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Markterholung oder mehr Volatilität? Wandelanleihen in Betracht ziehen


10.03.20 11:00
State Street Global Advisors

Boston (www.anleihencheck.de) - Im gegenwärtigen Umfeld schützen globale Wandelanleihen vor Volatilität in den Portfolios der Anleger, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit in Bezug auf das Coronavirus könnten Wandelanleihen auch in den kommenden Monaten einen wichtigen Schutz darstellen.

Der chinesische Caixin-Composite-PMI sei letzte Woche auf 27,5 gestürzt. Zudem habe man überraschend positive Zahlen des US-ISM-Manifacturing-Index bei 57,3 gesehen (gegenüber den prognostizierten 54,8). Auch die europäischen PMIs, gestützt durch eine Notfallkürzung um 50 Basispunkte durch die US-Notenbank am Dienstag, den 3. März, gefolgt von der Bank of Canada am 4. März, hätten sich besser gezeigt als erwartet. Die Märkte hätten sich nach der Wiederbelebung des demokratischen Kandidaten Joe Biden und seinen starken Ergebnissen des "Super Tuesday" weiter erholt.

Die Anleger hätten die Verschnaufpause nach einem herausfordernden Ende im Februar begrüßt, wo man an sechs aufeinander folgenden Tagen fallende Aktienmärkte und Abflüsse von Hochzins- als auch von Unternehmensanleihen-ETFs (ca. 7 Milliarden USD in der Woche vom 24. bis 28. Februar) erlebt habe.

Im gegenwärtigen Umfeld würden globale Wandelanleihen vor Volatilität in den Portfolios der Anleger schützen. Die Unsicherheit über die Schwere des Coronavirus und seine Auswirkungen auf das globale BIP-Wachstum bleibe aber auch weiterhin bestehen. Die Experten von State Street Global Advisors würden daher davon ausgehen, dass Wandelanleihen aufgrund ihres Profils weiterhin helfen könnten, wenn die Märkte mit mehr Volatilität zu kämpfen hätten. Es könnte sein, dass wir in den kommenden Wochen beunruhigende Wirtschaftsdaten zu sehen bekommen, da die Wachstumserwartungen angepasst werden und die Märkte weiterhin auf die Coronavirus-Schlagzeilen reagieren, so die Experten von State Street Global Advisors.

Ein zentrales Thema unter Anlegern sei die Verringerung des Exposures und des Delta-Risikos, während man gleichzeitig in den zugrunde liegenden Wandelaktien investiert bleibe, die auch in diesem Jahr Widerstandsfähigkeit und Wachstumschancen gezeigt hätten.

Im bisherigen Jahresverlauf hätten sich die globalen Wandelanleihen um -0,20% gegenüber -9,09% (Thomson Reuters Qualified Global Convertible Bond Index USD gegenüber MSCI ACWI Index USD) per Ende Februar 2020 entwickelt.

Wandelanleihen hätten die Anleger auch teilweise gegenüber High Yield geschützt und den USD-Index um 120 Basispunkte übertroffen.

Der Ausverkauf auf dem Markt habe es ermöglicht, dass sich die Prämien verringern würden, und den Anlegern die Möglichkeit geboten, sich zu einem reduzierten Delta-Niveaueinzukaufen, was einen weiteren Schutz gegen Markt-/Makrovolatilität biete.

Insgesamt habe die Anlageklasse dazu beigetragen, die Anleger vor dem Rückzug aus Aktien zu bewahren, wobei die Anleihen seit Jahresbeginn eine überdurchschnittliche Performance aufweisen würden. Zu den Namen würden Tesla (+47,2%), Semiconducting Manufacturing (+22,3%), Ring Central (+34,9%) und Service Now (+12,4%) gehören.

Auf der anderen Seite seien einige Unternehmen durch die aktuellen Marktbedingungen belastet worden, wie z.B. NMC Health Jersey Ltd (-40,1%), Intelsat (-36,1%) und Chesapeake Energy (-2,2%). Ihr Beitrag sei jedoch geringer gewesen, da sie nur 0,33% des Portfolios ausmachen würden, gegenüber 4,85% bei den drei oben genannten Top-Emittenten.

Schließlich hätten Wandelanleihen in jeder der vergangenen Perioden, in denen der Volatility Index (VIX) 25 durchbrochen habe (ca. +1 Standardabweichung), den besonderen Schutz gezeigt, den sie durch ihre Konvexität bieten würden. In der letzten Februarwoche fiel der von unserem ETF nachgebildete Thomson Reuters Qualified Global Convertible Index nur um -4,8% gegenüber -10,4%, die der MSCI ACWI (globaler Aktienindex) fiel, so die Experten von State Street Global Advisors. (10.03.2020/alc/a/a)