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Multi Aktienanleihe auf Eli Lilly, Merck KGaA und Roche: Pharmaindustrie im Umbruch - Anleiheanalyse
02.05.25 11:55
Bank Vontobel Europe AG
München (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der Bank Vontobel Europe AG stellen in der aktuellen Ausgabe des "Aktienanleihen Investors" eine Multi Aktienanleihe auf die Aktie von Eli Lilly & Co. (ISIN US5324571083 / WKN 858560), Merck KGaA und Roche Holding AG vor.
Die Multi Aktienanleihe sei mit einem Kupon p.a. von 12,25% ausgestattet. Die Barriere liege bei 70%. Die Aktienanleihe sei in Zeichnung bis 12.05.2025 und laufe bis zum 20.03.2026.
Der weltweite Pharmamarkt reagiere auf geopolitische Entscheidungen, veränderte makroökonomische Bedingungen und neue Strategien der großen Konzerne. Die Pharmaindustrie durchlaufe aktuell bedeutende Veränderungen, nachdem US-Präsident Donald Trump Zölle auf Medikamente ins Gespräch gebracht habe. Roche, Merck und Eli Lilly würden weitreichende Investitionen in den Vereinigten Staaten planen. Diese Entwicklungen seien Reaktionen auf vorangegangene Untersuchungen.
Mehrere führende Pharmakonzerne aus Europa hätten Pläne zur Ausweitung ihrer Präsenz in den USA bekannt gegeben. Unternehmen wie Roche, Eli Lilly und Merck würden neue Produktionsanlagen und den Ausbau bestehender Standorte planen. Die Ankündigungen seien erfolgt, nachdem US-Präsident Donald Trump das Thema Zölle auf Arzneimittel zur Sprache gebracht habe. Eine Untersuchung des Weißen Hauses zu möglichen Strafzöllen auf Medikamente sei bereits im Gange, ähnlich wie bei Autos, Stahl und Aluminium.
Die geplanten Investitionen würden neue Produktionszentren, Forschungseinrichtungen und Anlagen für spezielle Therapieformen umfassen. Neben dem Aufbau neuer Standorte würden die Unternehmen auch die Erweiterung bestehender Kapazitäten planen. Mit den Projekten würden neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Unternehmen gäben an, nach Abschluss der Investitionen mehr Medikamente aus den USA exportieren zu können als zu importieren. Die Bedeutung der USA als Exportmarkt für europäische Pharmakonzerne bleibe weiterhin hoch.
In diesen dynamischen Marktentwicklungen habe der deutsche Pharmakonzern Merck KGaA die Übernahme des US-Biotechunternehmens Springworks Therapeutics für rund drei Milliarden Euro angekündigt. Springworks habe sich auf Krebstherapien spezialisiert und besitze bereits eine Zulassung für das Mittel Ogsiveo gegen fortgeschrittene Desmoidtumoren, eine seltene Weichgewebstumorart.
Merck zahle 47 USD je Aktie für das in Stamford, Connecticut, ansässige US-Unternehmen. "Im Unternehmensbereich Healthcare schärfen wir mit dem Zukauf unsere Fokussierung auf seltene Tumoren, beschleunigen das Wachstum und stärken unsere Präsenz in den USA", habe Merck-Chefin Belén Garijo erklärt. Für Merck stelle diese Übernahme die größte in diesem Geschäftsbereich seit Jahren dar.
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly habe die Übernahme einer Produktionsstätte von Nexus Pharmaceuticals in Pleasant Prairie, Wisconsin, angekündigt. Die FDA-zugelassene Anlage diene der Herstellung von injizierbaren Arzneimitteln und erweitere Lillys Produktionsnetzwerk. Die Anlage werde keine Lohnherstellungsdienste anbieten, sondern ausschließlich für die eigene Produktion von Lilly genutzt werden. Edgardo Hernandez, Präsident der Lilly-Fertigung, bezeichne die Übernahme als Teil der Investitionsstrategie des Unternehmens. Usman Ahmed, CEO von Nexus, erklärte, die Kombination der Teams und Infrastruktur mit Lillys Plattform werde Patienten weltweit zugutekommen.
Der Schweizer Pharmakonzern Roche habe ein Investitionspaket von 50 Milliarden USD für den Ausbau seiner US-Präsenz angekündigt. Das Unternehmen plane, über die nächsten fünf Jahre seine Produktionskapazitäten in den USA zu erweitern. Roche verfüge aktuell über 13 Produktionsstandorte sowie 15 Forschungs- und Entwicklungszentren in den USA. Mit den Investitionen sollten etwa 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. "Wir rechnen damit, mehr Medikamente aus den USA zu exportieren, als wir importieren", habe ein Unternehmenssprecher mitgeteilt.
Die Maßnahmen würden eine Produktionsanlage für Gentherapie in Pennsylvania, ein Produktionszentrum für Medikamente zur Gewichtsreduktion, eine Anlage zur Blutzuckermessung in Indiana und ein Forschungszentrum in Massachusetts umfassen.
Die Pharmaindustrie reagiere gegenwärtig auf verschiedene Einflussfaktoren. Die Investitionen mehrerer großer Konzerne in den USA würden eine bedeutende Kapitalverschiebung darstellen. Gleichzeitig bestünden Handelsaspekte wie mögliche Zölle und unterschiedliche Preisgestaltungen in verschiedenen Märkten.
