Memory Express-Anleihe auf BMW: Unternehmen stellt neuen Absatzrekord auf


08.08.13 16:30
ZertifikateJournal

Schwarzach am Main (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe die Memory Express-Anleihe (ISIN DE000BLB2G33 / WKN BLB2G3) der Bayern LB auf die BMW-Aktie vor.

Trotz der Absatzkrise in Europa habe BMW im zweiten Quartal mehr Gewinn gemacht. Das Ergebnis vor Steuern sei um 2,8 Prozent auf 2,03 Mrd. Euro geklettert. Der Nettogewinn habe um neun Prozent auf 1,4 Mrd. Euro zugelegt. In der Sparte Automobile liege die operative Rendite mit 9,6 Prozent am oberen Ende des angestrebten Korridors.

Im Kernsegment sei das Ergebnis vor Steuern und Zinsen allerdings zurückgegangen, und zwar um 13 Prozent auf 1,756 Mrd. Euro. Und auch das Konzern-EBIT sei mit neun Prozent rückläufig gewesen. Schuld daran sei nicht nur die Absatzkrise in Europa, sondern auch hohe Kosten für Zukunftstechnologien wie das Elektro- und Carbonauto i3.

Dennoch sei BMW auf Rekordkurs. 954.500 Fahrzeuge hätten die Münchener im zweiten Quartal verkauft, ein Plus von sechs Prozent. Damit bleibe BMW weiterhin klarer Marktführer im Premium-Segment. Dazu trage vor allem die Kernmarke bei. Hier sei der Absatz um 7,7 Prozent auf 804.200 Fahrzeuge gestiegen. Trotz neuerlichem Absatzrekord sei es beim Umsatz nur minimal nach oben gegangen. Denn verkauft worden seien vor allem viele kleinere Modelle, wie die 3er-Serie oder der Kompakt-SUV X1. Hier seien die Margen allerdings deutlich geringer als bei den größeren Modellen.

Die Marktschwäche auf dem Heimatkontinent - hier verkaufe BMW fast die Hälfte seiner Fahrzeuge - und der Preisdruck hätten den Konzern auch in der zweiten Jahreshälfte beschäftigt, so das Unternehmen. Dennoch bestätige die Gesellschaft ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach strebe BMW weiterhin ein Absatzplus im einstelligen Prozentbereich an und somit einen neuen Höchstwert bei den Auslieferungen. Das Vorsteuerergebnis solle in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen.

Die niedrigere Automobilmarge sei am Parkett nicht gut angekommen. Zudem hätten Anleger beim Ausblick wohl etwas mehr erwartet. Daimler-Chef Dieter Zetsche habe zuletzt eine Trendwende auf dem europäischen Markt ausgemacht. Und auch der Reifenhersteller Continental schlage inzwischen optimistischere Töne an.

BMW-Aktien hätten auf Wochensicht rund vier Prozent abgegeben. Damit habe sich die charttechnische Situation etwas eingetrübt. Zwar bleibe der steile, seit Ende Juni laufende Aufwärtstrend weiterhin intakt. Und auch die gleitende Durchschnitte seien nicht unterschritten worden. Mit dem erneuten Scheitern an der 74,00-Euro-Marke würden allerdings erst mal die Short-Signale überwiegen.

Anleger, die ein Investment in ein neues Memory Express der BayernLB auf die BMW-Aktie in Erwägung ziehen würden, müssten sich um derlei kurzfristige Schwankungen keinen Kopf machen. Denn die für die jährliche Bonus-Zahlung von 4,6 Prozent des Nennbetrags relevante Barriere werde am 28. August 45 Prozent unter dem Startwert eingezogen. Das heiße: Die Jahresprämie werde fällig, wenn die Aktie an den jährlichen Stichtagen - immer Mitte August - mindestens 55 Prozent ihres Referenzwerts behaupte.

Aber selbst wenn der Automobilwert an einem der Stichtage mal unter der Schwelle notiere, sei noch nichts verloren. Der Memory-Mechanismus sorge dafür, dass ausgefallene Zahlungen nachgeholt würden, wenn die Aktie an einem der folgenden Stichtage wieder über der relevanten Marke notiere. Zudem hätten Anleger - wie es bei Callables üblich sei - natürlich auch die Chance auf eine vorzeitige Tilgung, und zwar dann, wenn der Titel an einem der Stichtage über seinem Ausgangniveau notiere.

Komme es während der Laufzeit zu keiner vorzeitigen Tilgung, entscheide am 21. August 2017 (finaler Bewertungstag) die Memory-Schwelle darüber, ob das Callable zur Nominale zuzüglich der finalen und der eventuell zuvor ausgefallenen Zinszahlungen getilgt werde oder BMW-Aktien entsprechend dem anfänglich definierten Bezugsverhältnis ins Depot gebucht würden. Natürlich seien in diesem Fall auch die finale und die zuvor möglicherweise ausgefallenen Zahlungen verloren. (Ausgabe 31/2013) (08.08.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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