Erweiterte Funktionen
Nächste FED-Zinssenkung erst im Juni erwartet
28.01.25 14:30
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Es ist allgemeiner Konsens, dass die Leitzinsen auf der FED-Sitzung diese Woche wohl unverändert bleiben, so Erik Weisman, Chefökonom bei MFS Investment Management.
Nichtsdestotrotz habe der Markt viele Fragen, die aber wahrscheinlich nicht beantwortet würden. Mangels neuer Prognosen würden sich die Anleger auf die Rede des FED-Chefs Jerome Powell konzentrieren. Im Vorfeld würden die meisten erst im Juni mit der nächsten Zinssenkung rechnen. Die Frage bleibe, ob die Pressekonferenz diese Erwartung revidieren könnte.
Natürlich werde wie immer wichtig sein, wie die FED das derzeitige Wirtschaftswachstum und die Inflationsdynamik bewerte. Aber darüber hinaus würden die Anleger vor allem daran interessiert sein, was Powell von Präsident Trumps bisherigen politischen Maßnahmen und Ideen halte. Um der tatsächlichen Umsetzung seiner Politik nicht vorzugreifen, werde sich Jerome Powell wahrscheinlich relativ zurückhaltend äußern und sich mehr Zeit lassen wollten, um ein endgültiges Urteil zu fällen.
In der Tat sei die Zollpolitik in der ersten Woche von Trumps Amtszeit weniger vehement gewesen als erwartet, auch wenn der Umfang und die Tragweite künftiger Maßnahmen höchst ungewiss bleiben würden. Im Gegensatz dazu seien seine ersten Schritte in Sachen Einwanderung und Abschiebung weitaus radikaler und einschneidender gewesen. Noch würden empirischen Daten fehlen, aber es gebe bereits Hinweise darauf, dass die Erwerbsquote fast sofort negativ beeinflusst werden könnte - und dies würde sich möglicherweise auf die Lohn- und Verbraucherinflationsraten auswirken. Ohne offizielle Daten, die eine solche Entwicklung bestätigen würden, werde Powell aber wahrscheinlich zunächst abwarten. (28.01.2025/alc/a/a)
Nichtsdestotrotz habe der Markt viele Fragen, die aber wahrscheinlich nicht beantwortet würden. Mangels neuer Prognosen würden sich die Anleger auf die Rede des FED-Chefs Jerome Powell konzentrieren. Im Vorfeld würden die meisten erst im Juni mit der nächsten Zinssenkung rechnen. Die Frage bleibe, ob die Pressekonferenz diese Erwartung revidieren könnte.
Natürlich werde wie immer wichtig sein, wie die FED das derzeitige Wirtschaftswachstum und die Inflationsdynamik bewerte. Aber darüber hinaus würden die Anleger vor allem daran interessiert sein, was Powell von Präsident Trumps bisherigen politischen Maßnahmen und Ideen halte. Um der tatsächlichen Umsetzung seiner Politik nicht vorzugreifen, werde sich Jerome Powell wahrscheinlich relativ zurückhaltend äußern und sich mehr Zeit lassen wollten, um ein endgültiges Urteil zu fällen.
In der Tat sei die Zollpolitik in der ersten Woche von Trumps Amtszeit weniger vehement gewesen als erwartet, auch wenn der Umfang und die Tragweite künftiger Maßnahmen höchst ungewiss bleiben würden. Im Gegensatz dazu seien seine ersten Schritte in Sachen Einwanderung und Abschiebung weitaus radikaler und einschneidender gewesen. Noch würden empirischen Daten fehlen, aber es gebe bereits Hinweise darauf, dass die Erwerbsquote fast sofort negativ beeinflusst werden könnte - und dies würde sich möglicherweise auf die Lohn- und Verbraucherinflationsraten auswirken. Ohne offizielle Daten, die eine solche Entwicklung bestätigen würden, werde Powell aber wahrscheinlich zunächst abwarten. (28.01.2025/alc/a/a)


