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Nächste Zinssenkung der Federal Reserve steht bevor
22.10.19 11:00
St.Galler Kantonalbank Dtld.
München (www.anleihencheck.de) - Die Märkte pendeln bereits seit April dieses Jahres zwischen Hoffen und Bangen, so Michael Winkler, Leiter Anlagestrategie bei der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG.
Derzeit würden wieder einmal die Hoffnungen überwiegen, nachdem noch vor 14 Tagen schwache US-Konjunkturdaten die Märkte erschreckt hätten. Der aktuelle Optimismus werde zum einen angetrieben von der Möglichkeit einer Teileinigung im Handelsstreit USA-China, wobei die Betonung auf "Möglichkeit" liege und konkrete Vereinbarungen zum Abbau von Handelshemmnissen noch nicht getroffen worden seien. Zum anderen habe sich das Risiko eines harten Brexits verringert, auch wenn gerade nach dem vergangenen Wochenende eine Prognose auch nur für die kommenden Tage dem berühmten Blick in die Glaskugel gleiche. Speziell die Aktienmärkte hätten sich jedenfalls als Reaktion auf beide Entwicklungen in den vergangenen zwei Wochen sehr freundlich entwickelt. In dieser Kursentwicklung seien bereits viele positive Erwartungen eingepreist.
Diese Erwartungen würden sich in besonderem Maße auf die Notenbanken richten. Denn die Konjunktur sei unverändert im Abschwung. In der Eurozone befinde sich der Industriesektor bereits in einer Rezession, in den USA steuere er darauf zu. Die Anleger würden aber hoffen, dass es beim aus ihrer Sicht bewährten Muster bleibe und dass die Notenbanken dank ihrer expansiven Geldpolitik einen lang anhaltenden Abschwung verhindern und in den USA eine Rezession sogar noch vermeiden könnten. Diese Haltung verbinde sich mit der Annahme, dass insbesondere die Federal Reserve weitere Zinssenkungen vornehmen werde, die erste bereits bei ihrer kommenden Sitzung. Eine solche Zinssenkung sei in der Tat wahrscheinlich und dürfte bei 25 Basispunkten liegen. Ebenso wahrscheinlich sei eine daraus folgende erneute Stützung der Märkte, die diesmal sogar länger andauern könnte. Vor diesem Hintergrund empfehle es sich für Anleger, über einen vorsichtigen Ausbau ihrer Aktienquote nachzudenken. Kapital dafür dürfte vorhanden sein, denn zahlreiche Marktteilnehmer würden derzeit hohe Cash-Bestände halten. (22.10.2019/alc/a/a)
Derzeit würden wieder einmal die Hoffnungen überwiegen, nachdem noch vor 14 Tagen schwache US-Konjunkturdaten die Märkte erschreckt hätten. Der aktuelle Optimismus werde zum einen angetrieben von der Möglichkeit einer Teileinigung im Handelsstreit USA-China, wobei die Betonung auf "Möglichkeit" liege und konkrete Vereinbarungen zum Abbau von Handelshemmnissen noch nicht getroffen worden seien. Zum anderen habe sich das Risiko eines harten Brexits verringert, auch wenn gerade nach dem vergangenen Wochenende eine Prognose auch nur für die kommenden Tage dem berühmten Blick in die Glaskugel gleiche. Speziell die Aktienmärkte hätten sich jedenfalls als Reaktion auf beide Entwicklungen in den vergangenen zwei Wochen sehr freundlich entwickelt. In dieser Kursentwicklung seien bereits viele positive Erwartungen eingepreist.
Diese Erwartungen würden sich in besonderem Maße auf die Notenbanken richten. Denn die Konjunktur sei unverändert im Abschwung. In der Eurozone befinde sich der Industriesektor bereits in einer Rezession, in den USA steuere er darauf zu. Die Anleger würden aber hoffen, dass es beim aus ihrer Sicht bewährten Muster bleibe und dass die Notenbanken dank ihrer expansiven Geldpolitik einen lang anhaltenden Abschwung verhindern und in den USA eine Rezession sogar noch vermeiden könnten. Diese Haltung verbinde sich mit der Annahme, dass insbesondere die Federal Reserve weitere Zinssenkungen vornehmen werde, die erste bereits bei ihrer kommenden Sitzung. Eine solche Zinssenkung sei in der Tat wahrscheinlich und dürfte bei 25 Basispunkten liegen. Ebenso wahrscheinlich sei eine daraus folgende erneute Stützung der Märkte, die diesmal sogar länger andauern könnte. Vor diesem Hintergrund empfehle es sich für Anleger, über einen vorsichtigen Ausbau ihrer Aktienquote nachzudenken. Kapital dafür dürfte vorhanden sein, denn zahlreiche Marktteilnehmer würden derzeit hohe Cash-Bestände halten. (22.10.2019/alc/a/a)


