Erweiterte Funktionen
Mexiko-Anleihe: solide Renditen in Mittelamerika
07.09.12 12:45
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0206170390 / WKN A0DF62) von Mexiko weiterhin für eine interessante Alternative für den außereuropäischen Staatsanleihen-Sektor.
Die Staatsanleihe, emittiert vom mittelamerikanischen Staat Mexiko, sei mit einem Kupon von 5,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 17.02.2020 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 118,32% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,73%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Note von "Baa1" bewertet. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein moderates Kreditrisiko.
Wie erwartet habe EZB-Chef Mario Draghi auf der gestrigen Sitzung weitere Anleihekäufe hochverschuldeter Euro-Länder angekündigt. Damit sei in Sache Euro-Schuldenkrise wieder etwas mehr Zeit gewonnen worden. Doch letztendlich müssten sich die angeschlagenen Euro-Staaten alleine "aus dem Sumpf" ziehen und wieder auf einen Wachstumskurs einschwenken. Dies sei gegenwärtig aber nicht absehbar, da sich viele Länder in der Euro-Zone in der Rezession befänden. Für Anleger, die weiterhin dem Euro gegenüber pessimistisch eingestellt seien, könnten daher u.a. Staatsanleihen von Ländern außerhalb der Eurozone interessant sein.
Mexiko sei stark von der Wirtschaftsentwicklung der USA abhängig, da diese der wichtigste Handelspartner für Mexiko seien. Die Wirtschaft des Landes werde von einigen großen Unternehmen dominiert, insbesondere durch die beiden staatlichen Monopolisten, dem staatlichen Erdölgiganten Petróleos Mexicanos (Pemex) und die CFE (Comisión Federal de Electricidad) als größter Stromproduzent Lateinamerikas.
Mexikos Wirtschaft sei von den Problemen der Euro-Schuldenkrise kaum tangiert. Vielmehr profitiere die zweitgrößte lateinamerikanische Volkswirtschaft von der anhaltenden Wirtschaftserholung der USA. Außerdem sei Mexiko als Investitionsstandort für ausländische Unternehmen sehr beliebt. So habe das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2012 insgesamt 4,6% gg. VJ betragen und gegenüber dem Vorquartal entspreche dies einem Anstieg um 1,3% Prozentpunkte. Nach dem sehr überzeugenden Jahresauftakt habe die mexikanische Zentralbank ihre Wachstumsprognose für 2012 nach oben adjustiert. Sie erwarte nun ein Wirtschaftswachstum zwischen 3,25% und 4,25%, nach zuvor 3% bis 4%. Und auch in 2013 sollte Mexikos Wirtschaft ähnlich stark wachsen.
Zudem seien für Juli 2012 gute Daten zum Außenhandel sowie zum Arbeitsmarkt veröffentlicht worden. Zwar habe das Land im zurückliegenden Juli ein Handelsbilanzdefizit im Gegenwert von 427 Mio. USD verzeichnet, der Umfang sei aber geringer ausgefallen als befürchtet. Und die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sei im Juli von 4,9% auf 4,8% zurückgegangen.
Eine geringe Staatsverschuldung von 32% des BIPs, ein relativ niedriges Haushaltsdefizit von 2,5% in 2011 sowie hohe Devisenreserven würden Mexiko im internationalen Vergleich zu einem attraktiven Schuldner und die Probleme der Euro-Länder fast vergessen machen. Die Marktteilnehmer hätten in den letzten Monaten auch verstärkt auf Mexiko gesetzt, so dass der Kurs der o.a. Anleihe im Jahresverlauf deutlich gestiegen sei.
Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Staatsanleihe von Mexiko nach wie vor für eine interessante Alternative für den nicht-europäischen Staatsanleihen-Sektor, auch wenn die Rendite inzwischen unter die 3%-Marke gesunken ist. Positiv sei zudem, dass es bei dieser Anleihe kein Währungsrisiko gebe, da diese auf Euro laute. (Analyse vom 07.09.2012) (07.09.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Staatsanleihe, emittiert vom mittelamerikanischen Staat Mexiko, sei mit einem Kupon von 5,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 17.02.2020 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 118,32% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,73%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Note von "Baa1" bewertet. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein moderates Kreditrisiko.
Wie erwartet habe EZB-Chef Mario Draghi auf der gestrigen Sitzung weitere Anleihekäufe hochverschuldeter Euro-Länder angekündigt. Damit sei in Sache Euro-Schuldenkrise wieder etwas mehr Zeit gewonnen worden. Doch letztendlich müssten sich die angeschlagenen Euro-Staaten alleine "aus dem Sumpf" ziehen und wieder auf einen Wachstumskurs einschwenken. Dies sei gegenwärtig aber nicht absehbar, da sich viele Länder in der Euro-Zone in der Rezession befänden. Für Anleger, die weiterhin dem Euro gegenüber pessimistisch eingestellt seien, könnten daher u.a. Staatsanleihen von Ländern außerhalb der Eurozone interessant sein.
Mexiko sei stark von der Wirtschaftsentwicklung der USA abhängig, da diese der wichtigste Handelspartner für Mexiko seien. Die Wirtschaft des Landes werde von einigen großen Unternehmen dominiert, insbesondere durch die beiden staatlichen Monopolisten, dem staatlichen Erdölgiganten Petróleos Mexicanos (Pemex) und die CFE (Comisión Federal de Electricidad) als größter Stromproduzent Lateinamerikas.
Zudem seien für Juli 2012 gute Daten zum Außenhandel sowie zum Arbeitsmarkt veröffentlicht worden. Zwar habe das Land im zurückliegenden Juli ein Handelsbilanzdefizit im Gegenwert von 427 Mio. USD verzeichnet, der Umfang sei aber geringer ausgefallen als befürchtet. Und die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sei im Juli von 4,9% auf 4,8% zurückgegangen.
Eine geringe Staatsverschuldung von 32% des BIPs, ein relativ niedriges Haushaltsdefizit von 2,5% in 2011 sowie hohe Devisenreserven würden Mexiko im internationalen Vergleich zu einem attraktiven Schuldner und die Probleme der Euro-Länder fast vergessen machen. Die Marktteilnehmer hätten in den letzten Monaten auch verstärkt auf Mexiko gesetzt, so dass der Kurs der o.a. Anleihe im Jahresverlauf deutlich gestiegen sei.
Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Staatsanleihe von Mexiko nach wie vor für eine interessante Alternative für den nicht-europäischen Staatsanleihen-Sektor, auch wenn die Rendite inzwischen unter die 3%-Marke gesunken ist. Positiv sei zudem, dass es bei dieser Anleihe kein Währungsrisiko gebe, da diese auf Euro laute. (Analyse vom 07.09.2012) (07.09.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.


