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Mexiko: Hohe Realzinsen befeuern die Peso-Stärke


30.12.25 13:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Im Oktober stiegen die Einzelhandelsumsätze in Mexiko erwartungsgemäß um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, so die Analysten von Postbank Research.

Parallel dazu habe sich die Industrieproduktion mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent zum Vormonat stärker als erwartet erholt. Demgegenüber deute der PMI für das verarbeitende Gewerbe im November mit einem Rückgang von 49,5 auf 47,3 Punkte eine zunehmende Abwärtsdynamik an.

Die jährliche Inflationsrate sei im November stärker als erwartet von 3,6 auf 3,8 Prozent angestiegen. Die Kernrate habe sich mit einem leichten Zuwachs auf 4,4 Prozent weiter vom oberen Rand des von der mexikanischen Notenbank anvisierten Inflationskorridors von 2 bis 4 Prozent entfernt.

Die Banxico dürfte den Leitzins auf ihrer Dezembersitzung erneut um 25 Basispunkte auf dann 7,0 Prozent senken. Seit Jahresbeginn stünden damit stattliche 300 Basispunkte an kumulierten Zinssenkungen zu Buche. Weitere Senkungen der US-Leitzinsen dürften auch Banxico mehr Spielraum für weitere Lockerungen geben.

Mit knapp 9 Prozent biete die Rendite zehnjähriger mexikanischer Staatsanleihen internationalen Anleiheanlegern nach wie vor interessante Realrenditen, deren Kapitalzuflüsse zur Stärke des Pesos beitragen würden.

Nach der Zinssenkung der FED im Dezember habe der Peso (MXN) mit knapp 18 Peso je US-Dollar so fest notiert wie zuletzt im Juli 2024. Würden sich die Erwartungen steigender Leitzinsen im Euroraum verstärken, könnte der Peso bis Mitte des kommenden Jahres in Richtung EUR/MXN 21,80 nachgeben. (Währungsbulletin Januar 2026) (30.12.2025/alc/a/a)