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Michelin-Anleihe: Eher uninteressante Neuemission trotz starker Fundamentals
15.06.12 10:16
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die neue Unternehmensanleihe (ISIN XS0794392588 / WKN A1G57V) von Michelin für eine eher uninteressante Neuemission für den europäischen Corporate Bonds-Sektor.
Die Anleihe sei mit einem Kupon von 2,75% ausgestattet, laufe noch bis zum 20.06.2019 und weise eine Stückelung von 100.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 100,00% biete die Anleihe eine jährliche Rendite von rund 2,75%. Michelin werde von der Ratingagentur Moody's mit der Note "Baa1" bei einem stabilen Ausblick eingestuft.
Michelin sei der weltweit größte Reifenhersteller. Der weltweite Marktanteil in 2011 habe sich auf 14,8% belaufen.
Im Auftaktquartal 2012 habe Michelin den Umsatz um 5,1% auf 5,3 Mrd. Euro ausweiten können. Dabei habe der Reifenhersteller vor allem von höheren Absatzpreisen profitieren können. Beim Produktabsatz sei hingegen ein Rückgang ausgewiesen worden.
Für das laufende Fiskaljahr erwarte Michelin trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen in Europa nach wie vor ein Absatzvolumen auf Vorjahresniveau. Beim operativen Gewinn gehe Michelin für das laufende Fiskaljahr von einer deutlichen Steigerung aus.
Nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research ist Michelin gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. Positiv sei hervorzuheben, dass es dem Konzern gelungen sei, trotz eines rückläufigen Produktabsatzes den Umsatz zu steigern. Hier komme dem Konzern seine hervorragende Marktstellung zugute, wodurch Michelin in der Lage gewesen sei, seine Preise zu erhöhen.
Michelin arbeite hochprofitabel. So habe sich die EBIT-Marge in 2011 auf 9,4% belaufen. Im letzten Jahr sei zudem ein operativer Cashflow von knapp 1,2 Mrd. Euro generiert worden und ein Nettogewinn in Höhe von 1,46 Mrd. Euro ausgewiesen worden.
Mit einem Verhältnis Nettoschulden/EBITDA von lediglich 0,63 und einem Eigenkapital von 8,1 Mrd. Euro könne sich die Bilanz von Michelin durchaus sehen lassen. Dafür erhalte das Unternehmen von Moody's auch ein Investment-Grade-Rating.
Eigentlich halten die Analysten von Anleihencheck Research Michelin für einen attraktiven Schuldner. Jedoch fällt der Kupon für die neu begebene Anleihe mit 2,75% relativ mager aus, so dass renditeorientierte Anleger erst bei einem leichten Kursrückgang unter Pari zugreifen sollten. Sicherheitsbewusste Anleger könnten dagegen jetzt schon kaufen, auch wenn es möglicherweise für den europäischen Corporate Bonds-Sektor vergleichbare Papiere mit etwas mehr Rendite gebe. (Analyse vom 15.06.2012) (15.06.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe sei mit einem Kupon von 2,75% ausgestattet, laufe noch bis zum 20.06.2019 und weise eine Stückelung von 100.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 100,00% biete die Anleihe eine jährliche Rendite von rund 2,75%. Michelin werde von der Ratingagentur Moody's mit der Note "Baa1" bei einem stabilen Ausblick eingestuft.
Michelin sei der weltweit größte Reifenhersteller. Der weltweite Marktanteil in 2011 habe sich auf 14,8% belaufen.
Im Auftaktquartal 2012 habe Michelin den Umsatz um 5,1% auf 5,3 Mrd. Euro ausweiten können. Dabei habe der Reifenhersteller vor allem von höheren Absatzpreisen profitieren können. Beim Produktabsatz sei hingegen ein Rückgang ausgewiesen worden.
Für das laufende Fiskaljahr erwarte Michelin trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen in Europa nach wie vor ein Absatzvolumen auf Vorjahresniveau. Beim operativen Gewinn gehe Michelin für das laufende Fiskaljahr von einer deutlichen Steigerung aus.
Michelin arbeite hochprofitabel. So habe sich die EBIT-Marge in 2011 auf 9,4% belaufen. Im letzten Jahr sei zudem ein operativer Cashflow von knapp 1,2 Mrd. Euro generiert worden und ein Nettogewinn in Höhe von 1,46 Mrd. Euro ausgewiesen worden.
Mit einem Verhältnis Nettoschulden/EBITDA von lediglich 0,63 und einem Eigenkapital von 8,1 Mrd. Euro könne sich die Bilanz von Michelin durchaus sehen lassen. Dafür erhalte das Unternehmen von Moody's auch ein Investment-Grade-Rating.
Eigentlich halten die Analysten von Anleihencheck Research Michelin für einen attraktiven Schuldner. Jedoch fällt der Kupon für die neu begebene Anleihe mit 2,75% relativ mager aus, so dass renditeorientierte Anleger erst bei einem leichten Kursrückgang unter Pari zugreifen sollten. Sicherheitsbewusste Anleger könnten dagegen jetzt schon kaufen, auch wenn es möglicherweise für den europäischen Corporate Bonds-Sektor vergleichbare Papiere mit etwas mehr Rendite gebe. (Analyse vom 15.06.2012) (15.06.2012/alc/a/a)
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