Die aktuellen Entwicklungen würden zeigen, dass Pharmaunternehmen ihre Strategien anpassen würden. Deutsche und Schweizer Unternehmen wie Merck und Roche träfen Entscheidungen, die ihre internationale Positionierung betreffen würden, sei es durch Investitionen in Produktionskapazitäten oder durch strategische Übernahmen.
Der Pharmamarkt bleibe durch diese verschiedenen Faktoren geprägt - von regulatorischen Rahmenbedingungen über Preisgestaltung bis hin zu Standortentscheidungen und Kapitalinvestitionen.
Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe April 2025) (02.05.2025/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Multi Aktienanleihe sei mit einem Kupon p.a. von 12,25% ausgestattet. Die Barriere liege bei 70%. Die Aktienanleihe sei in Zeichnung bis 12.05.2025 und laufe bis zum 20.03.2026.
Der weltweite Pharmamarkt reagiere auf geopolitische Entscheidungen, veränderte makroökonomische Bedingungen und neue Strategien der großen Konzerne. Die Pharmaindustrie durchlaufe aktuell bedeutende Veränderungen, nachdem US-Präsident Donald Trump Zölle auf Medikamente ins Gespräch gebracht habe. Roche, Merck und Eli Lilly würden weitreichende Investitionen in den Vereinigten Staaten planen. Diese Entwicklungen seien Reaktionen auf vorangegangene Untersuchungen.
Mehrere führende Pharmakonzerne aus Europa hätten Pläne zur Ausweitung ihrer Präsenz in den USA bekannt gegeben. Unternehmen wie Roche, Eli Lilly und Merck würden neue Produktionsanlagen und den Ausbau bestehender Standorte planen. Die Ankündigungen seien erfolgt, nachdem US-Präsident Donald Trump das Thema Zölle auf Arzneimittel zur Sprache gebracht habe. Eine Untersuchung des Weißen Hauses zu möglichen Strafzöllen auf Medikamente sei bereits im Gange, ähnlich wie bei Autos, Stahl und Aluminium.
Die geplanten Investitionen würden neue Produktionszentren, Forschungseinrichtungen und Anlagen für spezielle Therapieformen umfassen. Neben dem Aufbau neuer Standorte würden die Unternehmen auch die Erweiterung bestehender Kapazitäten planen. Mit den Projekten würden neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Unternehmen gäben an, nach Abschluss der Investitionen mehr Medikamente aus den USA exportieren zu können als zu importieren. Die Bedeutung der USA als Exportmarkt für europäische Pharmakonzerne bleibe weiterhin hoch.
In diesen dynamischen Marktentwicklungen habe der deutsche Pharmakonzern Merck KGaA die Übernahme des US-Biotechunternehmens Springworks Therapeutics für rund drei Milliarden Euro angekündigt. Springworks habe sich auf Krebstherapien spezialisiert und besitze bereits eine Zulassung für das Mittel Ogsiveo gegen fortgeschrittene Desmoidtumoren, eine seltene Weichgewebstumorart.
Merck zahle 47 USD je Aktie für das in Stamford, Connecticut, ansässige US-Unternehmen. "Im Unternehmensbereich Healthcare schärfen wir mit dem Zukauf unsere Fokussierung auf seltene Tumoren, beschleunigen das Wachstum und stärken unsere Präsenz in den USA", habe Merck-Chefin Belén Garijo erklärt. Für Merck stelle diese Übernahme die größte in diesem Geschäftsbereich seit Jahren dar.
Der Schweizer Pharmakonzern Roche habe ein Investitionspaket von 50 Milliarden USD für den Ausbau seiner US-Präsenz angekündigt. Das Unternehmen plane, über die nächsten fünf Jahre seine Produktionskapazitäten in den USA zu erweitern. Roche verfüge aktuell über 13 Produktionsstandorte sowie 15 Forschungs- und Entwicklungszentren in den USA. Mit den Investitionen sollten etwa 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. "Wir rechnen damit, mehr Medikamente aus den USA zu exportieren, als wir importieren", habe ein Unternehmenssprecher mitgeteilt.
Die Maßnahmen würden eine Produktionsanlage für Gentherapie in Pennsylvania, ein Produktionszentrum für Medikamente zur Gewichtsreduktion, eine Anlage zur Blutzuckermessung in Indiana und ein Forschungszentrum in Massachusetts umfassen.
Die Pharmaindustrie reagiere gegenwärtig auf verschiedene Einflussfaktoren. Die Investitionen mehrerer großer Konzerne in den USA würden eine bedeutende Kapitalverschiebung darstellen. Gleichzeitig bestünden Handelsaspekte wie mögliche Zölle und unterschiedliche Preisgestaltungen in verschiedenen Märkten.
Die aktuellen Entwicklungen würden zeigen, dass Pharmaunternehmen ihre Strategien anpassen würden. Deutsche und Schweizer Unternehmen wie Merck und Roche träfen Entscheidungen, die ihre internationale Positionierung betreffen würden, sei es durch Investitionen in Produktionskapazitäten oder durch strategische Übernahmen.
Der Pharmamarkt bleibe durch diese verschiedenen Faktoren geprägt - von regulatorischen Rahmenbedingungen über Preisgestaltung bis hin zu Standortentscheidungen und Kapitalinvestitionen.
Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe April 2025) (02.05.2025/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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