Mazedonien-Anleihe: lukrativer Nischenplayer aus der Balkan-Region


17.09.12 16:15
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0238022445 / WKN A0GKXH) von Mazedonien für etwas risikofreudigere Anleger weiterhin für eine interessante Alternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor.

Die Anleihe, emittiert vom süd-osteuropäischen Staat Mazedonien, sei mit einem Kupon von 4,625% ausgestattet, laufe noch bis zum 08.12.2015 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 93,73% biete das Papier eine jährliche Rendite von 6,61%.

Das Land sei seit 1991 unabhängig und habe seither eine eindrucksvolle Entwicklung vollzogen. Nun wolle die Regierung den Ritterschlag durch die EU erhalten und in die Europäische Union aufgenommen werden. Anfang 2012 seien der mazedonische Außenminister Nikola Poposki sowie der EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle in Brüssel zusammengekommen, um über die erzielten Fortschritte des Landes zu sprechen. Füle habe zwar die Fortschritte Mazedoniens gelobt, doch sei seiner Meinung nach eine neue Dynamik für einen erfolgreichen EU-Beitritt notwendig.

Seit 2006 sei das BIP Mazedoniens zwischen 4% und 6% p.a. gewachsen. Doch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise habe auch vor dem aufstrebenden Balkanland nicht Halt gemacht und es sei 2009 zu einem BIP-Rückgang in Höhe von 0,9% gekommen. 2010 habe sich die Wirtschaft aber wieder leicht erholen können und die Wirtschaft habe um 1,8% zugelegt. Die positive Dynamik habe in 2011 angehalten und es sei zu einem Wirtschaftswachstum um 5,2% gekommen. Zudem betrage das Haushaltsdefizit lediglich 2,5%, womit das Land ein weiteres Kriterium für eine EU-Aufnahme erfülle.

Die Regierung wolle sich aber nicht auf ihren Erfolgen ausruhen und weitere Reformen voranbringen. Auch sei sie weiter bemüht, die Korruption zu senken und das Land für Auslandsinvestitionen attraktiver zu machen.

Auch wenn Mazedonien grundsätzlich von der weiteren (Wirtschafts-)Entwicklung der Euro-Zone abhängig sei, da sich hier viele Exportpartner befänden, habe sich das Land der jüngsten Schwäche gut entziehen können und stehe relativ gut da. Für zusätzliche Fantasie sorge mittelfristig ein möglicher EU-Beitritt, der dem Land dann wieder zu einem besseren Kreditrating verhelfen sollte.

Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe für etwas risikofreudigere Anleger weiterhin als Depotbeimischung für sehr interessant. Zudem gebe es keine Währungsrisiken zu beachten, da die Anleihe in Euro begeben worden sei. (Analyse vom 17.09.2012) (17.09.2012/alc/a/a)


Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.

Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.