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Die Nachfrage nach Infrastrukturanleihen steigt merklich an
21.02.24 10:00
Barings
Boston (www.anleihencheck.de) - Angesichts der hohen Unsicherheit, wann die Zentralbanken beginnen werden, die Leitzinsen zu senken, stellen Infrastrukturanleihen eine sinnvolle Alternative dar, so Pieter Welman, Head of Global Infrastructure bei Barings.
Zwar sei die positive Inflationskorrelation der Anlageklasse unbestreitbar. Dennoch sei sie nicht völlig unabhängig vom makroökonomischen Umfeld, da die Teuerung die Konjunktur bremse und dadurch große Infrastrukturprojekte in Schwierigkeiten geraten könnten.
Selbst mit Investment-Grade-Anleihen könne man heute sechs oder sieben Prozent Rendite erzielen. Das sei weit von dem entfernt, was vor ein paar Jahren möglich gewesen sei. Viele Investoren würden jetzt auf Hochzinsanleihen als Alternative zu Aktien schauen. Folglich habe die Nachfrage nach Infrastrukturanleihen definitiv zugenommen. Und während sich die Zinserhöhungen positiv auf die Rendite auswirken würden, hätten sie auch das Refinanzierungsrisiko erhöht. Nichtsdestoweniger glaube Barings, dass Infrastruktur stärker vom ökonomischen Umfeld isoliert sei als so ziemlich jeder andere Sektor.
Der Markt sei zurückhaltender, insbesondere bei Fusionen und Übernahmen. Es seien weniger M&A-Aktivitäten zu beobachten als in den letzten Jahren, da sich die Marktteilnehmer der neuen Realität anpassen würden. Barings sehe nicht viele Käufe und Verkäufe. Klar sei, dass niemand wisse, wie lange dieses höhere Zinsniveau bestehen bleibe. Daher seien die Kreditstrukturen enger und es werde weniger Fremdkapital eingesetzt.
Barings sehe weniger Gelder in die digitale Infrastruktur und Transitionslösungen fließen, als es noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen wäre. Es habe zum Beispiel einige gut dokumentierte Herausforderungen bei bestimmten Glasfaserausbauprojekten gegeben. Ebenso habe es einige Bereiche im Transportwesen gegeben, in denen die Leute vor ein paar Jahren vorsichtig gewesen seien. Barings denke aber, dass die Kreditgeber wieder offener für solche Investments seien, wenn das Vertrauen in die Wirtschaft wieder hergestellt sei. Bei der sozialen Infrastruktur habe es aus meiner Sicht nicht genügend langfristige Möglichkeiten gegeben, um die Nachfrage beurteilen zu können. Die Duration sei ein Problem gewesen, aber das scheine sich jetzt zu entspannen. Die Energiewende hingegen errege die meiste Aufmerksamkeit. Während es im vergangenen Jahr eine kleine Pause gegeben habe, sehe Baring derzeit einige wirklich spannende Projekte auf dem Markt. (21.02.2024/alc/a/a)
Zwar sei die positive Inflationskorrelation der Anlageklasse unbestreitbar. Dennoch sei sie nicht völlig unabhängig vom makroökonomischen Umfeld, da die Teuerung die Konjunktur bremse und dadurch große Infrastrukturprojekte in Schwierigkeiten geraten könnten.
Der Markt sei zurückhaltender, insbesondere bei Fusionen und Übernahmen. Es seien weniger M&A-Aktivitäten zu beobachten als in den letzten Jahren, da sich die Marktteilnehmer der neuen Realität anpassen würden. Barings sehe nicht viele Käufe und Verkäufe. Klar sei, dass niemand wisse, wie lange dieses höhere Zinsniveau bestehen bleibe. Daher seien die Kreditstrukturen enger und es werde weniger Fremdkapital eingesetzt.
Barings sehe weniger Gelder in die digitale Infrastruktur und Transitionslösungen fließen, als es noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen wäre. Es habe zum Beispiel einige gut dokumentierte Herausforderungen bei bestimmten Glasfaserausbauprojekten gegeben. Ebenso habe es einige Bereiche im Transportwesen gegeben, in denen die Leute vor ein paar Jahren vorsichtig gewesen seien. Barings denke aber, dass die Kreditgeber wieder offener für solche Investments seien, wenn das Vertrauen in die Wirtschaft wieder hergestellt sei. Bei der sozialen Infrastruktur habe es aus meiner Sicht nicht genügend langfristige Möglichkeiten gegeben, um die Nachfrage beurteilen zu können. Die Duration sei ein Problem gewesen, aber das scheine sich jetzt zu entspannen. Die Energiewende hingegen errege die meiste Aufmerksamkeit. Während es im vergangenen Jahr eine kleine Pause gegeben habe, sehe Baring derzeit einige wirklich spannende Projekte auf dem Markt. (21.02.2024/alc/a/a)


