzierungskosten inzwischen deutlich unter dem nominalen BIP-Wachstum. Die zweite gute Nachricht ist, dass das Wachstum steigt und die Haushaltsdefizite der einzelnen Länder sinken."
Ein weiterer Grund dafür, dass das QE zur rechten Zeit komme, sei, dass der steigende Refinanzierungsbedarf von Peripheriestaaten wie zum Beispiel Spanien und Italien mit historisch niedrigen Kupons und längeren Laufzeiten gedeckt werden könne. "Damit verbessert sich das Schuldenprofil noch mehr." Voraussetzung für eine weitere Erholung in Europa seien jedoch Steuerreformen, finanzielle Anreize für Investitionen und die Senkung der Arbeitslosigkeit. "Wenn das nicht gelingt, könnte uns das historische Tief an den Anleihemärkten noch eine lange Zeit begleiten."
Positiv würden sich derzeit Aktien- und High-Yield-Märkte entwickeln, die einen starken Februar gehabt hätten: Rekordstände in manchen Aktienmärkten, mehr als zwei Prozent Rendite bei High Yields, kurze Laufzeiten, breitere Gewinnzonen. Iggos Einschätzung: "Wenn, dann kann man derzeit Renditen mit High Yields und Aktiendividenden machen." (02.03.2015/alc/a/a)


