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Mexiko: BIP-Rückgang bei anziehender Inflation - Banxico wartet ab
21.05.19 11:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Mexikos BIP-Wachstum fiel im 1. Quartal 2019 schwächer als erwartet aus, so Tobias Basse und Bernd Krampen von der NORD/LB.
Laut vorläufiger Berechnung sei für die ersten drei Monate ein Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 0,2% Q/Q zu verzeichnen gewesen. Damit sei die Jahresrate von 1,7% auf 1,3% zurückgegangen. Insbesondere der industrielle Sektor inklusive Bergbau, Bau und Produktion habe sich als Wachstumsbremse entpuppt. Die ersten bekannt gegebenen Daten für das 2. Quartal seien bisher als gemischt zu bezeichnen: Die für April gemeldeten Stimmungsumfragen aus dem Unternehmenssektor hätten erfreulicherweise angezogen, dagegen habe das Verbrauchervertrauen - allerdings ausgehend von einem bisherigen Höchststand - geringfügig nachgegeben. Als wichtige "harte" Indikatoren seien sowohl die Fahrzeugproduktion als auch die Fahrzeugexporte im April weiter zurückgegangen. Grundsätzlich scheine der Verarbeitende Sektor deutlichere Schwierigkeiten zu bekommen, was sich in dem Einbruch der Industrieproduktion um 1,3% M/M im März deutlich widerspiegele.
Über allem würden die Damoklesschwerter Handel mit den USA und die neue Regierungspolitik Lopez Obradors schweben: Weiterhin sei das Handelsabkommen USMCA von keinem der drei Länder ratifiziert worden, der von Trump geplante Mauerbau drohe die bilateralen Beziehungen zu vergiften und auch die Maßnahmen der seit Dezember 2018 amtierenden mexikanischen Regierung würden zunehmend die Investoren beunruhigen. Dabei würden sowohl der Fahrzeug- als auch der Energiesektor in den Fokus geraten.
Die Inflationsrate sei zuletzt erneut angezogen. Die Marke von 4% sei wieder signifikant überschritten worden. Preistreibend seien einige Nahrungsmittel- wie auch die Übernachtungspreise zum diesmal spät liegenden Osterfest gewesen. Dennoch spreche die für April gemeldet Inflationsrate von knapp 4,40% für ein weiteres Abwarten der Banco de Mexico: Zwar nähmen einerseits die konjunkturellen Risiken durchaus zu, andererseits erlaube eine anziehende Inflation keine Zinssenkung. Die Analysten der NORD/LB würden auch für den Verlauf dieses Jahres mit keinem Zinsschritt der Notenbank mehr rechnen. Auch die Lage beim Staatskonzern Pemex müssten die Notenbanker wohl im Auge behalten. Der US-Dollar notiere wieder etwas stabiler mittlerweile leicht über 19 MXN (Mexikanischer Peso). Eine vermutlich noch anhaltende Unsicherheit über Konjunktur und Preisumfeld sprächen perspektivisch für einen Wechselkurs im 2. Halbjahr bei 19,50 MXN je USD. (Ausgabe Juni 2019) (21.05.2019/alc/a/a)
Laut vorläufiger Berechnung sei für die ersten drei Monate ein Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 0,2% Q/Q zu verzeichnen gewesen. Damit sei die Jahresrate von 1,7% auf 1,3% zurückgegangen. Insbesondere der industrielle Sektor inklusive Bergbau, Bau und Produktion habe sich als Wachstumsbremse entpuppt. Die ersten bekannt gegebenen Daten für das 2. Quartal seien bisher als gemischt zu bezeichnen: Die für April gemeldeten Stimmungsumfragen aus dem Unternehmenssektor hätten erfreulicherweise angezogen, dagegen habe das Verbrauchervertrauen - allerdings ausgehend von einem bisherigen Höchststand - geringfügig nachgegeben. Als wichtige "harte" Indikatoren seien sowohl die Fahrzeugproduktion als auch die Fahrzeugexporte im April weiter zurückgegangen. Grundsätzlich scheine der Verarbeitende Sektor deutlichere Schwierigkeiten zu bekommen, was sich in dem Einbruch der Industrieproduktion um 1,3% M/M im März deutlich widerspiegele.
Über allem würden die Damoklesschwerter Handel mit den USA und die neue Regierungspolitik Lopez Obradors schweben: Weiterhin sei das Handelsabkommen USMCA von keinem der drei Länder ratifiziert worden, der von Trump geplante Mauerbau drohe die bilateralen Beziehungen zu vergiften und auch die Maßnahmen der seit Dezember 2018 amtierenden mexikanischen Regierung würden zunehmend die Investoren beunruhigen. Dabei würden sowohl der Fahrzeug- als auch der Energiesektor in den Fokus geraten.
Die Inflationsrate sei zuletzt erneut angezogen. Die Marke von 4% sei wieder signifikant überschritten worden. Preistreibend seien einige Nahrungsmittel- wie auch die Übernachtungspreise zum diesmal spät liegenden Osterfest gewesen. Dennoch spreche die für April gemeldet Inflationsrate von knapp 4,40% für ein weiteres Abwarten der Banco de Mexico: Zwar nähmen einerseits die konjunkturellen Risiken durchaus zu, andererseits erlaube eine anziehende Inflation keine Zinssenkung. Die Analysten der NORD/LB würden auch für den Verlauf dieses Jahres mit keinem Zinsschritt der Notenbank mehr rechnen. Auch die Lage beim Staatskonzern Pemex müssten die Notenbanker wohl im Auge behalten. Der US-Dollar notiere wieder etwas stabiler mittlerweile leicht über 19 MXN (Mexikanischer Peso). Eine vermutlich noch anhaltende Unsicherheit über Konjunktur und Preisumfeld sprächen perspektivisch für einen Wechselkurs im 2. Halbjahr bei 19,50 MXN je USD. (Ausgabe Juni 2019) (21.05.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


